Spectre Poster

Neuer James Bond-Film: News zu Craig, Regie & Bösewicht von Bond 25

Sebastian Werner  

Mehr als zweieinhalb Jahre nach „Spectre“ kommt die Produktion des neuen James Bond-Films endlich ins Rollen. Der Regisseur ist gefunden und der Dreh- sowie Kinostart stehen auch schon fest. Wir fassen alle News und Gerüchte rund um die Handlung und die Rückkehr von Daniel Craig für euch zusammen.

„Spectre“ – Behind The Scenes

James Bond 007: Spectre“ und der Vorgängerfilm „Skyfall“ spielten zusammen gut 2 Milliarden Dollar ein. Dass die Bond-Reihe bei diesen fantastischen Einspielergebnissen weitergehen würde, stand immer außer Frage. Nur wann es genau weitergeht, das blieb lange ungeklärt. Schuld daran war die ungewöhnlich lange Suche nach einem Bond-Darsteller und nach einem Regisseur. Da beide glücklicherweise gefunden sind, brodelt nun die Gerüchteküche zur Besetzung der weiteren Rollen.

Anfang Juni meldete die britische Tageszeitung Daily Mirror, dass Helena Bonham Carter möglicherweise die Rolle der noch unbekannten Bösewichtin übernehmen wird. Das wünschen sich jedenfalls die Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli. Wie gut ihr böse Rollen liegen, das konnte die Schauspielerin schon als Bellatrix Lestrange in der „Harry Potter“-Reihe unter Beweis stellen. Doch auch Angelina Jolie soll noch für die mysteriöse Rolle im Gespräch sein. Wird einer von beiden vielleicht Blofeld spielen, nachdem Christoph Waltz ausscheiden musste? (siehe unten) Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Weitere Infos zu Daniel Craig, Regisseur Danny Boyle und zur Handlung haben wir hier für euch zusammengetragen.

Daniel Craig bleibt im Geheimdienst ihrer Majestät

Der Brite Daniel Craig hat der Marke 007 ohne Frage sehr gut getan. Nachdem sich die Fans zunehmend über die übertriebenen Technikspielereien von Bond Nummer 5 alias Pierce Brosnan beklagt hatten (beispielhaft dafür ist das unsichtbare Auto in „Stirb an einem anderen Tag“) brachte Craig die Reihe mit seiner raubeinigen Art wieder zurück auf die Erfolgsspur. Nach dem letzten Einsatz in „Spectre“ hatte Craig allerdings endgültig die Nase voll von seiner Rolle und gab 2015 zu Protokoll, dass er sich lieber die Pulsadern aufschlitzt, als erneut James Bond zu spielen. Außerdem fügte er hinzu, dass er allein wegen des Geldes als Bond zurückkehren würde. Obwohl im September 2016 die Meldung durch die Presse geisterte, Sony hätte dem Schauspieler gut 150 Millionen Dollar Gage für zwei weitere Auftritte angeboten, blieb Craig weiterhin standhaft. Am 8. Juli 2017 meldete die englische Tageszeitung Mirror dann endlich, dass Craig seinen neuen Bond-Vertrag unterschrieben hat.

Persönlich äußerte sich Craig erst im August 2017 dazu. Als er in der amerikanischen Talk-Show „The Late Show with Stephen Colbert“ nach seinem Mitwirken an Bond 25 gefragt wurde, antwortete er kurz und knapp mit: „Ja“. Am 11. April 2018 bestätigte Craig dann noch einmal definitiv, das Bond 25 sein nächster Film werden wird. Nach Insiderinformationen soll Craig für die Rolle die Rekordgage von 22 Millionen Dollar plus Gewinnbeteiligung erhalten. Die Dreharbeiten starten am 3. Dezember 2018 in den englischen Pinewood Studios. Dann müssen sich die Fans noch bis zum 8. November 2019 gedulden, denn dann startet der neue James Bond-Film endlich im Kino! Dieser Termin gilt zwar bisher nur für die USA, doch der deutsche Kinostart dürfte ebenfalls in diesem Zeitraum erfolgen.

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Oscarpreisträger Danny Boyle wird Regie führen

Regisseur Sam Mendes, der die beiden erfolgreichen Vorgänger „Skyfall“ und „Spectre“ inszeniert hatte, steht für James Bond 25 nicht mehr zur Verfügung. Nach den Querelen mit Craig mussten die ausführenden Produzenten nun auch auf diesem Gebiet nach Ersatz suchen, was wieder viel Zeit in Anspruch nahm. Am 24. Mai 2018 bestätigte die Variety dann endgültig, dass „Trainspotting“-Regisseur Danny Boyle seinen ersten 007-Film inszenieren wird. Die Produzenten zeigten sich erleichtert und sagten dazu: „Wir sind sehr erfreut, ankündigen zu dürfen, dass der außergewöhnlich talentierte Danny Boyle die Regie führen wird, wenn Daniel Craig zum fünften als James Bond zurückkehrt.“

Das waren die bisherigen Kandidaten für die Regie:

