Simon Birch

  

Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomödie über eine Jungenfreundschaft mit dem intelligenten, zwergwüchsigen Simon Birch.

Ein Junge, dem von seiner Mutter die Identität des Vaters verschwiegen wird, erzählt die Geschichte seiner Freundschaft mit dem hochintelligenten, zwergwüchsigen Simon, der von seinen Eltern ignoriert wird und Autoritätsfiguren wie den Pastor mit frühreifen Fragen nach Gott und Glauben in Rage versetzt. Simon läßt sich von niemanden einschüchtern und ist überzeugt, daß Gott einen Plan für ihn hat.

Simon Birch wird mit einem genetischen Defekt geboren, er wird nie größer als ein Dreijähriger werden, und sicher auch kein Methusalem. Sein Eltern können mit dem Knirps wenig anfangen, ernähren ihn, geliebt aber wird er von ihnen nicht. Sein bester Freund Joe und seine Familie bieten ihm aber ein wahres Zuhause. Simon ist davon überzeugt, dass es eine Sinn hat, so klein zu sein, Gott hat ihn nicht umsonst als Zwerg geplant. Simon begeht mit seinem Freund, der auf der Suche nach seinem wahren Vater ist, noch so manche Dummheit, bevor er beweisen kann, dass er ein Held ist.

Aufgrund eines genetischen Defektes muss Simon Birch sein Leben lang ein Zwerg bleiben. Auf der Suche nach dem Sinn seines Daseins erhält er Unterstützung von seinem Freund Joe, der seinerseits auf der Suche nach seinem wahren Vater ist. Berührende Geschichte eine Jugendfreundschaft, für die Regie-Novize Mark Steven Johnson den John-Irving-Roman „Owen Meany“ adaptierte.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Simon Birch: Tragikomödie über eine Jungenfreundschaft mit dem intelligenten, zwergwüchsigen Simon Birch.

    Es ist kein leichter Stoff, den sich Regienovize Mark Steven Johnson, der bisher als Drehbuchautor von „Ein verrücktes Paar“ und dessen Sequel von sich reden machte, für sein Debüt ausgesucht hat. Bisherige John-Irving-Adaptionen wie „Garp - und wie er die Welt sah“ und „Hotel New Hampshire“ taten sich bereits nicht leicht, den extravaganten und nuancierten Ton des Autoren auf Zelluloid zu übersetzen. „Simon Birch“, von Irvings Roman „A Prayer for Owen Meany“ inspiriert, konzentriert sich lediglich auf einen Ausschnitt der Vorlage (das zentrale Thema des Vietnamkriegs wird hier völlig ausgeklammert - daher die von John Irving verlangte Titeländerung und der Ausdruck „inspiriert“) und dürfte von einem Teil des Kinopublikums als herzerwärmende und inspirierende Tragikomödie angesehen werden, während andere das allemal liebevoll erzählte Melodram als saccharinsüßes sentimentales Schnulzenstück abtun werden.

    Seinen Ausgang und Ausklang nimmt das Coming-Of-Age-Drama mit einem Friedhofs-Kurzauftritt am Grabstein der Titelfigur von Jim Carrey, für dessen übliche Gage von 20 Mio. Dollar der gesamte Film realisiert wurde. Carrey erzählt aus dem Off die rührende Geschichte von Freundschaft, Gottesfürchtigkeit und Vorbestimmung, die sich im Jahre 1964 in einem idyllischen Städtchen in New England zuträgt. Als damals Zwölfjähriger („Jurassic Park“-Kid Joseph Mazello) verbindet ihn mit dem zwergenwüchsigen Simon Birch (Ian Michael Smith) eine tiefe Freundschaft, da beide von ihrer Umgebung als Außenseiter angesehen werden. Der Erzähler ist ein unehelicher Junge, dem von seiner Mutter (Ashley Judd) die Identität des Vaters verschwiegen wird. Der hochintelligente Simon hingegen wird von seinen Eltern völlig ignoriert und versetzt Autoritätsfiguren wie den Pastor (David Strathairn, der bereits in „Am wilden Fluß“ mit Mazello vor der Kamera stand) mit frühreifen Fragen nach Gott und Glauben in Rage. Simon läßt sich allerdings von niemanden einschüchtern und ist überzeugt, daß Gott einen Plan für ihn hat und er eines Tages ein Held sein wird.

    Die beiden jugendlichen Darsteller schlagen sich wacker in ihren anspruchsvollen Rollen, wobei sich Mazello bereits in dem Aids-Drama „Mississippi - Fluß der Hoffnung“ auf zumindest teilweise ähnlichem Terrain mit schwerwiegenden Themen wie Verlust und Trauer und Fragen nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzte. Bei der Inszenierung schleichen sich einige sentimentale Schwerfälligkeiten ein, die vom bombastischen Score bisweilen ungünstig betont werden. Dabei gelingt dem Regisseur sonst eine recht gelungene Gratwanderung, wenn er der weitgehend ernsten Moritat z. B. eine slapstick-artige Weihnachtsspielaufführung entgegensetzt. Insgesamt kommt „Simon Birch“ trotz vieler Tugenden und schöner momente allerdings nicht gegen den inhaltlich durchaus ähnlichen „The Mighty“, der genau dann vor Inspiration strotzt, wenn Johnsons Inszenierung umständlich wirkt. ara.

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