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Small Faces

Filmhandlung und Hintergrund

Den Tod in Hollywood, zumindest kommerziell, erlebte Gillies MacKinnon mit seiner Tragikomödie „Der Zufalls-Dad“. Mit seinem vitalen, dramatische wie komische Momente perfekt austarierenden Jugenddrama „Small Faces“, findet der Schotte zu vertrauten europäischen Wurzeln und alter Form zurück. Bleibt zu hoffen, daß sich dieses Comeback in Programmkinos auch mit gutem Besuch niederschlagen wird. Mit seiner dramatischen...

Im Glasgow des Jahres 1968 träumt der 13jährige Lex von Mädchen, sein Bruder Alan von der Kunst und der älteste, aggressivste MacLean Bobby von seiner Gang. Doch grober gefährlicher Unfug des Jüngsten reißt die Familie in einen Bandenkrieg und Lex aus den glücklichen Tagen einer bislang noch weitgehend unbeschwerten Kindheit.

Im Glasgow der 68er Jahre spürt man von Flower Power herzlich wenig. In der trostlosen Stadt liefern sich Gangs grundlos wilde Schlachten und mitten drin steht der 13jährige Lex. Mehr oder weniger versehentlich schießt Lex mit der Luftpistole seines Bruders Billy auf den Anführer der Tongs und flüchtet sich zu den Cumbie, die den Jungen auszunutzen wissen. Auf der Suche nach sich selbst ist Lex zwischen den zwei Extremen seiner Brüder hin- und hergerissen. Er lernt Billys dunkle Seite kennen, ist aber auch von der Malerei seines Bruders Allen begeistert.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Den Tod in Hollywood, zumindest kommerziell, erlebte Gillies MacKinnon mit seiner Tragikomödie „Der Zufalls-Dad“. Mit seinem vitalen, dramatische wie komische Momente perfekt austarierenden Jugenddrama „Small Faces“, findet der Schotte zu vertrauten europäischen Wurzeln und alter Form zurück. Bleibt zu hoffen, daß sich dieses Comeback in Programmkinos auch mit gutem Besuch niederschlagen wird.

    Mit seiner dramatischen Dorfromanze „Die Playboys“ hatte McKinnon 1992 ein sehenswertes Regiedebüt abgeliefert und durch die Hollywood-Connection seiner Stars Robin Wright und Aidan Quinn nahezu mühelos ein Studioprojekt mit Steve Martin an Land gezogen. Daß diese Auftragsarbeit dann im Kommerzstrudel der kalifornischen Filmflut unterging, darf als „A Simple Twist Of Fate“ (O-Titel von „Der Zufalls-Dad“) gewertet werden. Eine Fügung des Schicksals, die ihn zusammen mit Billy MacKinnon das Drehbuch zu einer Low-Budget-Produktion schreiben ließ, die mit namenlosen, unverbrauchten und mit dem Schauplatz harmonierenden Darstellern die Geschichte einer Jugend im Glasgow des Jahres 1968 erzählt. Eine oft gesehene, aber auch hier nicht abgenutzte Geschichte vom Orientierungsverlust und Schmerz des Erwachsenwerdens. Gesehen aus der Perspektive des 13jährigen Lex MacLean (Ian Robertson), der mit seinen Brüdern, dem verträumten Künstler Alan (Joseph McFadden) und dem verkorksten Maniac Bobby (J.S. Duffy), um einen Platz in der Welt der Erwachsenen kämpft. Humorvoll eröffnet MacKinnon seinen mit satten Farben und realistischen Bildern fotografierten Film. Doch als Lex durch Gangmitglied Bobby an eine Pistole kommt und übermütig den Führer einer gefürchteten rivalisierenden Gang als Zielscheibe benutzt, kocht ein hitziger Bandenkrieg auf, den die MacLean-Familie mit Angst und Tod bezahlen muß. Mit einer der längsten Schwarzblenden der jüngeren Filmgeschichte betont MacKinnon die tragische Zäsur dieses Verlustes und findet auch anderen Ortes immer wieder Bilder, die sich ins Gedächtnis eingraben. Daß er den aussagekräftigsten Teil in ein Filmtheater verlegt, in dem der verwirrte Lex inmitten ausgelassen lachender junger Gesichter noch einmal Kind sein darf, unterstreicht nicht nur die emotionale Macht des Kinos, sondern auch den Ort, wo „Small Faces“ am besten aufgehoben sein wird. kob.
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