SMS für Dich (2016)

SMS für Dich: Romantisches Drama um eine Frau, die via SMS um ihren verstorbenen Freund trauert und sie einem Unbekannten schickt. Regiedebüt von Karoline Herfurth nach dem gleichnamigen Roman von Sofie Cramer.
Kinostart: 15.09.2016
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Filmhandlung und Hintergrund

SMS für Dich: Romantisches Drama um eine Frau, die via SMS um ihren verstorbenen Freund trauert und sie einem Unbekannten schickt. Regiedebüt von Karoline Herfurth nach dem gleichnamigen Roman von Sofie Cramer.

Claras (Karoline Herfurth) große Liebe Ben ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Selbst zwei Jahre nach den tragischen Ereignissen kommt sie mit ihrer Trauer nur schwer zurecht. Auch ihre lebhafte Mitbewohnerin Katja (Nora Tschirner) kann Claras Mauer aus Schmerz nur schwer durchbrechen. Nur ein Weg scheint Clara Linderung zu verschaffen: Sie schreibt an Bens alte Handynummer SMSen und schildert ihm ihre nach wie vor starken Gefühle. Was sie jedoch nicht ahnen kann: Die Nummer wurde kürzlich an eine neue Person vergeben. So erhält Sportjournalist Mark (Friedrich Mücke) von einer geheimnisvollen Absenderin SMSen voller Sehnsucht, Liebe und Schmerz. Dabei stößt er jedoch auf einen sensiblen Nerven bei seiner Freundin Fiona (Friederike Kempter). Doch die SMSen hören nicht auf und Mark möchte dem Ursprung auf den Grund gehen. Gemeinsam mit seinem besten Kumpel David (Frederick Lau) begibt er sich auf die Suche.

„SMS Für Dich“: Hintergrundinformation

Nach dem Erfolg mit ihren Auftritten in „Fack Ju Göhte“ und der nicht minder erfolgreichen Fortsetzung „Fack Ju Göhte 2“ wagt Karoline Herfurth erstmals den Spagat vor und hinter der Kamera. Zusätzlich zur weiblichen Hauptrolle zeigt sie sich nicht nur für das Drehbuch verantwortlich, sondern legt mit „SMS für Dich“ auch ihr Regiedebüt ab. Vor der Kamera konnte sie dabei Deutschlands erste Schauspielergarde um sich vereinen. Neben Friedrich Mücke („Friendship“), Nora Tschirner („Keinohrhasen“), Tom Beck („Stadtlandliebe“), Samuel Finzi („Honig im Kopf“), Friederike Kempter („Seitenwechsel“) und Frederick Lau („Victoria“) konnte sie auch „Fack Ju Göhte“-Kollegin Katja Riemann für ihr Projekt begeistern. Das Drehbuch ist dem gleichnamigen Roman von Sofie Cramer nachempfunden, der 2009 in den Buchläden erhältlich war.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Zwei Jahre ist es her, dass Claras Verlobter Ben bei einem Autounfall ums Leben kam. Zwei Jahre, in denen sich Clara vor der Welt versteckt hat. Doch nun packt Clara ihre Sachen und zieht zurück nach Berlin, wo ihre beste Freundin Katja sie mit allen Kräften unterstützt. Allerdings kann auch sie die schwarzen Wolken über Claras Seele nicht vertreiben. Clara vermisst Ben - und sie möchte mit ihm reden. Natürlich geht das nicht. Doch Katja rät ihr, dass die beste Alternative zum Reden doch wohl das Nachrichten schreiben ist. Und so schreibt Clara von nun an SMS an Bens alte Handynummer. Doch was sie nicht weiß: Bens Handynummer gehört nun dem Sportjournalisten Mark. Der ist zunächst verwirrt, weil er sich nicht erklären kann, wer ihm da die ganze Zeit schreibt. Doch nach und nach ist er nicht nur berührt durch die Worte, sondern verliebt sich regelrecht in die anonyme Schreiberin. Die ihm bald auch schon im realen Leben begegnen wird. Das Regiedebüt von Karoline Herfurth basiert auf der Romanvorlage von Sofie Cramer und ist der beste Beweis dafür, dass Romantik und Humor sich auf wundervoll leichtfüßige Art und Weise miteinander verbinden lassen. Zu Beginn der Geschichte kehrt der Zuschauer mit Clara zurück vom ruhigen Land in das wuselige Berlin, wo sich kauzige, authentische, mal bodenständige, mal exaltierte Persönlichkeiten tummeln. Diese sind stets Teil diverser Verwicklungen, die mit einer großen Portion Humor erzählt werden. Doch auch die Romantik kommt nicht zu kurz und bindet sich harmonisch in die Geschichte ein. Die Aufnahmen Berlins sind schön gewählt, passend dazu der großartige stimmige Soundtrack. Die Dialoge sind schnell, pfiffig und machen durch ihre Unbeschwertheit und Leichtigkeit großen Spaß. Das liegt auch an dem großartigen, hochkarätig besetzten und beschwingt aufspielenden Ensemble, das Herfurth gekonnt und souverän durch Berlin steuert und das einen mitreißenden Spielspaß auf die Leinwand transportiert. Nora Tschirner als patente, gewitzte und treue beste Freundin, die das Herz am rechten Fleck und auf der Zunge trägt, Frederick Lau als abgebrühter Macho, der jedoch für seinen besten Freund sogar in die Oper geht, Cordula Strathmann als überkandidelte Lektorin, Samuel Finzi als cholerischer Chefredakteur - alle Figuren greifen auf Stereotype zurück, spielen aber gleichzeitig wunderbar selbstreferenziell damit. In besonderem Maße gilt das für Katja Riemann als esoterisch angehauchte Schlager-Chanteuse, die zu einer Art Mentor für Mark wird und ihm zeigt, auf was es wirklich ankommt. Karoline Herfurth als Clara und Friedrich Mücke als Mark sind ein wunderbares Liebespaar, deren Suche nach der Liebe man mehr als gerne durch die Geschichte folgt. SMS FÜR DICH ist Unterhaltung, wie man sie sich wünscht. Federleicht geschrieben, beschwingt gespielt und stimmig inszeniert. Das ist deutsches Kino zum Verlieben!

