Filmhandlung und Hintergrund

Eindrucksvolle Doku über zwei unkonventionelle Afrikanerinnen in juristischen Würden, die auf Konfrontationskurs gehen.

In Kumba, einer kleinen Gemeinde im Südwesten Kameruns, arbeiten die Richterin Beatrice Ntuba und die Staatsanwältin Vera Ngassa. Sie treten für Frauen ein, die Opfer von Gewalttaten wurden und haben damit keinen leichten Stand in dem zurückgebliebenen muslimischen Dorf. Doch mit Einfühlsamkeit gegenüber den Opfern und Bestimmtheit gegenüber den mutmaßlichen Tätern erkämpfen sie sich den Respekt der Einwohner: Sei es bei Verhandlungen über Misshandlungen von Kindern, Vergewaltigungen oder Gewalt in der Ehe.

Ein Plädoyer für Gerechtigkeit in einem abgefeimten Patriarchat haben Kim Longinotto und Florence Ayisi mit ihrer Doku erreicht, die den Einzug rechtsstaatlicher Errungenschaften in jahrhundertealte Traditionen schildert: Trotz Repressionen setzt ein Umdenken ein.

In der Kleinstadt Kumba in Kamerun im Westen Afrikas bekleidet Beatrice Ntuba das Amt einer Richterin, während Vera Ngassa dort als Staatsanwältin fungiert. Die beiden widmen sich mit ebenso viel Mut wie Tatkraft ihrem gemeinsamen Spezialgebiet: nämlich der juristischen Verfolgung jeder Form von Gewalt gegen Frauen und auch Kinder. Eine höchst heikle Mission: denn die patriachisch geprägte Gesellschaft nährt sich aus dem dortigen Einfluss bestimmter Auslegungen der islamischen Religion.

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Darsteller und Crew

  • Vera Ngassa
    Vera Ngassa
  • Beatrice Ntuba
    Beatrice Ntuba
  • Kim Longinotto
    Kim Longinotto
  • Florence Ayisi
    Florence Ayisi
  • Oliver Huddleston
    Oliver Huddleston
  • D'Gary
    D'Gary

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sisters In Law: Eindrucksvolle Doku über zwei unkonventionelle Afrikanerinnen in juristischen Würden, die auf Konfrontationskurs gehen.

    Kim Longinotto („The Day I Will Never Forget“), bekannt für engagierte Filmthematiken, und Florence Ayisi, selbst aus dem betreffenden afrikanischen Städtchen stammend, teilten sich die Regie zur mehrfach preisgekrönten Dokumentation von 2005. Die in dreimonatiger Drehzeit mitverfolgten Fälle reichen in juristischer Dimension vom Vorwurf Häuslicher Gewalt bis zu dem der Vergewaltigung. Während hier die Ahndung schwierig ist, sind in Kamerun zugleich „Hexerei“ und Homosexualität tatsächlich noch strafbar.

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    Kino.de Redaktion  

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