Filmhandlung und Hintergrund

Da deutsche Filme das heimische Publikum zu selten beeindrucken, Movies nordamerikanischer Provenienz dafür aber umso mehr, war die Strategie von „Stadtgespräch“- Producer Henrik Meyer wohl die logische Folge: Der Studio-Hamburg-Jungproduzent machte sich auf den Weg ins Film-Mekka, um dort Stoffe zu akquirieren. Ob das die Rettung des deutschen Films ist, sei dahingestellt, soll hier auch nicht das Thema sein - es sei...

Radiomoderatorin Monika gibt in ihrer Sendung Tips für Beziehungsgeschädigte, steckt aber selbst im Liebesvakuum. Ihr Bruder René hilft ihr auf die Sprünge und bringt sie mit Erik zusammen. Dieser jedoch ist mit Monikas einziger Freundin Sabine verheiratet. Als sich René dann auch noch in Erik verliebt und seinen Freund Karl verläßt, ist das Chaos perfekt.

Single Monika ist Radiomoderatorin einer „Einsame Herzen“-Sendung. Jeden Tag läßt sie via Äther haßerfüllte Tiraden auf die Männerwelt los, was dazu führt, daß die Einschaltquoten sinken. Monikas Bruder Rene ist nicht länger gewillt, der Selbstzerfleischung seiner Schwester zuzuschauen und überredet sie, eine Kontaktanzeige aufzugeben. Nach etlichen Fehlversuchen lernt sie endlich den Traummann Erik kennen. Doch dann findet sie heraus, daß er verheiratet ist - und zwar mit ihrer neuen Freundin Sabine.

Die von den Männern frustrierte Radiomoderatorin Monika treibt jeden Morgen durch ihre Sendung Pärchen auseinander. In Wirklichkeit sehnt aber auch sie sich nach einem liebevollen Partner. Da greift ihr schwuler Bruder ein: Durch eine Annonce lernt sie Erik kennen und lieben; doch Erik ist mit ihrer besten Freundin Susanne verheiratet. Turbulente Beziehungskomödie mit Katja Riemann.

Bilderstrecke starten(5 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Stadtgespräch

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

3,5
2 Bewertungen
5Sterne
 
(1)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(1)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Da deutsche Filme das heimische Publikum zu selten beeindrucken, Movies nordamerikanischer Provenienz dafür aber umso mehr, war die Strategie von „Stadtgespräch“- Producer Henrik Meyer wohl die logische Folge: Der Studio-Hamburg-Jungproduzent machte sich auf den Weg ins Film-Mekka, um dort Stoffe zu akquirieren. Ob das die Rettung des deutschen Films ist, sei dahingestellt, soll hier auch nicht das Thema sein - es sei nur angemerkt, daß „Stadtgespräch“ alias „Talk of the Town“, so der Originaltitel des Drehbuchs von Ben Taylor, Dialoge enthält, die gute Englischkenntnisse verlangen, so wortwörtlich sind sie aus dem Englischen übersetzt. Aber was soll’s: Warum soll in einer Zeit, in der die deutschen TV-Sender jedes US-Format abkupfern, gerade der schwachbrüstige deutsche Film sich mit eigenen Ideen wehren? Know your enemy heißt die Strategie. Hauptdarstellerin Katja Riemann ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben: Die Steffi Graf des deutschen Films überzeugt selbst als teutonischer Klon der eindeutig ursprünglich in den USA angesiedelten „Stadtgespräch“-Hauptfigur Monika. Die Radiomoderatorin ist und produziert talk of the town in ihrer Sendung „Monika am Morgen“. Die Beziehungs-Talkerin würde man eher in Chicago vermuten als in Hamburg und auch ihr Problem ist US-Standard: Monika redet viel Schlaues über Beziehungen, bekommt aber selber keine auf die Reihe. Also hilft Bruder René nach. Liebenswert-locker und charmant-umtriebig, wie es Kai Wiesinger in Deutschland derzeit am besten kann, verhilft er Monika zu Traummann August Zirner, mit dem ein weiterer deutscher Filmstar Rainer Kaufmanns ZDF-Fernsehfilm Kinoklasse verleiht. Der Haken: Supermann Erik (Zirner), so stellt sich zum turning point heraus, ist mit Monikas einziger Freundin Sabine verheiratet, die daraufhin bei Monika Zuflucht sucht. Noch klamottiger wird’s aber, als René seine Liebe für Erik entdeckt und dafür Freund Karl (leider unterminiert von homophobischen Untertönen des Films, aber dennoch erstklassig: Moritz Bleibtreu) verläßt. Zum großen Finale rufen dann alle Beteiligten live bei Monika an und es gibt ein Happy End. Abgekupfert oder nicht, originell oder nicht, deutsch oder nicht: „Stadtgespräch“ hat viel von dem, was Erfolge wie „Allein unter Frauen“, „Ein Mann für jede Tonart“ und selbst Megahit „Der bewegte Mann“ zum Publikumssieg verhalf. Wenn die deutsche Beziehungskomödiensucht anhält (und „Japaner sind die besseren Liebhaber“ nicht das Ende der Fahnenstange war), hat Kaufmanns Melange also gute Kinochancen. dd.

Kommentare