„Spider-Man: Far From Home“ hielt für Peter Parker einige böse Überraschungen bereit. Für die MCU-Fans kam es einige Wochen nach dem Film aber ebenfalls schlimm: Denn „Spider-Man 3“ findet wohl außerhalb des Marvel Cinematic Universe statt.

– Achtung: Es folgen Spoiler für „Spider-Man: Far From Home“! –

Das MCU muss in Zukunft Stand jetzt ohne Spider-Man (Tom Holland) auskommen. Disney und Sony konnten sich (bislang) nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, weswegen Peter Parker nach „Spider-Man: Far From Home“ aller Voraussicht nach wieder zu Sony wechselt. „Spider-Man 3“ ist damit aber nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Auf der Keystone Comic-Con in Philadelphia (via comicbook.com) versprach Tom Holland sogar: „Da kommt definitiv mehr“.

Es gab laut ihm sogar schon ein Treffen mit den Verantwortlichen von Sony. „Wir haben über ‚Spider-Man 3‘ gesprochen, der sehr besonders wird, er wird deutlich anders sein.“ Trotz des Blicks nach vorne hatte Holland aber auch warme Worte in Richtung der Marvel Studios übrig: „Ich bin einfach nur dankbar, dass Marvel mein Leben verändert hat und mir erlaubten, meine Träume zu verwirklichen und Sony dafür, dass sie mir erlauben, meinen Traum weiterhin zu leben.“

Definitiv ohne Spider-Man, so geht es im MCU weiter:

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Doch was genau erwartet uns in „Spider-Man 3“?

Laut Tom Holland wartet die Fortsetzung – sofern man den nächsten Spider-Man-Film als solche bezeichnen kann – mit einigen neuen Gesichtern auf: „Es ist wirklich aufregend, welche Ideen wir haben, wie wir die Welt von Spider-Man ausbauen können und neue Charaktere dazuholen und Crossover mit anderen Personen […]. Und von hier aus wird es nur größer und besser, was großartig ist.“

Mit den möglichen Crossovern meint Tom Holland garantiert Venom und Co. Dank des Wechsels zu Sony können die in ihr geplantes Spider-Man-Universum endlich auch Spider-Man einbauen. Peter Parker dürfte damit schon bald auf den von Tom Hardy gespielten Venom treffen; mindestens ein Cameo in „Venom 2“ ist wahrscheinlich. Zum anderen sind weitere Filme mit Morbius, dem Vampir, gespielt von Jared Leto („Suicide Squad“), und Kraven, dem Jäger geplant. Die Spider-Man-Bösewichte könnten nach ihren Solo-Filmen jeweils auf Spider-Man treffen. Eventuell ruft Sony auch endlich die Sinister Six ins Leben. In der Schurken-Gruppe vereinen sich die Erzfeinde Spider-Mans, um Peter Parker gemeinsam den Garaus zu machen. Die Idee, die Sinister Six auf die Leinwand zu holen, verfolgt Sony spätestens seit dem Ende von „The Amazing-Spider-Man 2: Rise of Electro“. Mehr als eine Idee war es bislang aber nie.

Nicht nur diese Fortsetzung kam nie zustande:

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13 geplante Fortsetzungen, die gestrichen wurden wegen Erfolgslosigkeit

Wie kann Spider-Man ohne das MCU auf „Far From Home“ aufbauen?

Die einfache Antwort: vermutlich besser, als man auf den ersten Blick meinen würde. Tante May (Marisa Tomei), MJ (Zendaya) und Ned (Jacob Batalon) gehören allesamt Sony. Selbst die Filmrechte an den bisherigen Bösewichte aus „Homecoming“ und „Far From Home“, also Vulture (Michael Keaton) und Mysterio (Jake Gyllenhaal), besitzt das Studio. Dass Mysterio die geheime Identität von Spider-Man enthüllt hat, könnte „Spider-Man 3“ also tatsächlich aufgreifen. Und natürlich könnte J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) darin erneut eine Rolle spielen.

Auch Scorpion (Michael Mando), den die Post-Credit-Szene von „Homecoming“ ankündigte, kann Sony problemlos verwenden. Entsprechend existiert bereits ein gutes Fundament, auf dem ein nahezu nahtloser Wechsel für Tom Holland möglich wäre und neben Venom, Morbius und Kraven Optionen für die künftigen Filme bietet.

Tony Stark ist für Spider-Man endgültig gestorben

Problematisch sind sämtliche Verbindungen zu Happy (Jon Favreau) und Tony Stark (Robert Downey Jr.). Die beiden MCU-Figuren waren eng mit Spider-Man verwoben, Sony darf sie aber nicht einmal erwähnen. Entsprechend wäre Tante May ihren möglichen Freund los und Peter Parker seinen Mentor und Ersatzvater. Mit ihm gehen auch die Anzüge von Spider-Man, genau wie die KI EDITH, die in Tony Starks Brille eingebaut ist. Als verlorene Vaterfigur, die in Spider-Mans Entwicklung stets eine wichtige Rolle spielte, könnte Sony erneut Onkel Ben herauskramen. Der spielte beim MCU nie eine Rolle und das durchaus aus gutem Grund: Er wurde schon in beiden Spider-Man-Reihen von Sony zuvor stark thematisiert. Ob sie also erneut auf Onkel Ben setzen, bleibt abzuwarten.

Sämtliche MCU-Anspielungen wie den Zeitsprung nach Thanos‘ Schnippen und Peters Auftritte in „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“, inklusive Peters Tod, muss Sony ebenfalls fallenlassen. Für die wissenden und vor allem unwissenden Zuschauer dürfte dies in der Übergangszeit ein wenig holprig wirken. Dank der Crossover mit Venom und Co. könnte das Studio aber schnell eine eigene verwobene Geschichten erzählen, um die MCU-Vergangenheit verblassen zu lassen.

Ob ihr euch mit der morbiden MCU-Vergangenheit auskennt, könnt ihr in unserem Quiz testen.

Marvel-Todes-Quiz: Wie sind diese MCU-Figuren verstorben?

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