  • Yann Demange: Sein Spielfilmdebüt „71 – Hinter feindlichen Linien“ war ein echter Festivalerfolg. Der Regie-Neuling wurde lange Zeit hoch gehandelt, bis sein Name irgendwann nicht mehr unter den Kandidaten auftauchte.
  • David Mackenzie: Sein letzter Film „Hell Or High Water“ mit Chris Pine und Ben Foster wurde für vier Oscars nominiert und hinterließ großen Eindruck in der Filmbranche. Auch dessen Beteiligung war schnell wieder vom Tisch.
  • Als wahrscheinlichster Kandidat galt lange Zeit Denis Villeneuve, den sich auch Daniel Craig am meisten gewünscht hatte. Der Kanadier hat im Laufe seiner Karriere schon einige beeindruckende Filme gedreht, darunter „Prisoners“, „Enemy“, „Sicario“ und zuletzt den Sci-Fi-Kracher „Blade Runner 2049“. Da Villeneuve allerdings aktuell an seinem Sc-Fi-Epos „Dune“ arbeitet, musste er den Regieposten schweren Herzens ablehnen.
  • Seit Ende des letzten Jahres wurde auch Regisseur Christopher Nolan als potentieller Kandidat gehandelt. Der hat schon mit Filmen wie die „Dark Knight“-Trilogie, „Inception“ und „Dunkirk“ Filmgeschichte geschrieben. Seine Beteiligung wäre eine echte Sensation gewesen, doch er sagte Mitte Februar ab.
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James Bond 25: Was weiß man zur Handlung?

Ursprünglich arbeiteten die beiden Stamm-Autoren Neal Purvis und Robert Wade am Skript zum neuen Film, der den Arbeitstitel „Shatterhand“ trug. Laut der britischen Zeitung Mirror basierten Teile des Films auf dem 2001 veröffentlichten James Bond-Roman „ “, der in Deutschland nicht erschienen ist. In dem Buch des offiziellen Bond-Autors Raymond Benson wird 007 mit einer Geheimorganisation namens The Union konfrontiert, die von dem blinden Le Gérant angeführt wird. Bei seiner Jagd nach dem geheimnisvollen Bösewicht begegnet Bond seinem alten Bekannten Blofeld.

Durch die Verpflichtung von Danny Boyle als Regisseur ist dieses Drehbuch nun aber hinfällig, da dieser zusammen mit John Hodge ein komplett neues Skript verfassen wird. Als Autorenduo hatten beide unter anderem schon die beiden „Trainspotting“-Filme geschrieben. Parallel zum Bond-Skript überarbeitet Boyle gerade ein altes Drehbuch von Richard Curtis („Tatsächlich… Liebe“), verspricht aber, bis Dezember mit dem Schreiben am Bond-Film fertig zu sein. Zu den Details wollte er sich aber noch nicht äußern und meinte bisher nur: „Ich wäre blöd, wenn ich irgendetwas davon verraten würde.“

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Ist Christoph Waltz wieder mit an Bord?

Lange Zeit gingen die Fans fest davon aus, dass Christoph Waltz in seiner Paraderolle aus „Spectre“ zurückkehren wird. Im Zuge des langen Tauziehens um Bond 25 betonte dieser auch immer wieder, nur dann zurückzukehren, wenn Craig ebenfalls mitspielt. Am 28. Oktober 2017 gab Waltz aber überraschend bekannt, dass er nicht mit dabei sein wird. In einem Interview auf dem roten Teppich sagte er dazu: „Nein, es tut mir leid. Ich bin sehr traurig darüber, aber es gehört zur Tradition, dass es einen neuen Namen gibt. Tut mir leid. Ich hätte sehr gern mitgemacht.“ Bei der von ihm angesprochenen Tradition handelt es sich um den Brauch, dass Bösewicht Blofeld bei jedem Auftritt in einem Bond-Film von einem anderen Schauspieler verkörpert wird. Das Bonham Carter oder Jolie nun die Rolle von Blofeld übernehmen, ist zumindest denkbar.

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Wer wird der neue Bond – Ein Rückblick

Craigs störrisches Verhalten in den letzten zwei Jahren hatte in der Filmwelt zu heftigen Spekulationen geführt, ob nicht vielleicht doch ein Bond Nummer 7 den Dienst beim MI6 antreten könnte. Dabei fielen etliche Namen:

Sogar „Akte X“-Star Gillian Anderson brachte sich schon mit einem Fake-Poster als Craig-Nachfolgerin ins Spiel – allerdings nur zum Spaß.

Als heißester Kandidat für eine potentielle Bond-Nachfolge wurde 2016 Idris Elba gehandelt. Der verriet in einem Interview, dass er zwar geschmeichelt sei, sich mit seinen 43 Jahren aber zu alt für die Rolle als James Bond fühle. Neu angeheizt wurde die Debatte um Elba im April 2017, als Drehbuchautor John Ridley in einem Interview mit der BBC über seine Miniserie „Guerilla“ sprach, in der Elba die Hauptrolle spielt. Darin sagte Ridley: „Es war mir eine Ehre, er ist ein Gentleman. Offen gesagt, ich kann es kaum erwarten ihn als James Bond zu sehen.“ Dazu gab es jedoch keine Statements von den Verantwortlichen der Bond-Reihe. Wahrscheinlich hatte sich Ridley in seinem Überschwang etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt.

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Im April 2017 gab es dann das Gerücht, dass es Bond-Produzentin Barbara Broccoli gelungen sei, Daniel Craig zu überzeugen, endlich doch zurückzukehren. Craig hatte mit dem Theaterstück „Othello“, das ebenfalls von Broccoli produziert wurde, seine lang ersehnte Anerkennung als Schauspieler erhalten und könne sich nun wieder auf seine Rolle als Bond einlassen. Dieses Gerücht hat sich inzwischen bewahrheitet.

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