Spawn Poster

„Spawn“-Horrorfilm: Produzent und Macher sprechen über ihre großartige Vision

Ronny Zimmermann |

In Sachen Superhelden-Film haben Marvel und DC momentan das Sagen in Hollywood. An Filmen mit Batman, Spider-Man oder den diversen Superheldengruppen wie den Avengers und der Justice League wird man im Kino die nächsten paar Jahre nicht vorbeikommen. Für den einen oder anderen mag sich da bereits Superhelden-Monotonie auf der großen Leinwand abzeichnen. Dass das nicht so kommen muss, zeigen die Bemühungen um die Neuverfilmung von „Spawn“, einer der beliebtesten Superhelden-Comics der 1990er Jahre.

UPDATE

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir darüber berichtet, dass der Schöpfer des „Spawn“-Comics, Todd McFarlane, seinem Superhelden eine Neuverfilmung schenken möchte (siehe News unten). Damals war er gerade damit fertig geworden, das Script auf verträgliche Maße für einen Kinofilm zu kürzen. Später klärte der resolute Comiczeichner in einem Interview mit SyFy Wire seine Fans über den Werdegang des Projektes auf. Außerdem hat sich jetzt auch der aktuelle Produzenten-Superstar am Horror-Himmel Jason Blum („Get Out“, „Paranormal Activity“, „Conjuring“-Universum) gegenüber Collider zu dem neuesten Projekt seiner Produktionsfirma geäußert.

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In seinem Interview hielt McFarlane damals nicht damit hinter dem Berg, wie die Produktion laufen soll. Demnach ist er nicht dazu berei,t seine Posten als Schreiber, Produzent und Regisseur an jemand anderen abzugeben. Jeder Zweifel seitens der Käufer würde zum Abbruch der Verhandlungen führen. Damit er seine Forderung durchsetzen kann, will er sich auch mit einem kleinen Budget von zehn Millionen US-Dollar begnügen. Auch Jason Blum bestätigte, dass er die Idee eines Low-Budget-Superhelden-Filmes sehr attraktiv findet und als Produzent einer Vielzahl solcher Horrorfilmhits scheint er der perfekte Mann für den Job zu sein.

McFarlanes „Spawn“-Film soll auch kein vor Special-Effekts strotzender Superheldenfilm werden, sondern ein Horrorfilm der übernatürlichen Sorte, der den Zuschauern das Fürchten lehren soll. Jetzt, wo er sich mit einem der erfolgreichsten Studios für Horrorfilme des letzten Jahrzehnts zusammengetan hat, scheint dieser Vision auch nichts mehr im Wege zu stehen. Jason Blums Zusage stimmt uns jedenfalls optimistisch.


News vom 02. Mai 2017

Als Todd McFarlane, 1992, mit „Spawn“ seinen ersten eigenen Comic veröffentlichte, landete er damit sofort einen Mega-Hit. Hauptcharakter des Comics ist der Anti-Held Albert Francis „Al“ Simmons, der, durch einen Pakt mit dem Höllenfürst Malebolgia, der unendlichen Bestrafung des Infernos entgehen und auf die Erde zurückkehren darf. Wie das aber nun mal so ist, wenn man einen Pakt mit dem Teufel schließt, gibt es immer einen oder mehrere Haken. So auch hier: Bevor Al wieder ins Leben treten darf, löscht Malebolgia dessen Erinnerungen aus und schickt ihn mit entstelltem Gesicht zurück ins Leben. Fortan wandelt Al als Spawn auf der Welt und wenn er nicht seinen obdachlosen Freunden in den dunklen Gassen seiner Heimatstadt zur Seite steht, versucht er herauszufinden, wem er eigentlich sein Dasein zu verdanken hat.

Der Stoff wurde nur fünf Jahre später auf McFarlanes Betreiben verfilmt und landete einen mäßigen Erfolg an den weltweiten Kinokassen. Heute gilt er gemeinhin als eine Perle des 90er Jahre Action-Trashkinos.

„Spawn“-Neuverfilmung kommt!

Schon seit Jahren gibt es immer mal wieder Gerüchte und Interviews, in denen gesagt wird, dass es bald eine Neuauflage des Films geben wird. Mit einer Ankündigung per YouTube deutet Todd McFarlane selbst an, dass wir der Neuverfilmung einen großen Schritt nähergekommen sind.

Wie McFarlane in dem Video verrät, hat er sein erstes, grobes Script von ursprünglich über 180 Seiten auf 136 heruntergekürzt. Allerdings müssen es noch 10 bis 15 Seiten weniger werden, um den Standards der Hollywoodproduzenten zu genügen. Danach wird er sich mit interessierten Studios zusammensetzen und die Finanzierung klären. McFarlane hofft, dass die Verfilmung des Projektes bis zur diesjährigen San Diego Comic Con (20.-23. Juli) in den Startlöchern steht.

Inwieweit McFarlanes Vorstellungen realistisch sind und ob er sich damit nicht in die Nesseln setzt, bleibt abzuwarten.

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