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Seed

   Kinostart: 22.11.2007
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Filmhandlung und Hintergrund

Schonungsloser Horrorfilm von Deutschlands umstrittesten Regieexport Uwe Boll.

Der verurteilte Massenmörder Max Seed (Will Sanderson) soll in Seattle 1972 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden. Seine Drohung, wiederzukehren, wird auf grausige Weise wahr: Nach drei erfolglosen Versuchen, ihn mit 15.000 Volt umzubringen, erklären ihn Wärter Wright (Ralf Moeller), der Henker (Michael Eklund) und der Arzt Dr. Wickson (Andrew Jackson) für tot - obwohl ihm die Begnadigung zustünde. Lebendig begraben, kämpft sich der schwer verletzte Seed an die Erdoberfläche, um Rache zu nehmen.

Inspiriert von einem wahren Fall lotet Videogame-Adapteur und Kino-Extremist Uwe Boll („Postal„, „Alone in the Dark„) die Grenzen körperlicher und seelischer Gewaltdarstellung aus, wenn er eine radikale Story als knallharten Horror-Film umsetzt.

Ein Tierschützer-Video mit Hundeverstümmelungen in detailfreudiger Großaufnahme als Ouvertüre für einen Serienkiller-Amoklauf. Später sichten Polizisten ein Video, das von dem Täter stammt. Auf dem Film verhungert eine Ratte, verwest im Zeitraffer, wird von Maden zerfressen. Als nächstes in demselben Kellerraum: Ein Hund stromert herum, winselt, bekommt nichts zu trinken, Tod, Verwesung, Maden. Als nächstes: Ein Säugling. Krabbelt herum, schreit, kriegt keine Milch. Der wird doch nicht, denken die Cops. Er wird. Und es wird noch mehr.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seed: Schonungsloser Horrorfilm von Deutschlands umstrittesten Regieexport Uwe Boll.

    Deutschlands umstrittener Regieexport Uwe Boll („Postal“, „Schwerter des Königs“) entdeckt ausgerechnet auf der Suche nach dem maximalen Skandal die Kraft der Ruhe und gibt mit diesem Slasher-Horror den Zartbesaiteten eins auf die Zwölf. Don’t say you weren’t warned.

    Mit allein neun Filmen seit 2005 zählt Uwe Boll sicherlich zu den fleißigen Filmkreativen der Gegenwart. Doch finden seine Computergame-Adaptionen und Vampir-Epen selten den Beifall der damit anvisierten Kreise. Im Gegenteil: Kaum ein Regisseur muss sich für sein Werk von Fans wie Feuilleton in gar nicht mehr so seltener Einmütigkeit ähnlich hämisch verunglimpfen lassen wie Boll. Deshalb hat der Ex-Boxer aus Wermelskirchen zuletzt ein paar Internet-Kritiker seine Fäuste im Boxring schmecken lassen. Doch weil das nicht reicht und zu wenige trifft, will er uns allen weh tun. Und zwar mit einem Film, wie sich das gehört.

    Die böse Zunge behauptet, dass habe er ja immer schon getan. Diesmal aber meint weh tun: Verletzen, verstören, traumatisieren. So wie in „Irreversible“, den Boll gesehen haben muss, oder wenigstens sein Effektzauberer Olaf Ittenbach. Doch hat einer wie Boll überhaupt das Zeug dazu, abgebrühten Genrefans eins überzubraten? Die überraschende Antwort lautet: Ja. Schließlich stimmt die Motivation. Der blanke Hass schlägt dem Zuschauer entgegen. Es beginnt mit Hundeverstümmelungen in detailfreudiger Großaufnahme, PETA-Material zur maximalen Schockwirkung, hier aus dem Zusammenhang gerissen als Ouvertüre für einen Serienkiller-Amoklauf. Später sehen Polizisten ein Video. Es stammt von dem Täter. Auf dem Film verhungert eine Ratte, verwest im Zeitraffer, wird von Maden zerfressen. Als nächstes in demselben Kellerraum: Ein Hund stromert herum, winselt, bekommt nichts zu trinken, Tod, Verwesung, Maden. Als nächstes: Ein Säugling. Krabbelt herum, schreit, kriegt keine Milch. Der wird doch nicht, denken die Cops. Denkt der Zuschauer. Er wird. Und es wird noch mehr, in diesem Sinne.

    Die Geschichte ist simpelste Slasher-Formel, passend auf den Rand eines Bierdeckel. Ein kranker Killer ist nicht totzukriegen. Wie Boll die Sache umsetzt, weicht ab von der Formel und auch dem, was Boll bisher lieferte. Diesmal gibt es kein unpersönliches Tempogebolze, statt dessen schon mal fünf Minuten durchgehend eine einzige Einstellung. Schließlich sollen wir Brutalität erleben, als ob wir selbst daneben säßen, dafür braucht es weder Achterbahnkamerafahrt noch einen Schnitt inklusive Perspektivwechsel alle zwei Sekunden. Die Schauspieler, darunter Ralf Moeller und der B-Action-Veteran Michael Paré, spielen nicht besser als sonst in einem Boll-Film. Kein Wunder, sie sind ja nicht wütend. Aber es schadet weniger als sonst, zumal der Held ohnehin ein wortkarger Maskenmann ist (und Moeller bald den Abschied einreicht). Die Effekte sind, wie immer bei Ittenbach, technisch erste Sahne. Phasenweise sieht es aus wie ein Snuff Movie, das soll es auch, und man darf gespannt sein, was die Zensur davon übrig lässt. Könnte sein, das Boll hiermit ein Schritt Richtung Akzeptanz gelungen ist. Allerdings nur in Teilen jener Szene, die für Filme wie diesen zuständig ist. Bester Boll bisher. Alle anderen trifft „Seed“ mit voller Wucht als das, was er neben makabrer Zerstreuung in vielerlei Hinsicht auch ist: kalt kalkulierte Körperverletzung. ab.

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    Kino.de Redaktion  
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