Filmhandlung und Hintergrund

Der knallbunte Abenteuerspaß um die von Robert Rodriguez kreierten Spy Kids geht in die vierte Runde.

Rebecca und Cecil sind - im Gegensatz zu Vater Wilbur - ganz und gar nicht von ihrer neuen Stiefmutter Marissa begeistert. Als diese auch noch ein Baby zur Welt bringt, fühlen sich die Kids erst recht vernachlässigt. Das ändert sich schlagartig, als sie erfahren, dass Marissa eine Superspionin ist, mit der Mission, dem Bösewicht Tick Tock das Handwerk zu legen. Dieser steht nämlich kurz davor, der gesamten Welt die Zeit zu stehlen. Klar, dass Rebecca und Cecil ihrer coolen Stiefmama dabei helfen, dem fiesen Zeitbanditen das Handwerk zu legen.

Ein Superbösewicht droht der Welt die Zeit zu stehlen, Spezialagentin Marissa und ihre Kinderschar halten dagegen. Jessica Aba führt eine frische Riege ins fantastische Spaßgefecht im neuesten Ableger von Robert Rodriguez‘ Erfolgsserie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Wenn Robert Rodriguez einmal eine zündende Kinoidee hat, dann reitet er sie stets zu Tode. So fehlten schon dem letzten Teil der "El Mariachi"-Trilogie "Irgendwann in Mexiko" (2003) jenseits überzogener Actioneinlagen die zündenden Wendungen, und auch bei der "Spy Kids"-Filmreihe nimmt die Qualität von Fortsetzung zu Fortsetzung ab - vom lärmenden Ableger "Shark Boy und Lavagirl in 3D" ganz zu schweigen.

      Aus Altersgründen treten im dritten Aufguss der hektischen "Spy Kids"-Serie die früheren Kinderagenten Alexa Vega und Daryl Sabara in die zweite Reihe, während ihr Elternpaar (Carla Gugino und Antonio Banderas) nun durch das blasse Duo Jessica Alba und Joel McHale ausgetauscht wurde. Deren Filmnachwuchs kämpft nebst Roboterhund und Superbaby gegen den teuflischen Timekeeper und den durchgeknallten Tick Tock. Pausenlose Verfolgungsjagden und schräge Hightech-Waffen können auf Dauer nicht den Mangel an zündendem Pointen verdecken - da hilft auch kein 3D-Effekt nebst Geruchseinlagen.

      Robert Rodriguez erweist sich als wahrer Enkel des "Gimmick"-Königs William Castle ("Schrei, wenn der Tingler kommt"), der immer auf der Suche nach neuen Verkaufseinfällen war. Als Vorreiter der aktuellen 3D-Welle arbeitete das Hispano-Multitalent schon bei früheren Kinderfilmen mit Stereoskopie-Einlagen, weshalb er nun bei "Spy Kids - Alle Zeit der Welt" als weitere Dimension Geruchskarten einsetzt und dem Kind, ganz in Castle-Tradition, mit sogenannten Aroma-Scope einen neuen Namen gab. Zuletzt setzte John Waters, ein weiterer Castle-Fan, in seiner bewusst geschmackslosen Farce "Polyester" auf Geruchszusätze. Doch die Kärtchen mit den acht Duftfeldern hinterlassen im Familienspektakel wenig Eindruck, da fast alle Gerüche ähnlich ausfallen und dramaturgisch unpassend über die Handlung verteilt wurden. Anstatt überflüssiger Rubbelkarten wären ein paar Gags mehr angebracht gewesen.

      Anfangs holt der Actionspezialist manch witzigen Einfall aus der Ausgangssituation einer Agentin zwischen Gangsterjagd und Mutterschaft heraus, wobei die Inszenierung durchaus auf den 3D-Effekt ausgerichtet ist. Doch schließlich gehen die geglückten Ideen, wozu im Original einige Wortspiele gehören, im Action-Overkill und vielen Albernheiten unter. Die Identität des Timekeepers ahnt man relativ rasch, wobei es am Ende sogar noch eine überraschende Enthüllung zu verzeichnen gibt, die der Verleih allerdings längst in seiner Zusammenfassung verriet. Danny Trejo, dessen Charakter Onkel Machete inzwischen einen eigenen Ableger spendiert bekam, wird mit einem Cameoauftritt im Finale abgespeist. Zwar gelingen Rodriguez gelegentlich einige Spitzen zum Thema Zeitverschwendung, doch sein aktuelles Werk bewegt sich schon verdächtig in genau diese Richtung.

