Spider-Man: Homecoming Poster

Spider-Man: Homecoming 2 – Wie geht es nach dem Infinity War weiter?

Daniel Johnson  

Am 13.7.17 startete Spider-Man: Homecoming“ in deutschen Kinos, doch schnell war klar, dass es am 4.7.19, nur zwei Monate nach dem Kinostart von „Avengers 4“, ein Wiedersehen mit dem Spider-Man in einem Solo-Abenteuer geben wird. Was haben Fans des nerdigen New Yorker Teenagers mit der großen Klappe bei der Fortsetzung zu erwarten?

Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield ist Tom Holland bereits der dritte Schauspieler in 15 Jahren, der in die Rolle der wohl beliebtesten Marvel-Figur Spider-Man schlüpft. Mit einem gewaltigen Unterschied für Comic-Fans: Sony, Disney und Marvel haben sich zusammengerauft, um dem Netzschwinger einen gebührenden Platz im Marvel Cinematic Universe (MCU) zu verschaffen. Da die Filmrechte für das Spider-Man-Franchise bei Sony liegen, waren Crossovers mit den Avengers bisher stets an Copyright-Fragen gescheitert. Mit Tom Hollands Spider-Man hat sich das endlich geändert.

Spider-Man im MCU: Vertrag für 6 Filme mit Tom Holland

Das Spider-Man-Franchise kann bei Sony auf eine turbulente, aber erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Jeder der fünf Filme vor dem Casting von Tom Holland spielte weltweit mehr als 700 Millionen US-Dollar ein. Übrigens hat interessanterweise der Abschluss der Spider-Man-Trilogie mit Tobey Maguire, „Spider-Man 3“, mehr als seine Vorgänger eingespielt, obwohl er vielen Fans als der schlechteste der Trilogie gilt. Hier eine Übersicht der Einspielergebnisse aller Spider-Man-Filme bis 2017:

Film Besetzung Einspielergebnis weltweit
Spider-Man (2002) Tobey Maguire 821,7 Mio. $
Spider-Man 2 (2004) Tobey Maguire 783,8 Mio. $
Spider-Man 3 (2007) Tobey Maguire 890,9 Mio. $
The Amazing Spider-Man (2012) Andrew Garfield 757,9 Mio. $
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (2014) Andrew Garfield 709,0 Mio. $
Spider-Man: Homecoming (2017) Tom Holland 880,1 Mio. $

Für die neue Spider-Man-Inkarnation hat Sony Pictures mit Tom Holland einen Vertrag über sechs Filme geschlossen – drei Solo-Abenteuer und drei Auftritte in Superhelden-Crossovers/Teamfilmen. Für die beteiligten Studios Sony, Disney und Marvel ist die Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation: Sony kann dem zuletzt schwächelnden Spider-Man-Franchise neues Leben einhauchen und erhält dafür marketingtechnisches Gold in Form der Platzierung im enorm erfolgreichen MCU – Disney und Marvel auf der anderen Seite können endlich ihren beliebtesten Comic-Helden ins (Film-)Boot holen. Im Crossover „The First Avenger: Civil War“ war Tom Holland bereits für einen Gastauftritt in der Rolle des Spider-Man zu sehen, hatte einen tollen Auftritt in „Avengers: Infinity War“ und ist für den noch titellosen „Avengers 4“ bestätigt. Für die Zeit nach „Avengers 4“ gibt es keine Alternative zu einem Verbleib Spider-Mans im MCU. Was bedeutet das für „Spider-Man: Homecoming 2“?

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Spider-Man: Homecoming 2 – Tom Hollands Peter Parker startet Phase 4 des MCU

Mit „Avengers 4“ soll das Marvel-Film-Universum mit dem bislang größten Aufgebot an Superhelden seinen vorläufigen Höhepunkt erreichen. Immer wieder wird unter anderem von „Captain America“-Darsteller Chris Evans angedeutet, dass für einige Marvel-Helden – inklusive seiner Figur – nach dem ultimativen Kampf gegen Oberbösewicht Thanos (Josh Brolin) Schluss sein könnte. Auch eine Rückkehr von Robert Downey Jr. für „Iron Man 4“ nach dem großen Finale ist mehr als fraglich. Da „Spider-Man: Homecoming 2“ mit seiner Premiere am 4. Juli 2019 der erste offiziell angekündigte Film nach „Avengers 4“ (Kinostart am 25. April 2019) ist und Spider-Man im Kampf gegen Thanos eine Rolle spielen wird, lässt sich trefflich über Spideys Zukunft im MCU spekulieren:

  • Zwar hat Sony Spider-Mans Einsatz im MCU bisher nur bis „Avengers 4“ vertraglich zugesichert, doch wenn sich der zu erwartende Erfolg bei dem intergalaktischen Blockbuster-Spektakel einstellt, wäre es schlicht armseliger Geschäftssinn (oder zumindest enttäuschend für Fans), in „Spider-Man: Homecoming 2“ nur zwei Monate später einen Peter Parker zu zeigen, der an den Nachwirkungen der Handlung von „Avengers 4“ nicht zu knabbern hat und sich „nur“ um New Yorker Bösewichte kümmert, als wäre der Abstecher ins MCU nie passiert. Zudem soll „Spider-Man: Homecoming 2“ nur ein paar Minuten nach dem Ende von „Avengers 4“ spielen, was einen direkten Bezug unvermeidlich macht.
  • In der Comic-Reihe „Infinity Gauntlet“, in der Thanos mithilfe der Infinity-Steine die Hälfte allen Lebens im Universum vernichtet, ist es am Ende Spider-Man, der Thanos den entscheidenden Schlag beibringt. Sollten die Macher bei Marvel tatsächlich dieser Storyline folgen und Tom Hollands Spider-Man diese Heldentat vollbringen lassen, würde Spideys Bedeutung im MCU nicht mehr herunterzuspielen sein. Normalerweise folgt das MCU aber nur sehr lose den Geschichten aus den Comics. Wahrscheinlicher ist ohnehin, dass sich etwa Captain America oder Iron Man opfern, um Thanos zu besiegen.
Marvel-Helden | Alle Superhelden aus den MCU-Filmen
  • Wenn wie so oft angedeutet die ursprüngliche Zusammenstellung der Avengers zusammenbricht und einige Helden ihr Leben lassen, wird es an einer neuen Generation von Superhelden sein, die Welt oder gar das Universum vor den nächsten Bedrohungen zu schützen, die sicherlich kommen werden. Wer könnte besser für eine neue Generation stehen und die vielzitierte Phase 4 der Marvel-Filme einläuten als Marvels beliebtester Superheld?
  • Marvel-Präsident Kevin Feige stellte in einem Interview mit io9 klar, dass Spider-Man den Fans nach den schicksalhaften Ereignissen in Avengers 4″ die Richtung weisen wird: „Welche Person wäre besser geeignet als Peter Parker, deine Hand zu halten und dich auf eine geerdete, realistische Art in die nächste Inkarnation des MCU zu führen?“ sagte Feige im Interview.

„Spider-Man: Homecoming 2“ wird definitiv im Marvel Cinematic Universe stattfinden. Zu groß ist die Freude bei den Fans, den Netzschwinger im intergalaktischen Konflikt erleben zu dürfen, und zu zahlreich sind die Vorteile, die sowohl Sony Pictures als auch Disney/Marvel von der Kollaboration haben. Tom Hollands Spider-Man wird die Zukunft des MCU nach „Avengers 4“ grundlegend anführen.

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