Star Force Soldier

Kinostart: 10.06.1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Funktioneller Sci-fi-Actioner, in dem sich Kurt Russell im "Stirb langsam"-Alleingang durchkämpft.

Sergeant Todd wurde von Kindesbeinen an zur Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Als er im Alter von 40 Jahren durch ein Caine-Modell ersetzt wird, landet Todd auf einem Müllplaneten, der von einer nach ihrem Raumschiff-Absturz gestrandeten Gruppe bewohnt wird. Dort lernt er neue Regungen jenseits von Disziplin kennen und unterstützt seine neuen Freunde fortan dabei, Feinden Paroli zu bieten.

In einer düsteren Horrorzukunft werden Soldaten bereits als Neugeborene rekrutiert und von Kindesbeinen an zu kompromißlosen Killermaschinen gedrillt. Todd ist der beste und erfolgreichste unter diesen Elitekriegern, doch ist auch er der neusten Errungenschaft auf dem Markt lebender Waffensysteme nicht gewachsen: geklonten Killern. Als Todds Platoon von der nächsten Generation ausgelöscht wird, kann er als einziger entkommen und unter Rebellen auf einem fernen Planeten Asyl finden. Doch das Wiedersehen mit den alten Feinden kommt schneller als erwartet.

Todd, von Kindesbeinen an zu einer Killermaschine gedrillt, trifft mit seinem Platoon auf die neuen Klon-Killer. Als einziger überlebt er, aber ein Wiedersehen mit seinen Feinden ist vorprogrammiert. Bluttriefende, düstere Endzeitvision.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Betrachtet man seine Filmographie geht es bei Regisseur Paul Anderson stets rauf und runter. War sein Regiedebüt "Mortal Kombat" höchstens für ein Nickerchen gut, so war sein zweiter Film "Event Horizon" durchaus ein ernstzunehmender Genre-Vertreter. Zwar nicht intelligent und aus Versatzstücken des SciFi- und Horrorfilms geklaut, aber durchaus überdurchschnittlich spannend und unterhaltsam. "Soldier", Andersons dritter Streich, versucht das "Event Horizon"-Kunststückchen erneut zu vollbringen - und scheitert damit auf ganzer Linie, denn "Soldier" ist nicht nur ausgesprochen blöd, sondern auch lächerlich, langweilig und schlecht gespielt.

      Kurt Russell wird zu einer Karrikatur seiner "Klapperschlange", genauso hart, aber ansonsten nicht besser drauf als der "Terminator", dessen Wortschatz der Soldat Todd noch zu unterbieten vermag. Sein Spiel ist völlig hohl, darstellerisch auf dem Nullpunkt. Ähnlich Jason Scott Lee, der zur fäusteschwingenden Knallcharge mutiert. Ebenso sieht es aus mit Connie Nielsen als attraktives aber charakterloses Beiwerk.

      Und natürlich Jason Isaacs, der als Hitlerkopie gezeichnet ist, nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Verhalten her. Wer ihm nicht gehorcht, wird eliminiert. In der schon faschistoid anmutenden Handlung, überfrachtet mit Kriegs- und Militärsymbolen, geht das durchaus kritische Potential völlig unter. Nicht nur, weil die Handlung keinerlei Entfaltungsmöglichkeit bietet, sondern auch, weil die durchaus ansehnlichen Action- und Effekt-Szenen jegliches Potential überdecken.

      Ein Hau-Drauf-Krach-Bumm-Peng-Würg-Film auf den keiner der Beteiligten, außer vielleicht den Effektleuten und Kulissendesignern, stolz sein dürfte. Im Kino war der Film um etliche Minuten geschnitten, die 18er-Videofassung ist uncut, genauso wie die DVD.

      Fazit: Der Film scheitert auf ganzer Linie. Er ist ausgesprochen blöd, lächerlich und langweilig.
    2. Star Force Soldier: Funktioneller Sci-fi-Actioner, in dem sich Kurt Russell im "Stirb langsam"-Alleingang durchkämpft.

