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Soul Food

Filmhandlung und Hintergrund

(Familien-)Liebe geht durch den Magen. In dem gesprächigen Familiendrama um die Probleme dreier afroamerikanischer Schwestern verbindet sich die kulinarische Passion von „Big Night“ mit der überbrodelnden femininen Emotionalität des thematisch verwandten Crossover-Hits „Waiting to Exhale“ - Warten auf Mr. Right. So empfand das vorwiegend weibliche Publikum „Soul Food“ durchaus als cineastischen Leckerbissen, der in...

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Kritikerrezensionen

  • (Familien-)Liebe geht durch den Magen. In dem gesprächigen Familiendrama um die Probleme dreier afroamerikanischer Schwestern verbindet sich die kulinarische Passion von „Big Night“ mit der überbrodelnden femininen Emotionalität des thematisch verwandten Crossover-Hits „Waiting to Exhale“ - Warten auf Mr. Right. So empfand das vorwiegend weibliche Publikum „Soul Food“ durchaus als cineastischen Leckerbissen, der in den USA mit soliden Sleeper-Qualitäten aufwartete und dem direkten Konkurrenten „Projekt Peacemaker“ durchaus Paroli bot.

    Als „Soul Food“ sei all jenes zu verstehen, was mit Herz gekocht werde, erläutert Big Mama (Irma P. Hall), die gute Seele und souveräne Matriarchin der Filmfamilie. Konkret handelt es sich dabei um vorwiegend cholesterinreiche Speisen wie gebackenes Huhn, frittierten Karpfen, gebuttertes Maisbrot, Kartoffelbrei mit Soße und stärkehaltige Desserts. Ein genüßlicher Kalorienkamikaze, der jeden Sonntag bei Big Mama durchexerziert wird, was die Familie, bestehend aus ihrem kleinen Enkelsohn Ahmad (talentiert: Brandon Hammond), ihren drei Töchtern und deren Ehemännern, an einen Tisch bringt und die familiären Bande kräftigt. Die älteste Tochter Teri (Vanessa L. Williams aus „Eraser“) ist eine erfolgreiche Anwältin, die mit ihrer kleinlichen Karriereobsession ihre Ehe in Gefahr bringt. Die zweite Schwester Maxine (Vivica A. Fox aus „Set it Off“) ist glücklich mit Kenny (Jeffrey D. Sams) verheiratet, den sie Teri, wie in einem amüsanten Seventies-Flashback nachzuverfolgen ist, vor vielen Jahren ausspannte. Die Jüngste (Nia Long, „Made in America“) ist unlängst mit einem ehemaligen Häftling (Mekhi Phifer mit ähnlich kurzer Sicherung wie in „Clockers“) den Bund der Ehe eingegangen und muß die Avancen ihres überheblichen Exfreundes abwehren. Als Big Mama das Bein amputiert wird und sie in ein Koma fällt, bricht auch die Familie auseinander. Es kommt zu ehelicher Untreue, überkochender schwesterlicher Rivalität, einem Gefängnisaufenthalt, gebrochenem Vertrauen und vielen Tränen. Doch Enkel Ahmad will das betrübliche Chaos nicht so ohne weiteres hinnehmen.

    Newcomer-Regisseur George Tilman Jr. mischt in seiner nostalgisch angehauchten afroamerikanischen Mittelklasse-Studie alltägliche realistische Momente mit dramatisch-sentimentalen Klischees. Trotz nicht übermäßig tiefgehender Charakterzeichnungen wirken die Figuren aufgrund der guten schauspielerischen Leistungen stets greifbar und interessant. Viel Sorgfalt wurde auf die Dokumentation der Zubereitung der sonntäglichen Schlemmermahle verwandt, die so manchem Zuschauer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen werden. Ein besonderes Schmankerl ist für R&B-Fans zudem der Top-Ten-Soundtrack, für den Producer-Superstar Kenneth Babyface Edmonds verantwortlich zeichnet, der auch als ausführender Produzent fungierte. ara.
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