    Jurybegründung:

    Die Versuche, eine deutsche RomCom zu drehen, sind ebenso so zahlreich wie im Endergebnis oftmals wenig erfreulich. Umso positiver hingegen nimmt sich in diesem Genre das Regiedebüt der Schauspielerin Karoline Herfurth aus, die zudem noch die weibliche Hauptrolle übernimmt und beide Parts mit Bravour meistert. Eine erste Kostprobe ihres darstellerischen Könnens bietet sie gleich zu Beginn, den man nicht anders als furios bezeichnen kann. Durch das Fenster einer Kneipe sehen wir sie, mitten im Leben stehend, auf der Höhe ihres privaten wie beruflichen Glücks: Als erfolgreiche Kinderbuchautorin und Illustratorin der Buchreihe um die kleine Raupe Rieke ist Clara Sommerfeld einer der Stars ihres Verlags. Privat scheint sie glücklich liiert mit dem Mann an ihrer Seite, den sie verliebt anlächelt. Dann verabschiedet er sich, sie bleibt allein zurück - und wird durch das Fenster Zeuge davon, wie ihr Freund Ben beim Überqueren der Straße überfahren wird. Ganz langsam sehen wir ihr dabei zu, wie sie langsam realisiert, was gerade geschehen ist: Ungläubigkeit, Verwirrung und dann Entsetzen über den Unfall, der ihr Leben verändern wird, all das spiegelt sich in Herfurths Gesicht wieder - und kurz vor der größten Emotion erfolgt der Schnitt. Und genau in diesem Ausspielen der Szene und der Entscheidung, sie nicht zur Gänze auszudehnen, sondern kurz vor dem Höhepunkt abzubrechen, verbindet sich die Brillanz der Schauspielerin Karoline Herfurth mit dem Geschick der Regisseurin gleichen Namens.

    Was folgt, ist eine Geschichte über Trauer und die Schwierigkeiten, zurück ins Leben und in die Liebe zu finden, die ihre großen Themen mit leichter Hand und viel Romantik und Witz verhandelt. Clara kehrt nach einer Trauerzeit zurück nach Berlin, doch so richtig will sie nicht loslassen von ihrem Schmerz. Sie beginnt damit, der Mobilnummer ihres verstorbenen Verlobten SMS-Nachrichten zu schreiben - und diese Nachrichten kommen sogar an. Natürlich nicht bei ihm selbst, sondern beim Journalisten Mark, der der neue Inhaber von Bens alter Nummer ist. Und so beginnt eine merkwürdige Romanze, die am Ende allen Unwahrscheinlichkeiten zum Trotz ein gutes Ende findet.

    Virtuos jongliert der exzellent geschriebene Film mit den Formeln und Versatzstücken der RomComs, erinnert an E-MAIL FÜR DICH, SCHLAFLOS IN SEATTLE und an GHOST - NACHRICHT VOM SAM, ohne diese Vorbilder einfach nur zu imitieren. Gelungen ist auch die Balance zwischen Heiterkeit und ernsthaften Momenten, die auf dem schmalen Grat zwischen Romantik und Kitsch balancieren, die treffend gespielten und inszenierten Nebenfiguren (allen voran die beiden Sidekicks Frederick Lau und Nora Tschirner, aber auch Katja Riemann als exzentrische Schlagerdiva, die für Mark fast so etwas wie eine Art Mentorin in Liebesdingen wird) sowie die liebevolle Ausstattung. Ingesamt ist SMS FÜR DICH eine sehr gelungene romantische Komödie, die sich wahrlich nicht hinter den großen Vorbildern aus Übersee verstecken muss.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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