Bei 20 Millionen Dollar wird selbst der standhafteste Agent Ihrer Majestät schwach …

"007" Daniel Craig zeigt in "Spectre" Mexiko von seiner schönen Seite. Bild: Sony Pictures

Mehr als 100.000 Menschen sind in Mexikos Drogenkrieg seit 2006 ums Leben gekommen. Das drückt auf das Image des Landes und tut der Tourismusbranche extrem weh - und dann nimmt auch noch James Bond in seiner „Spectre“-Mission die dunklen Ecken von Mexico City unter die Lupe.

Aber: James Bond ist schon immer käuflich gewesen, das weiß man auch in Mexikos Regierung. Wenn der Spion gegen Bares edle Getränke, Zeitmesser und Automobile gut aussehen lässt, warum nicht gleich ein ganzes Land? So bot man den „Bond“-Studios MGM und Sony Pictures ein prallgefülltes Geldköfferchen an.

20 Millionen gegen einige klitzekleine Änderungen im „Spectre“-Drehbuch lautet der Deal, damit Mexiko im Film richtig gut weggkommt. Angesichts des gewaltigen Produktions-Budgets von 300 Millionen Dollar überlegten die „Bond“-Macher nicht lange und nahmen die Geldspritze dankend an.

Arriba Estrella!

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Unter anderem kann sich Mexiko nun darauf verlassen, dass ausschließlich moderne Gebäude in Mexico City gezeigt werden, statt des Bürgermeisters ein internationaler Botschafter umgebracht wird und kein mexikanischer Bösewicht auftritt. Die Polizei vor Ort wird als „Spezialeinheit“ präsentiert und ein mexikanisches Bond-Girl darf auch noch an der Seite von Daniel Craig einherstöckeln.

Das erklärt, warum vergangene Woche aus heiterem Himmel Stephanie Sigman als zusätzliches Bond-Girl „Estrella“ neben Léa Seydoux und Monica Bellucci vorgestellt wurde. Allerdings entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass die Schauspielerin mit „Miss Bala“ bekannt wurde - die Handlung spielt tief in Mexikos krimineller Unterwelt.

Die „Spectre“-Dreharbeiten in Mexiko City finden Ende des Monats statt, Kinostart ist am 5. November.

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