"Mama"-Regisseur übernimmt Stephen Kings "Es"

Alexander Jodl  

Andres Muschietti wird wohl das tödliche Spiel von Horror-Clown Pennywise inszenieren.

Es“ von Stephen King soll ja einer filmischen Runderneuerung unterzogen werden. Gar nicht so einfach. Denn obwohl nur im Fernsehen gelaufen, hat die Verfilmung von 1990 mit Tim Curry als Clown Pennywise allen Genre-Fans viel Freude, nervenschwachen Zuschauern Albträume – und professionellen Spaßmachern einen massiven Imageschaden beschert. Geplant ist – der Komplexität der Geschichte offenbar angemessen – auch hier ein Zweiteiler. Und den sollte eigentlich Cary Fukunaga inszenieren, der mit „Sin nombre“ bewiesen hat, dass er Spannung und Atmosphäre problemlos unter einen Hut bringen kann. Doch die vielbemühten „kreativen Differenzen“ zwischen ihm und dem Studio beendeten die Zusammenarbeit, bevor sie richtig in Fahrt kam.

Jetzt scheint ein neuer Aspirant gefunden. Andres Muschietti hat wohl seinen Hut in den Ring geworfen. Der ist zwar noch relativ neu im Business, doch mit dem Überraschungshit „Mama“ hat er 2013 gezeigt, dass er ein echtes Händchen für Horror hat – und um den geht es ja letzten Endes bei „Es“ im Speziellen und Stephen King im Allgemeinen. Das wirft allerdings die Frage auf, ob wie geplant der unglaublich talentierte Will Poulter („Maze Runner „) als Pennywise sein tödliches Spiel treiben darf. Denn Regisseure haben nun mal ganz eigene Vorstellungen davon, wer zu einer Rolle passt. Aber Tim Curry mimisch in den Schatten zu stellen, dürfte sowieso fast unmöglich sein. Egal, wer zum Schluss ins Clownskostüm schlüpft.

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