Solo: A Star Wars Story Poster

Millionengrab: „Solo“ wird der erste „Star Wars“-Flop der Geschichte

Andreas Engelhardt  

Gut sechs Monate nach „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ erwartete uns mit „Solo: A Star Wars Story“ schon das nächste Abenteuer aus der weit, weit entfernten Galaxis. Doch diesmal ging die Rechnung nicht auf, denn „Solo“ schreibt eher in negativem Sinne Geschichte: Es wird der erste finanzielle Flop in der extrem erfolgreichen „Star Wars“-Reihe.

Solo: A Star Wars Story“ erzählt uns die Geschichte des jungen Han Solo (Alden Ehrenreich), einer der beliebtesten Figuren des „Star Wars“-Universums. Diese Popularität zahlte sich an den Kinokassen allerdings nicht aus. Nach über zwei Wochen hat „Solo“ weltweit nicht viel mehr eingespielt, als „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ alleine an seinem ersten Wochenende in den USA. „Solo“ kommt aktuell global auf 271 Millionen US-Dollar, während „Das Erwachen der Macht“ in den USA mit 248 Millionen US-Dollar startete.

Für das neueste „Star Wars“-Spin-Off soll es sogar noch schlimmer kommen, wie The Hollywood Reporter berichtet. Laut Wall-Street-Analyst Barton Crocket wird Disney mit „Solo: A Star Wars Story“ 50 Millionen US-Dollar verlieren. Andere Finanz-Experten rechnen sogar mit 80 Millionen US-Dollar oder mehr. Die genauen Verträge für Merchandise und Lizenzen für den Home-Entertainment-Bereich sowie andere Verwertungsmöglichkeiten wie Flugzeuge und dergleichen sind unbekannt. Fest steht aber, dass „Solo“ – sollte nicht noch ein Wunder geschehen – das erste Minus-Geschäft in der Geschichte von „Star Wars“ wird.

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Der bislang teuerste „Star Wars“-Film wird zum ersten Flop der Reihe

Der Film startete allerdings auch mit einem ziemlichen Handicap ins Rennen. Mit Produktionskosten von 250 Millionen US-Dollar ist „Solo: A Star Wars Story“ der teuerste Film der Science-Fantasy-Reihe. Die enorme Summe entstand vor allem dadurch, dass Regisseur Ron Howard wohl gut 70 Prozent des Films neu gedreht hat. Zuvor übernahm er die Regie von den „The Lego Movie“-Machern Phil Lord und Chris Miller, die aufgrund kreativer Differenz kurz vor Ende der Dreharbeiten entlassen wurden.

Zusätzlich zu den enormen Produktionskosten kommen Ausgaben in Millionenhöhe für Werbung, die sich allerdings nicht richtig auszahlte. Da „Solo“ so kurz nach „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ anlief, konnte der Film nicht adäquat beworben werden. Bei vielen potentiellen Zuschauern stellte sich wohl keine richtige Vorfreude ein, zumal so mancher womöglich nicht einmal gewusst hat, dass ein neuer „Star Wars“ schon so kurz nach dem letzten in den Kinos startet.

Disney wird den Verlust, so schmerzlich er auch sein mag, problemlos verkraften können. Die Marvel-Schmiede läuft weiterhin heiß, erst dieses Jahr knackten „Black Panther“ und „Avengers 3: Infinity War“ die magische Grenze von einer Milliarde US-Dollar an weltweiten Einnahmen. Der letzte Avengers-Film steht sogar kurz davor, über zwei Milliarden US-Dollar Umsatz einzuspielen. Zudem dürfte „Die Unglaublichen 2“ einer der erfolgreichsten Filme des Sommers werden.

Wenn das Haus mit der Maus eines aus dem „Solo“-Misserfolg lernen kann, dann sicherlich, dass sie ihre wertvollen „Star Wars“-Filme nicht in so kurzer Zeit hintereinander im Kino starten lassen. Bis „Star Wars: Episode 9“ müssen die Zuschauer ab jetzt anderthalb Jahre warten und die Pause wird den Einnahmen sicherlich guttun.

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