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Sommer 85

   Kinostart: 27.05.2021

Filmhandlung und Hintergrund

Drama um eine erste Liebe, die eine tragische Wende nimmt. Der 21. Spielfilm von Francois Ozon heißt „Été 85“ und mag damit eine sonnendurchflutete Geschichte sexueller Erweckung in den Achtzigerjahren versprechen, doch der Film ist nicht Ozons Antwort auf „Call Me By Your Name“. Schon die ersten Bilder vom süßen Nichtstun unter praller Sonne und von aufziehenden Gewitterwolken lassen ahnen, dass Ozon mit seiner...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Drama um eine erste Liebe, die eine tragische Wende nimmt.

    Der 21. Spielfilm von Francois Ozon heißt „Été 85“ und mag damit eine sonnendurchflutete Geschichte sexueller Erweckung in den Achtzigerjahren versprechen, doch der Film ist nicht Ozons Antwort auf „Call Me By Your Name“. Schon die ersten Bilder vom süßen Nichtstun unter praller Sonne und von aufziehenden Gewitterwolken lassen ahnen, dass Ozon mit seiner abgründigen Liebesgeschichte voller Tragik und Todessehnsucht näher dran ist an Filmen wie „Nur die Sonne war Zeuge“ oder dem eigenen „Swimming Pool“, ohne jedoch den Thrilleraspekt zu überstrapazieren. Was zwingend ist, wenn man weiß, dass der von Ozon selbst geschriebene Film auf dem 1982 veröffentlichten Schlüsselroman „Tanz auf meinem Grab“ von Aidan Chambers basiert: Der 15-jährige Alexis verliebt sich hier in den etwas älteren und absolut unwiderstehlichen David, der mit beiden Händen packt, was das Leben ihm bietet. Aus Freundschaft und Schwärmerei entwickelt sich eine körperliche Sommerromanze. Für Alexis ist es eine erste Liebe, für David jedoch nur ein Abenteuer mit geringer Halbwertszeit. Am Tag, an dem er die Beziehung beendet, verunglückt David mit dem Motorrad tödlich. Und Alexis muss rätseln, wieviel Schuld ihn trifft an dem Unfall - und ob er es wirklich bewerkstelligen kann, Davids Wunsch zu erfüllen, auf seinem Grab zu tanzen. Ozon erzählt die Geschichte verschachtelt in Rückblenden: Alexis muss sich vor Gericht verantworten und erinnert sich an den zunächst schönsten und dann schlimmsten Sommer seines Lebens in Texten, die er einem vertrauensvollen Lehrer schreibt. Dass dabei nur wenig ist, wie es zunächst scheint, ist eigentlich selbstverständlich bei einem Filmemacher wie Ozon, der nach dem eher untypischen „Im Namen Gottes“ (Großer Preis der Jury in Berlin 2019) wieder auf vertrauteres Terrain zurückkehrt. Und zumindest leise auch autobiographische Elemente anklingen lässt: Im Sommer 1985 war er selbst 17 Jahre alt - und offenkundig schlägt sein Herz für den zarten, unsicheren Alexis, der gespielt wird von Félix Lefebvre und aussieht wie eine Mischung aus River Phoenix und Aha-Sänger Morten Harket.

    Thomas Schultze.
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