Sehnsüchtig

  1. Ø 2
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Sehnsüchtig: Romantischer Thriller um einen Geschäftsmann, der besessen die Spuren seiner verlorenen großen Liebe verfolgt.

Zwei Jahre, nachdem sie nach der ersten Liebesnacht spurlos aus seinem Leben verschwand, glaubt Investmentbanker Matthew (Josh Hartnett), seine Verflossene Lisa (Diane Kruger aus „Troja„) in einem Restaurant in Chicago wieder erkannt zu haben. Obwohl er eigentlich dringenden Geschäftsterminen nachkommen müsste und obendrein glücklich verheiratet ist, lässt Matthew das Geschehen nicht mehr los. Er folgt dem Phantom geradewegs in ein verschlungenes Abenteuer.

Hitchcock

Lisa war Matthews große Liebe, bis sie mysteriös aus seinem Leben verschwand. Als er sie in einem Lokal wiederzuerkennen glaubt, folgt er besessen ihren Spuren. Sie führen zu einer Fremden und schließlich zu einer gemeinsamen Nacht. Doch Matthews Gedanken kreisen nur um Lisa, während sein One Night Stand tiefe Gefühle empfindet. Es ist eines von vielen Geheimnissen um das Rätsel Liebe.

Matthew hat in der Tänzerin Lisa seine große Liebe gefunden, gesteht ihr, dass er für immer mit ihr zusammen bleiben möchte. Doch am nächsten Tag ist Lisa verschwunden. Zwei Jahre später, bei einem wichtigen Geschäftsessen, glaubt er in einer jungen Frau, die das In-Lokal überhastet verlässt, Lisa wiederzuerkennen. Ein letztes Mal noch versucht er sie zu finden. Dabei trifft er auf eine geheimnisvolle, scheinbar gut informierte Unbekannte, die vorgibt, ihm bei seiner Suche helfen zu wollen. Verzweifelt nimmt er deren Hilfe an.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Um Gangster Nr. 1 dreht sich der zweite, um Lover Nr. 1 der vierte Spielfilm des Schotten Paul Mc Guigan. Von drei Frauen geliebt, taumelt Hollywood-Herzensbrecher Josh Hartnett („Pearl Harbor“) in ein Abenteuer um Leidenschaft, Verrat und Geheimnisse, das mit dramaturgischer Originalität und Emotionalität als ideales Date-Movie ein großes Publikum verdient.

    Selbiges hätte man auch dem Vorbild, Gilles Mimounis rauschhafter Amour fou „Lügen der Liebe“ gewünscht, die Monica Bellucci und Vincent Cassel erstmals zusammenführte, aber nicht den Weg in die deutschen Kinos fand. Der Sog und die Intensität dieses von Thierry Arbogast bestechend fotografierten Erstlings bleibt unerreicht, aber McGuigan und seinem Drehbuchautor Brandon Boyce gelingt dennoch eine amerikanisierte Version, die die komplexe Struktur des Originals weitgehend beibehält, die mit dem Geheimnis ihrer Geschichte fesselt und am Ende zur Musik von Coldplay niemanden kalt lässt. Einziges Defizit ist Josh Hartnett, der als verträumter Schüchterner auf dem Leidenschaftsbarometer Cassels Spitzenwerte nicht erreicht. Dafür sieht er besser aus, was ein wesentlicher Faktor für das Publikum, aber auch für die Geschichte ist, die sich bei mehreren Figuren um das Thema Spontanattraktion und Obsession dreht.

    Hitchcock-Motive um Besessenheit und Voyeurismus schwingen auch in McGuigans Version mit, die von der zerstörerischen Macht, von den Verletzten der Liebe erzählt und dennoch die Sehnsucht danach mit allen Mitteln unterstreicht. Auf der Gegenwartsebene steht Hartnetts Geschäftmann Matthew unmittelbar vor seiner ersten Ehe und einem Businesstrip nach Asien, als er in einem Restaurant namens „Bellucci’s“ (!) seine große Liebe Lisa (stiftete schon in „Troja“ Chaos: Diane Kruger) an der Stimme zu erkennen glaubt, sie aber unmittelbar danach verschwindet, bevor er sie identifizieren kann. Von dem schicksalshaften Fast-Kontakt erzählt er einem alten Freund (Matthew Lillard), der glaubt, selbst gerade die Liebe gefunden zu haben, und beginnt, den Spuren der Unbekannten zu folgen. Sie führen ihn zum vermeintlichen Apartment Lisas, das aber von einer Fremden bewohnt wird. Im Original ist sie eine suizide, verstörte, von Romane Bohringer gespielte Figur, hier eine vereinsamte, von Rose Byrne berührend verkörperte Großstadtpflanze, die sich die Chance nicht nehmen lässt, als das Licht zufällig durch ihre Türe tritt. Zumindest für sie hat der One Night Stand emotionale Folgen, während Matthews Gedanken ausschließlich um Lisa kreisen, die unerklärlich für ihn, für immer aus seinem Leben verschwand.

    Das dahinter verborgene Geheimnis verbindet mehrere Figuren des Films und wird häppchenweise preisgegeben, während „Sehnsüchtig“ versucht, zwischen Vergangenheit und Gegenwart surfend, eine Liebe für die Zukunft zu finden. Und wenn das schließlich passiert, sind sich Glück und Enttäuschung so nah wie Sehnen und Sucht. kob.

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