„Solo“ erklärt endlich 41 Jahre alten „Star Wars“-Fehler

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Solo: A Star Wars Story Poster

Der sympathischste Weltraumschmuggler der Kinogeschichte macht wieder die Leinwände dieser Welt unsicher. In „Solo: A Star Wars Story“ schlüpft Alden Ehrenreich in die Fußstapfen von Harrison Ford und spielt den jungen Han Solo. Die Chance nahm der „Star Wars“-Film gleich wahr, um einen der ältesten vermeintlichen Fehler der Filmreihe zu erklären.

Wenn wir Han Solo (Harrison Ford) in „Star Wars: Episode 4 – Eine neue Hoffnung“ erstmals in Mos Eisley kennenlernen, prahlt der Pilot mit seinem Schiff, dem Millennium Falcon. Dieses habe den Kessel-Flug in weniger als zwölf Parsec geschafft. Das Problem dabei: Ein Parsec ist eine Einheit zur Messung von Länge, nicht Zeit und entspricht ungefähr 3,26 Lichtjahre oder 30,9 Billionen Kilometer.

Das wäre ungefähr so, als würde jemand damit prahlen, er sei ein guter Läufer, weil er die Strecke von sich zur Arbeit in unter einem Kilometer schafft. Auf den ersten Blick ergibt dies keinen Sinn. „Solo: A Star Wars Story“ löste den vermeintlichen Fehler jetzt allerdings auf, indem uns der Film zeigte, was der Kessel-Flug eigentlich ist.

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„Solo: A Star Wars Story“: Diese 13 Anspielungen habt ihr sicher verpasst

Han Solo, der Millenium Falcon und der Kessel-Flug

Beim Kessel-Flug handelt es sich um eine Schmugglerroute, die bei dem Planeten Kessel beginnt. Lando Calrissian (Donald Glover) sagt in „Solo: A Star Wars Story“, dass die Strecke nur in 20 Parsec zu bewältigen sei. Das liegt daran, dass auf der direkten Strecke zahlreiche schwarze Löcher und Schiffe des Imperiums lauern. Entsprechend muss ein Umweg eingebaut werden, wodurch sich die Strecke als solche verlängert.

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Han Solo (Alden Ehrenreich) schafft es allerdings mit der Hilfe des Droiden L3-37 (Phoebe Waller-Bridge), gefährlich nahe an den schwarzen Löchern vorbeizufliegen. Entsprechend gelingt es ihm, den Kessel-Flug in zwölf Parsec zu meistern, was definitiv eine Leistung ist, mit der man prahlen kann. Immerhin zeigt es, dass der Millennium Falcon und Han Solo gleichermaßen kompetent sind, wenn es darum geht, gefährliche Routen erfolgreich zu fliegen.

Bereits zuvor wurde diese Erklärung im Expanded Universe genutzt, um der Angeberei von Han Solo einen Sinn zu verleihen. Als Disney Lucasfilm kaufte, erklärten sie das gesamte Expanded Universe jedoch als hinfällig, wodurch der heute 41 Jahre alter Fehler wieder galt. Mit einiger Verzögerung hat Disney jetzt also die eigentlich schon gängig gewesene Auflösung wieder als offiziell erklärt und dies sogar auf der Leinwand dargestellt. Es geht doch.

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