Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg

  1. Ø 5
   2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg: Die wahre, dramatische Geschichte des Rennpferds Seabiscuit, das in den dreißiger Jahren eine ganze Nation in den Bann zieht.

Der Mustang „Seabiscuit“ neigt zum Müßiggang und hält lieber ein Schläfchen zwischen den Mahlzeiten, statt ein Rennpferd zu werden, wie sich das sein Besitzer, der Geschäftsmann Charles Howard (Jeff Bridges), erträumt hatte. Howard glaubt dennoch an Seabiscuits Talent und weil er in der großen Depression ein paar Dollar gut gebrauchen könnte, engagiert er einen halbblinden Preisboxer (Tobey Maguire) als Jockey und einen mit allen Wassern gewaschenen Rodeoreiter (Chris Cooper) als Trainer. Das Resultat kann sich sehen lassen.

Basierend auf einer wahren Geschichte aus den 30ern, die die US-Nation bewegte, erzählt Regisseur Gary Ross („Pleasantville„) eine faszinierende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Willensstärke.

Amerika in den dreißiger Jahren: Geschäftmann Charles Howard ist überzeugt, dass sein Pferd Seabiscuit das Zeug zu einem Rennpferd hat. Gemeinsam mit einem halbblinden Preisboxer und einem Rodeoreiter macht er sich an die Arbeit, um aus Seabiscuit einen Favoriten zu machen. Mit erstaunlichem Erfolg.

Drei Menschen und ein Pferd namens Seabiscuit und wie es ihr Leben verändert: Der Besitzer Charles Howard, reich geworden als Autohändler, an der Seele verletzt seit dem Tod seines Sohns und der darauffolgenden Scheidung. Dann der Trainer, Tom Smith, ein Pferdeflüsterer, ein einsamer Cowboy, dem Stacheldraht und geteerte Überlandstraßen die Freiheit genommen haben. Und schließlich der Jockey, Red Pollard, auf einem Auge blind, Teilzeitboxer, belesen und innerlich zerbrochen, seitdem ihn seine Familie in jungen Jahren verlassen hat.

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Kritikerrezensionen

  • Das legendäre Rennpferd Seabiscuit wurde während der dreißiger Jahre für die US-Nation zum geliebten Volkssymbol, das ihr mit seinem gegen alle Chancen vollbrachten Siegeszug inspirierende Hoffnung während der Depressionsära verlieh. Klein, ungraziös und ehemals eine Enttäuschung auf der Rennbahn, avancierte es zum enthusiastisch gefeierten Sieger und verkörperte damit die Verwirklichung des amerikanischen Traums vom unverwüstlichen Underdog, der das beste aus seiner zweiten Chance im Leben macht. Diese Beschreibung trifft auch für den Besitzer (Jeff Bridges), den Trainer (Chris Cooper) und den Jockey (Tobey Maguire) von Seabiscuit zu, und basierend auf dem erfolgreichen Tatsachenroman von Laura Hillenbrand entwirft Regisseur Gary Ross („Pleasantville“) nicht nur ambitioniert ihr bewegendes Schicksalsporträt, sondern versucht damit auch die damalige Verfassung eines ganzen Volkes widerzuspiegeln.

    Ross zeigte bei seinem Debüt „Pleasantwville“ wie auch bei seinen Drehbüchern („Big“, „Dave“, „Mr. Baseball“ oder „Lassie“), stets eine Affinität zu verträumtem Idealismus. Seine gewohnte nostalgische Verklärung von ehrbarer Moral erweist sich bei seiner „Seabiscuit“-Adaption als perfektes Attribut, um ein authentisches Zeitgefühl zu beschwören. Optisch wird dies vom makellosen Produktionsdesign und den zeitgemäßen Kostümen unterstrichen, die mit ebensolcher Perfektion von Kameramann John Schwartzmann auf Film gebannt wurden . Ross, der einen Cameo-Auftritt als Rennbahnansager absolviert, hält sich insgesamt eng an den Roman und baut sein Drama in drei Akten auf. Begonnen wird mit einer Montage von Schwarzweiß-Fotografien der Depressionszeit und einem erläuternden Off-Kommentar des Historikers David McCullough. Anschließend werden leicht episodenhaft der wohlhabende Selfmademan Charles Howard (Bridges mimt wie in „Tucker“ einen sympathischen Autobauer), der menschenscheue Pferdeflüsterer Tom Smith (Oscar-Gewinner Cooper grauhaarig und wortkarg) und der in Literaturklassikern belesene Jockey und Gelegenheitsboxer Red Pollard („Spider-Man“ Maguire als renitenter Rotschopf) eingeführt. Alle drei sind gebrochene Figuren. Howard muss den Unfalltod seines Sohns und seine folgende Scheidung verarbeiten, Smith verliert seinen Job als Cowboy und wird zum Drifter, und Jockey Pollard ist in jungen Jahren von seiner Familie verlassen worden und versucht seinen Schmerz in Boxkämpfen auszuleben. Nachdem die drei über den – zunächst ebenso wie Red verbitterten und unbezähmbaren – Seabiscuit zusammenfinden, wird mit atemberaubenden Rennbahneinlagen der phänomenale Aufstieg des Teams geschildert. Dies gipfelt mit dem Sieg in dem Rennen gegen den Vollblut-Champion War Lord, der mit seinem steinreichen Besitzer von der Ostküste als Metapher für das kapitalistische Establishment des „Old Money“ steht. Ein etwas störender Fehlgriff in diesem Zusammenhang ist es, dass Ross diesem Höhepunkt nicht ganz erlaubt, sein volles Potenzial zu entfalten, indem er Montagen von der gebannt vor dem Radio sitzenden Nation gegenschneidet. Die folgenden Ereignisse, die einmal mehr die Parallelen zwischen Jockey Pollard und Seabiscuit ausführen, als beide verletzt werden und mit unglaublicher Willensanstrengung nochmals zum Sieg reiten, wirkt im Anschluss fast nur noch wie eine Coda.

    Für willkommenen Humor sorgt der stets zuverlässige William H. Macy als schillernder Radioansager „Tick Tock“ McGlaughlin, während der Kentucky-Derby-Gewinner George Stevens in seinem Filmdebüt eine gute Figur als Reds bester Freund und Kollege macht. Produktionstechnisch auf allen Ebenen exzellent realisiert, wird das Publikum sicherlich geneigt sein, gewisse kleine Mängel bei der Inszenierung zu übersehen. Im Pferde vernarrten Deutschland (siehe „Der Pferdeflüsterer“, der vor fünf Jahren immerhin 4,2 Mio. Besucher in die Kinos lockte) wird das ohne große Sentimentalität auskommende Aufstiegsdrama mit großer Sicherheit an die Spitze der Charts galoppieren – und sich dort auch halten. ara.

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