Spiel auf Sieg

   Kinostart: 06.04.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Sportdrama nach wahren Begebenheiten von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer über einen texanischen Basketball-Coach, der 1966 ein Team schwarzer Spieler zum NCAA-Titel führte.

Nicht etwa, weil er so ein Vorkämpfer für die Gleichheit wäre, sondern weil ihm für die bekannten weißen Stars das Kapital fehlt, engagiert der Basketballcoach Don Haskins (Josh Lucas) 1966 in El Paso, Texas, ein Dream Team aus den besten schwarzen Spielern der Umgebung. Damit eilt er überraschend bald von Sieg zu Sieg. Doch dieser Erfolg ruft auch Neider, falsche Freunde und Rassisten auf den Plan.

Pünktlich zum Martin-Luther-King-Gedenktag brachte Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer („The Rock„, „Pearl Harbor„) dieses auf einer wahren Begebenheit beruhende Sportdrama in Amerikas Kinos. Werbefilmer James Gartner inszenierte.

Don Haskins gibt für den Basketball alles - der Sport ist sein Leben. 1966 übernimmt er in Texas als Coach ein Team, das sich bislang noch nicht mit Ruhm bekleckert hat. Gegen alle Widerstände setzt Haskins durch, die Mannschaft nur mit den besten Spielern auflaufen zu lassen. Und die sind allesamt schwarzer Hautfarbe. Mit einem Mal beginnt das Underdog-Team zu gewinnen - und trifft schließlich im Finale der NCAA-Meisterschaft als erste komplett schwarze Mannschaft der Geschichte auf ein ungeschlagenes weißes Team.

Texas in den 60er Jahren. Für Sportfan und Basketballtrainer Don Haskins geht ein Traum in Erfüllung, als er den Job als Coach der College-Mannschaft der Western Texas University erhält. Obwohl das Team bisher keine Erfolge verzeichnen konnte, will Haskins aus den Verlieren stahlharte Profis formen. Sein Problem: Für den Sport ist kaum Geld da. Auf der Suche nach ambitionierten Spieltalenten rekrutiert der engagierte Trainer ein echtes Gewinnerteam. Und bricht ein großes Tabu: Alle Spieler sind schwarzer Hautfarbe.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. In seinem Regiedebüt verfilmt James Gartner eines dieser historischen Kapitel im amerikanischen Sport, die einen enormen Einfluss auf das öffentliche Bewusstsein und die Überwindung der Rassentrennung haben sollten. Trainerlegende Don Haskins wurde 1997 in die Basketball Hall of Fame aufgenommen, weil er seit 1966 als Held gefeiert wurde: Seine Texas Western Miners gewannen in der damaligen Saison 27 Spiele und verloren nur eines, um dann die nationale Meisterschaft sensationell gegen die Favoriten aus Kentucky zu gewinnen.

      Diese Erfolgsgeschichte führte dazu, dass schwarze Sportler auf amerikanischen Colleges kein Schattendasein als Außenseiter oder Ersatzspieler mehr führen mussten. Produzent Jerry Bruckheimer bewies schon mit „Gegen jede Regel“, dass er solche Stoffe für die Leinwand sucht: Dort setzte er mit Denzel Washington in der Hauptrolle einem schwarzen Footballtrainer ein Denkmal, der ein gemischtes Team gegen viele Widerstände zum Sieg führte. In der Tat sind das Publikum, die Öffentlichkeit auch in „Spiel auf Sieg“ schnell bereit, Schwarze zu akzeptieren, wenn sie den sportlichen Wettkampf gewinnen.

      Der Film ist solides Mainstream-Kino, der das Übliche bietet, was amerikanische Sportlerfilme leisten: Talentierte, aber undisziplinierte Außenseiter werden einem harten Drill unterzogen. Sie haben nicht nur das schonungslose Training zu überstehen, sondern auch die moralischen Lektionen ihres Trainers, die vor jedem Spiel, in fast jeder Spielpause lauten: Respekt, Hingabe, Leistung, Teamgeist. Amerikaner mögen so etwas, und deswegen sind ihre Sportlerfilme auch oft gelungen und spannend.
      Gesellschaftliche Vorurteile und Anfeindungen, so der Trainer, sollen die Spieler eher noch motivieren, es allen im Wettkampf zu zeigen.

      Der aus der Werbung stammende Regisseur versteht es, in „Spiel auf Sieg“ mit all diesen Zutaten, die leicht ins Kitschige abrutschen können, spannend und bekömmlich zu jonglieren: Bevor eine moralisch große Ansprache des Trainers, eines Spielers, der geduldigen Ehefrau zu peinlich werden kann, gibt es einen Wechsel zum nächsten Match. Immer stehen die Spiele im Mittelpunkt, mit Nahaufnahmen und schnellen Schnitten adrenalinsteigernd inszeniert. Die schwarzen Spieler bringen, anfangs gegen den Willen des Trainers, fantasievolle Kreativität in die Halle, die dem bis dahin üblichen klassischen Stil des College-Basketballs widerspricht.

