Son of Saul

   Kinostart: 10.03.2016

Saul fia: Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

„Son of Saul“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

Auschwitz-Birkenau, im Oktober 1944: Der ungarische Gefangene Saul Ausländer (Geza Röhrig) wird einem Sondereinsatzkommando im Vernichtungslager zugeteilt. Die jüdische Gruppe muss die Leichen ihrer ermordeten Landsleute und Glaubensbrüder im Krematorium verbrennen. Eine unfassbare Aufgabe, die an den Nerven aller Beteiligten zehrt. Eines Tages findet Saul den Leichnam eines kleinen Jungen, in dem er seinen eigenen Sohn vermutet. Saul möchte seine Menschlichkeit angesichts all der Grausamkeiten des Holocausts bewahren und für seinen Sohn da sein, so wie er es im Leben nie war. Also plant er den Körper des Jungen einem Rabbi zu übergeben, damit er menschenwürdig und glaubensgemäß beerdigt werden kann. Das ist eine fast unmögliche Aufgabe, denn der kleinste Verstoß gegen die Lagerregeln könnte zu seiner Hinrichtung führen. Dabei bringt er nicht nur sein eigenes Leben, sondern das Leben seiner Mithäftlinge in Gefahr. Selbst als im Lager eine Revolte geplant wird, hält Saul an seinem Vorhaben fest. Das Historiendrama mit Thriller-Elementen ist der Debüt-Film des ungarischen Regisseurs Laszlo Nemes. Obwohl der Film zunächst aus dem Wettbewerb der Berlinale ausgeschlossen wurde, lief er kurz darauf 2015 im Wettbewerb bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er den Großen Preis der Jury einheimste. Doch damit war der Erfolgszug des Films noch lange nicht abgeschlossen. Im Januar erhielt er einen Golden Globe für den Besten ausländischen Film und wurde schließlich mit dem Oscar als Bester fremdsprachiger Filmausgezeichnet. Dabei konkurriert er mit „Mustang“ aus Frankreich, „Theeb“ aus Jordanien und „A War“ aus Dänemark. „Son of Saul“ wird von zahlreichen Kritikern als der beste Film in 2015 gewürdigt.

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Alle Bilder und Videos zu Son of Saul

Darsteller und Crew

  • Laszlo Nemes
    Laszlo Nemes
    Infos zum Star
  • Géza Röhrig
    Géza Röhrig
  • Levente Molnár
    Levente Molnár
  • Urs Rechn
    Urs Rechn
  • Todd Charmont
    Todd Charmont
  • Sándor Zsótér
    Sándor Zsótér
  • Marcin Czarnik
    Marcin Czarnik
  • Jerzy Walczak
    Jerzy Walczak
  • Uwe Lauer
    Uwe Lauer
  • Christian Harting
    Christian Harting
  • Kamil Dobrowlski
    Kamil Dobrowlski
  • Amitai Kedar
    Amitai Kedar
  • Istvan Pion
    Istvan Pion
  • Juli Jakab
    Juli Jakab
  • Levente Orban
    Levente Orban
  • Clara Royer
    Clara Royer
  • Gábor Rajna
    Gábor Rajna
  • Gábor Sipos
    Gábor Sipos
  • Judith Stalter
    Judith Stalter
  • Matyas Erdély
    Matyas Erdély
  • Matthieu Taponier
    Matthieu Taponier
  • László Melis
    László Melis
  • Éva Zabezsinszkij
    Éva Zabezsinszkij

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

5,0
13 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Son of Saul: Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

      Eindringliches Holocaust-Drama um einen Häftling, der im KZ Auschwitz die Leichen verbrennen muss.

      Mit seinem heiß diskutierten und hochgelobten, mit dem Großen Preis der Jury beim Festival de Cannes prämierten Debütspielfilm hat sich der 38-jährige Laszlo Nemes dem schwierigsten Thema überhaupt genähert, dem Holocaust. Er erzählt von den Sonderkommandos in Auschwitz, von jüdischen Häftlingen, die dazu gezwungen wurden, die Ermordung von Juden vorzubereiten, sie auszuplündern und die schließlich die Beseitigung der Leichen in den Krematorien zu bewerkstelligen.

      Eigentlich sträubt man sich, auch nur eine Minute zuzusehen. Aber Nemes findet einen visuellen Ansatz für seinen Film, dass man einerseits unmittelbar dabei ist bei den Geschehnissen im Vernichtungslager, gleichzeitig die Gräueltaten nie in den Fokus zu rücken - buchstäblich - ohne sie zu verharmlosen oder sich daran womöglich zu ergötzen. Ganz nah ist die Kamera dran an Saul. Sie filmt über seine Schulter oder direkt in sein Gesicht. Scharf im Bild ist dabei die meiste Zeit immer nur er. Der Rest ereignet sich in unscharfen Bildern, aber mit einem umso präsenteren Ton. Als Zuschauer wird man Zeuge, wie Saul seine unerträgliche Arbeit regungslos verrichtet, bis er mitansehen muss, wie ein Junge, der die Gaskammer überlebt hat, von einem SS-Mann getötet wird. Fortan kämpft Saul darum, dem Jungen ein ordentliches Begräbnis zu ermöglichen. Er sagt, es handele sich um seinen Sohn, dabei ist das Kind Sinnbild für sein Schuldgefühl. Und so geht man mit Saul in langen Einstellungen durch eine Hölle, die man so in einem Film nie erleben wollte. Und dennoch ist es ein wichtiger Film geworden, wider das Vergessen. ts.

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