Filmhandlung und Hintergrund

Spionage-Drama mit Julia Koschitz in der Hauptrolle.

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Kritikerrezensionen

  • Unsichtbare Jahre: Spionage-Drama mit Julia Koschitz in der Hauptrolle.

    Julia Koschitz spielt in dem Politdrama eine junge Westdeutsche, die unter einer emotionalen Leere leidet und sich entschließt, für die DDR zu spionieren.

    Im Unterschied zu den meisten anderen gemeinsamen Arbeiten von Johannes Fabrick und Julia Koschitz geht es diesmal nicht ums Sterben. Eine existenzielle Geschichte erzählt der auf einem Drehbuch von Hannah Hollinger basierende Film dennoch: Die junge Bea verlässt Mitte der Siebziger ihr stockkonservatives Elternhaus, um zu studieren, widmet sich aber in erster Linie der sozialistischen Hochschularbeit. Wie viele Linke jener Jahre idealisiert sie die DDR und lässt sich vom Ministerium für Staatssicherheit als Agentin anwerben. Für ihre regelmäßigen Reisen zum Rapport in Ostberlin benutzt Bea falsche Papiere. Eines Tages vergisst sie die Handtasche mit dem gefälschten Reisepass in der S-Bahn; der Ausweis landet beim BND. Zunächst hat der Verlust keinerlei Folgen. Die Konsequenzen ereilen Bea, mittlerweile im Dienst des Auswärtigen Amts, erst als viele Jahre später, als die Stasi-Akten durchforstet werden. Das Drehbuch nimmt das Ende von Beas Karriere als Agentin vorweg und erzählt ihre Geschichte in Rückblenden. Die private Seite ist dabei allerdings plausibler als die politische: Während sich Beas ideologische Haltung in linken Kalendersprüchen erschöpft, nehmen ihre Auseinandersetzungen mit dem Vater (Friedrich von Thun) deutlich größeren Raum ein. Die Reduktion von Politik auf plakative Parolen ist zwar durchaus authentisch, aber dennoch vermittelt der Film in diesen Szenen zu wenig empathische Erlebnisse, um Beas Überzeugung, die DDR sei der bessere deutsche Staat, nachvollziehen zu können. Sehenswert ist „Unsichtbare Jahre“ trotzdem: weil es Fabrick gemeinsam mit Kostüm und Ausstattung gelingt, das Lebensgefühl der Siebzigerjahre sehr glaubwürdig zum Leben zu erwecken; und weil der Film die Geschichte vieler Westdeutscher erzählt, für die 1989 ein Weltbild zusammenbrach. tpg.

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