      Die Rolle des postapokalyptischen Kriegers stand Kurt Russell (zuletzt mit „Breakdown“ erfolgreich) erstmals 1981 in John Carpenters Endzeit-Klassiker „Die Klapperschlange“ glänzend ins markante Gesicht geschrieben. Etliche Jahre später, ein wenig zerfurchter und unübersehbar noch muskulöser, mimt er nun in dem für 75 Mio. Dollar produzierten Sci-fi-Actioner „Soldier“ den wortkargen Titelhelden, der im besten Bruce-Willis-„Stirb langsam“-Alleingang die Bewohner eines desolaten Müllplaneten vor der Vernichtung durch einen roboterhaften Soldatentrupp rettet.

      Mit der Martial-Arts-Fantasy „Mortal Kombat“ und der futuristischen Horrorschocker „Event Horizon“ bewies Regisseur Paul Anderson bereits Genrefestigkeit, ohne daß es ihm allerdings gelungen wäre, sich von seinen überdeutlichen Vorbildern (Ridley Scott etc.) loszusagen und eine eigene, originelle Handschrift zu entwickeln. Entsprechend läßt er sich bei seiner wie stets funktionellen, wenn auch extrem routinehaften Inszenierung von „Soldier“ vornehmlich von Schwarzenegger- und Stallone-Blockbustern inspirieren, zumal auch Drehbuchautor David Webb Peoples, der sich aufgrund seiner komplexen Highlights „Blade Runner“ und „Erbarmungslos“ bestens für einen hartgesottenen Science-fiction-Machostoff zu empfehlen scheint, keine erkennbaren neuen Plotpfade beschreitet: Sein Buch ist bestenfalls Standard, mit unzähligen Klischees aus hinlänglich erprobter Testosteron-Action, Futur-Fantasy und Militärdrama gespickt. Die Bandbreite der verarbeiteten Vorbilder reicht in Andersons filmischem Ersatzeillager von „Terminator“ und „Rambo“ über „Krieg der Sterne“ und „Star Trek“ hin zu „Apocalypse Now“. Das dröhnend-lärmende Ergebnis mutet an wie die denkwürdige Fusion aus wohlbekannten Genrestücken wie „Demolition Man“, „Waterworld“ und „Starship Troopers“. Kommerziell gesehen wird sich „Soldier“, um bei den naheliegenden Vergleichen zu bleiben, wohl auf der Wellenlänge der ähnlich munter zusammengewürfelten Zukunftsvision „Judge Dredd“ bewegen, die nach soliden Kinoergebnissen in der Videoauswertung einen triumphalen Siegeszug antreten konnte.

      Sergeant Todd (Russell in einer todernsten Performance, die Clint Eastwood geradezu geschwätzig erscheinen läßt) wurde von Kindesbeinen an zur veritablen Ein-Mann-Kampfmaschine ausgebildet. Als er und seine Mannen im Alter von 40 Jahren hoffnungslos veraltet durch die verbesserten Caine-Modelle (unter dem Kommando eines kahlgeschorenen Jason Scott Lee aus „Dragon“) ersetzt werden, landet Todd buchstäblich auf dem Müll eines entfernten Abfallplaneten, der von einer nach ihrem Raumschiff-Absturz gestrandeten Gruppe bewohnt wird. Dort lernt der wenig umgängliche Soldat neue Regungen jenseits von Disziplin und Furcht kennen und unterstützt seine neuen Freunde fortan dabei, feindlichen und deutlich überzähligen Angreifern strategisch smart Paroli zu bieten.

      Anderson versteht es, grotesk überzeichnete Action zu präsentieren: In tiefer Dunkelheit angesiedelt, läßt er seine bisweilen schmerzhaft brutalen Sequenzen durch zahlreiche Explosionen stimmig aufleuchten. Verstünde es der junge Brite jetzt noch, auch dramatische, figurenorientierte Szenen mit ähnlicher Begeisterung in Szene zu setzen, er könnte einer der besseren Handwerker im Studiosystem werden. So wirkt seine Arbeit trotz ansehnlicher Ausstattung und ordentlicher Spezialeffekte wie das Werk eines obsessiven Bastlers, der im Überschwang der Gefühle vergaß, Fleisch, sprich: Inhalt, auf ein reizvolles Gerüst zu packen. Jenseits der eingeschworenen Fangemeinde dürfte der Krieg des Space-Rambos demnach auf wenig Gegenliebe stoßen. ara.

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