Spring Breakers

   Kinostart: 21.03.2013

Spring Breakers: Grell-grotesker Sex & Crime-Genre-Mix von Enfant terrible Harmony Korine um vier partywütige College-Girls, die nicht einmal vor Mord zurückschrecken.

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Filmhandlung und Hintergrund

Grell-grotesker Sex & Crime-Genre-Mix von Enfant terrible Harmony Korine um vier partywütige College-Girls, die nicht einmal vor Mord zurückschrecken.

Südstaaten-Schönheit Candy will mit ihren drei nicht minder attraktiven Freundinnen in Florida den Spring Break feiern. Um sich das nötige Kleingeld zu beschaffen, überfallen sie einen Coffee Shop. In Florida werden sie nach ausufernden Feiern bei einer Koksparty verhaftet. Der rappende Drogendealer und Waffenhändler Alien stellt für das Quartett die Kaution. Doch keine gute Tat ohne Gegenleistung: Die Girls sollen helfen, einen Rivalen zu beseitigen. Womit sich ihr Schicksal endgültig entscheidet.

Vier junge Damen aus der Provinz reisen zu Säuferkrawallen nach Florida und erleben gefährliche Abenteuer. Skandalnudel Harmony Korine dekonstruiert das Image junger Teeniequeens und liefert das Filmspektakel des Jahres.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Von den Stars sollte man sich nicht täuschen lassen. Dies ist keine geradlinige Komödie, sondern kühnes Independentkino, das mit seiner Form und Geschichte experimentiert.
    2. Spring Breakers: Grell-grotesker Sex & Crime-Genre-Mix von Enfant terrible Harmony Korine um vier partywütige College-Girls, die nicht einmal vor Mord zurückschrecken.

      Grell-grotesker Sex & Crime-Genre-Mix von enfant terrible Harmony Korine um vier partywütige College-Girls, die nicht einmal vor Mord zurückschrecken.

      Neonfarbene Bilder, die fast in den Augen schmerzen. Die Sonne sticht gnadenlos vom Himmel. Halbnackte Mädels räkeln sich in aufreizenden Posen. Die Jungs wissen nicht, wohin sie zuerst schauen sollen. Tequila und Bier fließen in Strömen. Marihuana-Schwaden hängen in der Luft. Die Musik dröhnt, die Atmosphäre ist aggressiv. Chaos, Lärm und Ausgelassenheit. Leben als Party: Spring Break in Florida.

      Ein Mann mit treuer Fangemeinde und ureigenem Stil ist Harmony Korine, unter anderem hat er mit Larry Clark das Skrip zu „Kids“ geschrieben. Ein Filmemacher, der weiß wovon er erzählt. Mit seinem gnadenlos grellen, grotesk überzogenen „Spring Breakers“ macht er seinem Namen als enfant terrible Hollywoods einmal mehr alle Ehre - und liefert zugleich eine verführerische, von Oberflächenreizen getragene Arbeit ab, die für ein feierwütiges Teen-Publikum maßgeschneidert scheint.

      Vier College-Girls, Candy (Vanessa Hudgens), Faith (Selena Gomez), Brit (Ashley Benson) und Cotty (Rachel Korine), steht der Sinn nach einem ausgelassenen Kurzurlaub in Florida. Weil das nötige Kleingeld fehlt, wird ein Coffee Shop überfallen. Der Coup misslingt, die Girls landen im Knast. Alien alias James Franco, rappender Drogen- und Waffendealer mit blitzenden Goldgebiss, stellt die Kaution. Dafür sollen die Südstaaten-Schönheiten seinen Konkurrenten aus dem Weg räumen.

      Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Das ist hier ganz wörtlich zu nehmen. Dazu gesellen sich Raub, Rap und Lesben-Sex. Die Frauen zeigen den Männern wo der Hammer hängt. Lange Takes, endlose Wortkaskaden, schwarzer Humor. Viel Improvisation scheint beim Drehen im Spiel gewesen zu sein. Lüstern schwenkt Benoît Debies Kamera die Körper der formschönen Protagonistinnen, allesamt angesagte Jungstars, ab - knappe Bikinis, Netz-Tops, zerrissene Shorts, die mehr zeigen als verhüllen.

      Viel linearer, viel narrativer als bei seinen vorangegangenen Filmen, „Gummo“ oder „Mister Lonely“ beispielsweise, geht Korine hier vor, jugendliches Lebensgefühl und Rebellion fängt er perfekt ein. Ums endlose High ausschweifender Exzesse und bittere Abstürze geht es, die Bilder gleichen einem wüsten Fiebertraum. Hinzu kommt ein pumpender Soundtrack von Cliff Martinez („Drive“), auf dem unter anderem Tracks der Dubstep-Größe Skrillex und Multitalent Franco („127 Hours„) zu hören sind. geh.
      1. “Spring Breakers“ ist die düstere Vision eines aus dem Ruder gelaufenen Studentinnen-Ausflugs. Regisseur Harmony Korine (“Gummo“, “Mister Lonely“) lässt seine jungen Protagonistinnen vor einer halbrealen Spring-Break-Kulisse die Enthemmung proben. Dieser Tradition zufolge feiern amerikanische Studenten während der Frühjahrsferien im Ballermann-Stil an südlichen Stränden. Von dort führt die fiktive Handlung die Mädchen ins örtliche Gangstermilieu. Auf Korines impressionistischer Tour der Exzesse liegen gesellschaftlich tolerierter Spaß und die Bereitschaft zu skrupellosem Verbrechen eng beieinander.

        Kaum in Florida angekommen, kiffen, koksen, saufen und tanzen die vier Freundinnen, als wären sie auf der letzten Party ihres Lebens. Die schlimmsten elterlichen Befürchtungen bewahrheiten sich auf ebenso faszinierende, wie abstoßende Weise. Faith und ihre Freundinnen scheinen den Trip als langersehnte Chance zu begreifen, endlich das Erwachsensein auszukosten. Anders als in ihrem braven, leistungsorientierten Alltag erleben sie sich als stark und befreit. So überrascht es nicht wirklich, als drei von ihnen auch Gefallen an Aliens kriminellem Milieu finden. Der schmierige Typ mit den schrecklichen Metallzähnen imponiert ihnen mit seinen Waffen und unzähligen Geldbündeln.

        Korine hat zum Teil mit Laien in einem authentisch wirkenden Setting gedreht. Die Freundinnen improvisieren in Gesellschaft von Statisten und realen Spring-Break-Touristen. Die videoclipartigen Szenen geraten selbst zum Rausch der Sinne: bunt, grell, sexy, begleitet von aufputschender Musik. Diese Motive verändern sich kaum, als in einem weiteren Schritt die Grenze zwischen der Mitte der Gesellschaft und ihren Randfiguren eingerissen wird. Auch wenn sie unterschiedliche Motive haben – in ihrem Ausbruchswunsch sind eine Figur wie Alien und die Bikini-Mädchen vereint. So interessant dieser Gedanke auch sein mag: Die Bilder des Rausches drehen sich allzu lange im Kreis, bevor die Handlung für das knallige Finale noch einmal anzieht.

        Fazit: Harmony Korines impressionistisches Gedankenspiel “Spring Breakers“ ist ein schillernder, aber auch ermüdender Trip vom Rausch in die Zerstörung.

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