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„Star Wars 9“: Darum liebt J.J. Abrams die Original-Trilogie mehr als die Prequel-Trilogie

Hy Quan Quach |

© Disney/Lucasfilm

Mit „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ endet die von Disney produzierte neue Trilogie. Regisseur J.J. Abrams ließ in einem Interview wissen, dass nicht alle Fragen beantwortet werden und verriet, warum er die Original-Trilogie der Prequel-Trilogie vorzieht.

Ganz offensichtlich hallt die massive Kritik vor allem der „Star Wars“-Jünger an Rian Johnsons „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ noch durch die Flure Disneys: Denn die Verantwortlichen werden im Vorfeld des Kinostarts von „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ nicht müde, zu betonen, dass der Abschluss der Skywalker-Saga Antworten liefern wird; Antworten, die Teil 8 dem Publikum schuldig blieb.

Ja, lässt Regisseur J.J. Abrams in der Sendung „Popcorn with Peter Travers“ wissen: Als anständiger Abschluss nicht nur der neuen Trilogie, sondern auch der Skywalker-Saga an sich, seien Antworten in „Star Wars 9“ Programm. „Der Film muss Antworten haben. Als wir mit dem Film begonnen hatten, wussten wir bereits, dass er einen abschließenden Charakter haben muss.“ Doch deutet er sogleich an, dass die Antworten auch durchaus versteckter Natur sein könnten und der Film Raum für Interpretation bieten wird. Das sei ein Stück weit der originalen Trilogie geschuldet:

„Der Grund, warum ich die originale Trilogie so viel mehr liebe als die Prequel-Trilogie, ist, dass die originale Trilogie großartige Fragen aufgeworfen und es einem erlaubt hat, die Antworten selbst abzuleiten. Die Prequel-Trilogie, die ich aus mehreren Gründen ebenfalls liebe, beantwortet eine Menge Fragen selbst. Ich für meinen Fall muss nichts über Midi-Chlorianer (mikroskopisch kleine Lebewesen im ‚Star Wars‘-Universum, die in allen Zellen leben, Anm. d. Red.) wissen. Man braucht Antworten. Aber man muss nicht alles entmystifizieren. Das ist nicht notwendigerweise der Schlüssel zu einer erfolgreichen Geschichte.“

Dann gebe es einfach nichts mehr, worüber man nach dem Kinobesuch noch mit den Freunden diskutieren könne. Dieser gewisse gedankliche Freiraum für Interpretation sei seiner Meinung nach der Grund, warum heute über gewisse Filme wie Stanley Kubricks2001: Odyssee im Weltraum“ noch gesprochen werde.

Aber, gibt Abrams gibt, er wisse auch, dass „Star Wars 9“ ein Film ist, den Familien gemeinsam ansehen werden. Und was sie dabei nicht wollen, ist ein Film, den sie am Ende nicht verstehen. „Und dennoch wollten wir sicherstellen, dass die Leute auch nicht das Gefühl bekommen, dass alles entmystifiziert wurde.“

Wir haben im Vorfeld mit Daisy Ridley und John Boyega über „Star Wars 9“ gesprochen:

J.J. Abrams: „Man kann es nicht jedem recht machen“

Also gingen sie das Risiko ein, dass es auch dieses Mal Kritiker geben wird. „Man weiß doch, dass man es nicht jedem recht machen kann. Das ist ja klar. Aber man darf die ‚Star Wars‘-Fans nicht als Gegner betrachten. Sie sind voller Leidenschaft und können unter Umständen auch streitsüchtig sein. Die Tatsache, dass sie sich Gedanken machen, für mich als Fan ist diese Liebe für die Reihe nachvollziehbar. Ich fühle mich geehrt, an etwas beteiligt zu sein, dass Menschen so viel bedeutet“, so der 53-Jährige.

Die „Star-Wars“-Saga, betont Abrams, hat nicht nur das Leben der weltweiten Fans nachhaltig beeinflusst, sondern auch die Art und Weise, wie Filmemacher an solche Blockbuster herangehen. „Als Filmemacher habe ich mich sehr glücklich geschätzt, die Gelegenheit gehabt zu haben, an so etwas beteiligt zu sein.“ Und tatsächlich sympathisiere er eher mit denjenigen, die seine Filme offen kritisieren, als mit ewigen Ja-Sagern. Und daher sehe er auch keinen Grund, warum er während der Dreharbeiten zu einem „Star-Wars“-Film dem Internet fernbleiben sollte.

Auch wenn er mit „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ bereits einen Film im „Star Wars“-Universum gedreht habe, stellte der kommende Film eine enorme Herausforderung für ihn dar, wie Abrams zugibt. „Nicht nur, weil es ein weiterer ‚Star Wars‘-Film ist, sondern, weil es das Ende von neun Filmen darstellt. Und das war es, was mir Unbehagen bereitete.“

Durchaus verständlich, dass Abrams es mit der Angst zu tun bekam bei dem Gedanken, die seit 1977 laufende Skywalker-Saga zu einem Ende zu bringen. Immerhin kann ein abschließender Teil eine Reihe aufwerten oder – was man nur allzu oft beobachten konnte bei anderen großen Filmreihen – diese quasi beerdigen.

Welche weiteren „Star Wars“-Filme und Serien euch ab 2019 und darüber hinaus erwarten :

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Carrie Fishers Szenen wurde neu geschrieben

Was Carrie Fishers Szenen als Generalin Leia Organas betrifft, gewährt Abrams einen Blick hinter die Kulissen: Ja, es wurden offenbar nur Szenen verwendet, die bereits gedreht wurden. Eine digital erstellte Leia Organa wie etwa in „Rogue One: A Star Wars Story“ lehnte der Regisseur ab. „Carrie Fisher wäre darüber nicht erfreut.“ Die Rolle neu zu besetzen war genauso wenig eine Option. Also musste das Drehbuch leicht umgeschrieben werden, um die bestehenden Aufnahmen einzubauen: „Wir schrieben ganze Szenen um die Aufnahmen, die wir hatten. Es ist verblüffend.“

Fisher war Ende Dezember 2016 völlig überraschend verstorben. Die Dreharbeiten zu „Star Wars 8“ hatte sie damals bereits absolviert. In „Star Wars 9“ hätte ihre Rolle weitaus größer ausfallen sollen. Dazu kam es nicht mehr.

Seid ihr echte „Star Wars“-Fans? Wenn ja, dann testet euch:

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