      Fazit: Weder 3D-Effekte, Geruchskärtchen, Sentimentalitäten noch pausenlose Action können in "Spy Kids 4D: Alle Zeit der Welt" den Mangel an originellen Einfällen übertünchen.
    2. Spy Kids - Alle Zeit der Welt: Der knallbunte Abenteuerspaß um die von Robert Rodriguez kreierten Spy Kids geht in die vierte Runde.

      Die dritte Fortsetzung des populären Agentenabenteuers präsentiert sich als mehrdimensionales Family-Entertainment-Action-Spektakel mit Duftnotengag.

      Eigentlich galt die „Spy Kids“-Trilogie mit „Mission 3D“ aus dem Jahre 2003 als abgeschlossen. Doch weil Robert Rodriguez, Tarantino-Kumpel, Kultfilmer („El Mariachi“, „From Dusk Till Dawn“) und Erfinder dieser einzigartigen Spionage-Action-Comedy-Kino-Serie für große und kleine Kinder, noch genügend Ideen für ein weiteres abendfüllendes Agenten-Abenteuer in petto hatte, gibt’s nun Teil 4. Was nicht zuletzt daran liegt, dass das Interesse an derartigen Family-Entertainment-Produktionen nach wie vor ungebrochen ist. Rodriguez, der wieder multifunktional als Regisseur, Autor, Produzent, Kameramann und Komponist in Erscheinung tritt, setzte alles daran, um mit diesem Sequel alles Vorangegangene noch einmal zu toppen. So erweiterte er seine „Spy Kids“ um eine vierte Dimension. Diese beschränkt sich allerdings im Gegensatz zu den 4D-Erlebnissen, die man von diversen Vergnügungsparks (ruckelnde Sitzreihen, Wind und Regen aus entsprechend installierten Geräten, etc.) kennt, lediglich auf das Geruchskino wie es John Waters 1981 bereits mit „Polyester“ und dem legendären „Odorama“-Verfahren versuchte.

      Allerdings ist auch dieses Aroma-Scope wie es Rodriguez nun nennt, nicht mehr als ein netter Gag, die acht Gerüche auf der Rubbelkarte duften doch alle recht ähnlich süßlich, zudem ist es gar nicht so leicht, das richtige Feld zu treffen, da die Sicht im dunklen Kino durch dir 3D-Brille zusätzlich eingeschränkt ist. So empfiehlt sich die Konzentration auf die audiovisuellen Reize, und da hat der Filmemacher erneut einiges zu bieten: Erstens einen aufregenden wie spannenden Plot um einen richtig fiesen Zeitbanditen (Jeremy Piven), dessen Story ein wenig an Michael Endes Klassiker „Momo“ erinnert und der sich zum Grande Finale ähnlich wie Hugo Weaving in „Matrix Reloaded“ vervielfältigen kann. Zweitens mit Jessica Alba eine höchst attraktive Hauptdarstellerin, die Antonio Banderas, Star der ersten drei Teile, locker vergessen macht, und die als Undercover-Superspionin ihrem schauspielernden und ahnungslosen Ehemann (der witziger Weise in einer Reality-Show den „Spy Hunter“ spielt) ein heiles Familienleben á la „True Lies“ vorgaukelt. Und schließlich drittens diesen einzigartigen Mix aus furiosen Actionszenen, fulminanten Stunts und einer Fülle von technischen Gadgets, die selbst Mr. Bond vor Neid erblassen lassen.

      Außerdem gibt es für Insider ein Cameo von Rodriguez-Regular Danny „Machete“ Trejo sowie für „Spy Kids“-Experten ein Wiedersehen mit den Original-Kinderspionen Alexa Vega alias Carmen und Daryl Sabara alias Juni Cortez, die als inzwischen erwachsene Agenten nun Albas Stief-Kids anlernen. Und weil ein witziger Hunderoboter namens Argonaut und das frühreife Spy Baby für gagreiche Auflockerung und ein atemraubendes Finale auf Riesenzahnrädern („Modern Times“ lässt grüßen) mit dickem Happy Ending für positive Stimmung sorgen, ist das multidimensionale Kinoerlebnis quasi perfekt. lasso.

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