      Die Feindseligkeiten gegen die aufstrebenden schwarzen Außenseiter werden zwar an vielen Beispielen gezeigt, gelangen aber nicht in den Mittelpunkt. Auch die Charaktere erhalten wegen der schnellen Szenenwechsel nur wenig Gelegenheit, sich zu entfalten. Man erfährt nicht allzu viel über die Spieler, außer dass einer eine behütende Mutter, der andere ein krankes Herz hat. Auch Josh Lucas als Trainer mimt nicht den Bürgerrechtler, vielmehr bleibt er glaubwürdig in der Rolle eines Mannes, dem nur der sportliche Wettkampf, nicht die Hautfarbe seiner Mannschaft wichtig war. Auch in seinem gemischten Team gibt es Spannungen, je mehr es zu Übergriffen von außen auf die schwarzen Spieler kommt. Deswegen lässt Haskins im Finale nur schwarze Spieler antreten, um sie zusätzlich zu motivieren.

      Am spannendsten sind in „Spiel auf Sieg“ die Basketball-Begegnungen der verunsicherten Neulinge gegen die sehr selbstbewussten weißen Klasse-Mannschaften. Da bekommt man als Zuschauer eine Ahnung davon, wie schwer es psychologisch werden kann, gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner anzutreten. Ansonsten aber ist „Spiel auf Sieg“ ein nicht allzu ehrgeiziger Film, solide, ehrlich, durchschnittlich.

      Fazit: Solides Sportlerdrama über ein historisches Kapitel im amerikanischen College-Basketball, das die Rassentrennung überwinden half.
    2. Spiel auf Sieg: Sportdrama nach wahren Begebenheiten von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer über einen texanischen Basketball-Coach, der 1966 ein Team schwarzer Spieler zum NCAA-Titel führte.

      Thematisch und zeitlich passend zum Martin-Luther-King-Gedenktag in den US-Kinos gestartet, erzählt Jerry Bruckheimer ein auf wahren Begebenheiten beruhendes 60er-Jahre-Sportsdrama um den Aufstieg des ersten aus vorrangig schwarzen Spielern bestehenden College-Basketballteams.

      Eine ähnliche, ebenfalls von Jerry Bruckheimer produzierte Story wurde bereits mit „Gegen jede Regel“ erzählt, wobei sich darin alles um den heiligen Football drehte. Auch im texanischen El Paso, wo die Story des für Rassengleichheit plädierenden „Glory Road“ angesiedelt ist, gilt Football als König. Daher steht dem ambitionierten Basketballtrainer Don Haskins (der dynamisch agierende Josh Lucas aus „Stealth“) der Western Texas University nur ein arg begrenztes Budget zu. Er behilft sich, indem er schwarze Spieler rekrutiert, die sonst niemand - vor allem in den Südstaaten - haben will. Star unter seinen neuen Spielern ist der talentierte Bobby Joe Hill (Derek Luke aus „Antwone Fisher“), der gerne eine Show abzieht, während Coach Haskins auf „diszipliniertem, defensivem“ Spiel besteht. Nach wenig Gegenliebe in ihrer schulischen Umgebung und dem üblichen harten, aber fairen Motivationstraining sowie (relativ wenigen) Reibereien unter den gemischtrassigen Spielern befindet sich das Team der Miners auf dem beschwerlichen, mit vielen Anfeindungen und Ungerechtigkeiten versehenen Weg zu Glanz und Gloria. So gewinnen sie gegen alle Erwartungen ein Spiel nach dem anderen, um schließlich für den Nationalmeisterschaftstitel im Jahr 1966 den favorisierten Kentucky Wildcats (Jon Voight mimt ihren legendären verknöcherten Trainer Adolph Rupp) gegenüber zu stehen. In Folge wird aufregende Sportsgeschichte geschrieben.

      Unter den routinierten Fittichen von Bruckheimer inszeniert der ehemalige Werbefilmer James Gartner sein emotional bewegendes Regiedebüt mit sympathischer Besetzung. Er legt Wert auf die Authentizität des Looks und des Feelings (akustisch unterstrichen vom 60s-Motown-Score) der Ära. Die dezent sepiagetönten Bilder vermitteln den Eindruck, man habe es mit Originalaufnahmen zu tun. Kräftig modernisiert sind dagegen die schnell geschnitten Spielsequenzen, wobei man sich bei den trickreichen Ballmanövern einige „künstlerische Freiheiten“ nahm.

      Kaum zu glauben, dass vor nur 40 Jahren afroamerikanische Athleten die Minderheit auf dem Basketball-Court bildeten und in den Südstaaten noch ein derart unverhohlener Rassismus vorherrschte. In den Sportarenen mögen zwar schwarze Spieler dominieren, farbenblinde Rassengleichheit hat die sogenannte „großartigste Demokratie der Welt“ allerdings nicht erreicht - ein Grund, weshalb dieses historische Sportsdrama auch heute noch relevant ist. Interessierte Sportfans sollten nicht die Endcredits mit Interviewausschnitten mit dem echten Don Haskins und dem ehemaligen Kentucky-Spieler und Miami-Heat-Trainer Pat Riley versäumen. ara.

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