Diane Lane steigt bei Watergate-Drama "Felt" ein

Kino.de Redaktion  

Die Watergate-Affäre, über den systematischen Missbrauch von Regierungsvollmachten in den Jahren 1969-1974, besiegelte nicht nur das politische Ende des republikanischen US-Präsidenten Richard Nixon, sie stellt bis heute eine ungebrochen Inspirationsquelle für Filmemacher dar. In dem Spionage-Drama Felt des Drechbuchautoren und Regisseurs Peter Landesman (Parkland – Das Attentat auf John F. Kennedy) wird Diane Lane (Man of Steel) die Eherfrau von Liam Neeson (Run All Night) spielen, der wenige Tage zuvor offiziell für den Film bestätigt wurde.

Liam Neeson wird in Felt Special-Agent Mark Felt verkörpern, den Mann, der möglicherweise die mysteriöse Quelle und Anstoß für die Journalisten war, um jene Nachforschungen anzustellen, die nach ihrer Veröffentlichung zum Sturz von Nixon führten. Die Rolle Neesons dürfte diesmal aber weitaus weniger Action-lastig ausfallen, als man es bei ihm oft gewohnt ist – beispielsweise aus den Filmen der Taken-Reihe. Diane Lane wird nächstes Jahr sowohl in der Komödie Bonjour Anne zu sehen sein, als auch in der Rolle von Martha Kent – Supermans irdischer Mutter – in Batman v Superman: Dawn of Justice zurückzukehren. Neeson wird in 2016 in Martin Scorseses Silence in der Rolle eines Jesuiten-Priesters zu sehen sein, als auch in dem Kriegsdrama Operation Chromite, in dem er General Douglas MacArthur verkörpert; und im Fantasy-Drama A Monster Calls, der bei uns am 5. Januar 2017 anläuft, schlüpft er sogar in die Rolle des Monsters.

Die Watergate Affäre – ein Triumph des investigativen Journalismus

Benannt ist die sogenannte Watergate-Affäre nach dem gleichnamigen Gebäudekomplex im Zentrum Washingtons. Anfang der 1970er Jahre befand sich dort die Zentrale der Demokratischen Partei. In der Nacht zum 17. Juni wurden von der Polizei, die zuvor von einem Wachmann verständigt worden war, fünf Einbrecher verhaftet. Die Männer hatten versucht, dort versteckte Abhöreinrichtungen anzubringen. Diese Tat wurde unmittelbar mit der im November 1972 anstehenden Präsidentschaftswahl in Verbindung gebracht, in der Amtsinhaber Richard Nixon beabsichtigte wiedergewählt werden. Die folgenden Ermittlungen des FBI deuteten nun sogar daraufhin, dass sich die Verantwortlichen für den Einbruch unter den Reihen der Mitarbeiter und des Wahlkomitees des Präsidenten befanden. Nixon wurde zwar wiedergewählt, doch die Enthüllungen nahmen kein Ende. So wurde bekannt, dass bereits in den Jahren zuvor und mitunter auf direkte Anweisung des Weißen Hauses solche Amtsmissbräuche immer wieder stattgefunden hatten.

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Ab März 1973 dominierte das Thema die öffentliche Berichterstattung. Und die US-Bürger erfuhren vom gesamten Ausmaß des Skandals. Trotz des stetig wachsenden Druckes auf Nixon, zur vollständigen Aufklärung der Affäre beizutragen, der Justiz und den Ausschüssen des Kongresses Rede und Antwort zu stehen, weigerte sich aber dieser zu kooperieren. Diese Haltung und die Versuche, die Ermittlungen zu behindern, lösten eine tiefgreifende Verfassungskrise in den USA aus und veranlassten letztendlich das Repräsentantenhaus, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Nixon einzuleiten. Am 9. August 1974 trat dieser als Präsident zurück. Die Watergate-Affäre gilt als grandioser Triumph des unabhängigen investigativen Journalismus und der Pressefreiheit. Die "Washington Post" und die Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein wurden für ihren aufklärerischen Beitrag und ihre vorbildhafte Berichterstattung mit dem Pulitzer-Preis geehrt.

(Bild: Kurt Krieger)

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