Filmhandlung und Hintergrund

Es braucht nur wenige Filmminuten, um aus einer großen Frau ein Häufchen Elend zu machen. Eva Senn ist prominente Wissenschaftsjournalistin, sie schreibt Bücher, tritt im Fernsehen auf, hält Vorlesungen. Ihrem Mann ist der Rummel um ihre Person offenbar zuviel: Er trennt sich. Eva trinkt ein paar Gläser Wein zuviel, um noch Auto fahren zu können, und verliert ihren Führerschein. Doch all dies ist bloß Prolog für...

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Kritikerrezensionen

  • Es braucht nur wenige Filmminuten, um aus einer großen Frau ein Häufchen Elend zu machen. Eva Senn ist prominente Wissenschaftsjournalistin, sie schreibt Bücher, tritt im Fernsehen auf, hält Vorlesungen. Ihrem Mann ist der Rummel um ihre Person offenbar zuviel: Er trennt sich. Eva trinkt ein paar Gläser Wein zuviel, um noch Auto fahren zu können, und verliert ihren Führerschein. Doch all dies ist bloß Prolog für ein Drama ganz anderer Art: Eine kleine Unachtsamkeit genügt, um die Bilderbuchkarriere abrupt zu beenden.

    Thekla Carola Wied spielt beide Versionen restlos überzeugend. Der Höhenflug ist allerdings nur von kurzer Dauer und vor allem Voraussetzung, um die Hauptfigur um so tiefer stürzen zu lassen: Weil der Wagen ihrer kurz zum Einkaufen gegangenen Freundin (Carin C. Tietze) die Straße und damit gleich zwei Busse blockiert, will Eva das Auto aus dem Weg fahren. Dabei übersieht sie eine Fußgängerin. Der Wagen erfasst die junge Frau so unglücklich, dass sie querschnittsgelähmt ist. Die glanzvolle Karriere der Journalistin findet ein abruptes Ende: Für ihre Zeitung ist sie nun untragbar, für die Vorlesungen hat sie keine Kraft mehr. Zu allem Überfluss wird sie permanent von einem anonymen Anrufer terrorisiert, der sie bedroht, Kot in ihren Briefkasten steckt und ihr Auto demoliert. Helfer in der Not ist ein Anwalt (Jürgen Tarrach), der derart postwendend jedes Mal zur Stelle ist, dass Eva argwöhnt, er stecke hinter dem Psychoterror. Viel schlimmer aber plagen sie ihre Schuldgefühle, zumal Lea Freudner, das Mädchen im Rollstuhl (Effi Rabsilber), jede Hilfe ablehnt.

    Nils Willbrandt (Buch und Regie) konzentriert sich voll und ganz auf die Hauptfigur, so dass man ebenso wie Eva im Dunkeln tappt. Geschickt ist auch die Inszenierung des hilfreichen Anwalts, über dessen Motive man so lange rätselt, bis er selbst Opfer eines Anschlags wird. Und so mutiert das Drama mehr und mehr zum Krimi: Als Lea Freudner spurlos verschwindet und die Polizei mit ihren Ermittlungen nicht weiter kommt, muss Eva selbst recherchieren. Als sie die überraschende Identität des Anrufer herausfindet, schwebt sie prompt in Lebensgefahr. tpg.

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