X-Men-Regisseur Bryan Singer wird in Kooperation mit der 20th Century Fox den 1966 erschienen Science-Fiction-Klassiker "Revolte auf Luna" ("The Moon is a Harsh Mistress") vom sechsfachen Hugo-Award-Gewinner Robert A. Heinlein (1907-1988) verfilmen. Bekannteste Heinlein-Adaption bisher war Paul Verhoevens Starship Troopers, nach dem gleichnamigen Kult-Roman des berühmten Autors aus dem Jahr 1959. Erschienen ist überdies Anfang Februar diesen Jahres auf DVD Michael und Peter Spierigs Predestination mit Ethan Hawke in der Hauptrolle, der auf der Heinlein-Story "All You Zombies" basiert.

Das Skript für die Kino-Umsetzung von "Revolte auf Luna" wird Marc Guggenheim liefern. Als Filmtitel steht derzeit Uprising im Raum. "Revolte auf Luna" sollte bereits zweimal verfilmt werden: Sowohl DreamWorks als auch Phoenix Pictures waren an der Umsetzung für die große Leinwand interessiert, beide Studios ließen das Projekt aber wieder fallen. Vor 2017 oder 2018 sollte mit dem Film auch diesmal nicht gerechnet werden. Aktuell steht bei Bryan Singer X-Men: Apocalypse auf dem Plan, der bei uns am 19. Mai 2016 startet.

Heinleins Stories liefern gesellschaftlichen Brennstoff

"Revolte auf Luna" kann als eine Art neodarwinistischer Dystopie angesehen werden. Im Jahre 2075 leben die sogenannten Loonies (politisch Gefangene, verurteilte Kriminelle und deren Nachkommen) in unterirdischen Siedlungen auf dem Erdtrabanten. Aufgrund der geringen Schwerkraft erlebt jeder Exilant nach einiger Zeit eine irreversible physiologische Veränderung und ist danach nicht mehr in der Lage, ein normales Leben im irdischen Schwerefeld zu führen, das sechsmal stärker ist, als das auf dem Mond. Die Deportierten, die ihre Strafen hinter sich haben, werden in die Luna-Gesellschaft integriert. Wer sich nicht in die Gemeinschaft einfügen möchte, überlebt meist nicht lang. Die anderen arbeiten zum Wohl der Erdbewohner.

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Robert A. Heinlein gilt als einer der populärsten wie umstrittensten US-Science-Fiction-Autoren. Bevor Heinlein Schriftsteller wurde, absolvierte er eine militärische Laufbahn, die ihn und sein späteres Werk stark prägten. Seine sozialkritischen Romane und Erzählungen erregten seinerzeit enorm die Gemüter des konservativen Amerikas. Heinleins Kritiker warfen ihm mitunter faschistoide Tendenzen, anderseits auch kommunistisches Gedankengut vor. Bei seinen Fans genießen seine Bücher und Erzählungen bis heute uneingeschränkten Kultstatus. Gemeinsam mit mit Isaac Asimov und Arthur C. Clarke wird Heinlein zu den "Big Three" der englischsprachigen Science-Fiction-Literatur gezählt.

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