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Schröders wunderbare Welt

Kinostart: 31.05.2007

Filmhandlung und Hintergrund

Satire um ein künstliches Tropenparadies im Dreiländereck Tauchritz.

Frank Schröder (Peter Schneider) fühlt sich dazu berufen, die Zukunft seiner vom Niedergang gezeichneten Heimatstadt Tauchritz zu retten. Die soll im deutsch-polnisch-tschechischen Dreiländereck mit einem gigantischen künstlichen Tropenparadies gesichert werden. Doch weder sein Firmenchef Gregory (Jürgen Prochnow), noch der eigene Vater Theo (Karl-Fred Müller), Bürgermeister des Ortes, wollen sich dafür begeistern. Schon droht das Projekt am Widerstand des Tschechen Janaçeck (Igor Bares) und anderen Rivalitäten zu scheitern.

Michael Schorr

Nach Tauchritz, ein Kaff im armen Dreiländereck, wo Deutschland, Tschechien und Polen aneinanderstoßen, will Frank Schröder frischen Wind bringen, indem er dort ein riesiges künstliches Tropenparadies aufbaut. Nicht nur müssen die skeptischen Anwohner von dem Projekt überzeugt werden, sondern auch ein großkotziger US-Investor.

In die Ödnis des armen Dreiländerecks um Tauchritz will Frank Schröder frischen Wind bringen, ausgerechnet durch ein riesiges künstliches Tropenparadies - Einzug der globalisierten Welt in die Weltabgeschiedenheit, wo bisher der Kreisverkehr ins Nichts führt. Der eher farblose Jungmann stößt bei seiner Rückkehr aus der Großstadt auf Skepsis, die Einheimischen sind den Fremden jenseits der Grenze nicht ganz grün, sein amerikanischer Großinvestor muss auch noch überzeugt werden, was schließlich bei einer Jagd gelingt.

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Kritikerrezensionen

  • Schröders wunderbare Welt: Satire um ein künstliches Tropenparadies im Dreiländereck Tauchritz.

    Nach „Schultze Gets the Blues“ treibt es Michael Schorr erneut in den wilden Osten, wo im Niemandsland des deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebietes die Träume von einem künstlichen Tropenparadies zerplatzen.

    An den Häusern hängen riesige Satellitenschüsseln, bei den Leuten von Tauchritz spielt sich das Leben im Fernsehen ab. In diese Ödnis des armen Dreiländerecks will Frank Schröder frischen Wind bringen, ausgerechnet durch ein riesiges künstliches Tropenparadies - Einzug der globalisierten Welt in die Weltabgeschiedenheit, wo bisher der Kreisverkehr ins Nichts führt. Der etwas farblose Jungmann (Peter Schneider) stößt bei seiner Rückkehr aus der Großstadt auf Skepsis, die Einheimischen sind den Fremden jenseits der Grenze nicht ganz grün, aber mit Geduld gelingt es ihm doch, deutsche, polnische und tschechische Verantwortliche zu überzeugen. Bleibt nur noch sein Chef, der amerikanische Investor, dem der „Lagunenzauber“ schmackhaft gemacht werden muss. Zur Begrüßung gibt’s ein Ständchen, den größten Kartoffelkloß der Welt, bunte Lichter und aufgekratzte Zuschauer. Nur will der Money-Mann (Jürgen Prochnow) unbedingt auf die Jagd gehen. Und als im Wald Wolfsgeheul erschallt, ist er nicht mehr zu halten. Ami get your Gun! Selten tummelte sich so viel skurriles Personal vor der Kamera - ein durchgeknallter Onkel sieht die schlesische Scholle durch fremde Mächte bedroht, Muttern haut überdimensionale Portionen auf die Teller, Oma weiß alles besser, die männlichen Familienmitglieder erholen sich von der Weibermacht beim Kräuterschnaps mit rustikalen Ritualen und an der Haltestelle fragen einige alte Damen, jeden, der sich dorthin verirrt, nach einer Zigarette. Tschechen, Polen und Deutsche kochen gerne ihr eigenes Interessen-Süppchen und bis zur Überwindung politischer, kultureller und mentaler Grenzen im Kopf ist es noch ein weiter Weg.

    „Schröders wunderbare Welt“ hätte ein wunderbarer 90-minütiger Film werden können mit seinen gezielten Gags, dem trockenen Humor und bitteren Witz, den bösartigen Anspielungen auf die Wirklichkeit mit Arbeitslosigkeit, Abwanderung und dem verrückten Projekt „Berzdorfer See“. Leider ziehen sich die 114 Minuten wie Kaugummi. Und wenn sich am Ende das Tempo steigert, ist es für den Zuschauer zu spät. mk.

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