Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimikomödie mit Corinna Harfouch und Michael Gwisdek in den Ermittlerrollen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schmidt & Schwarz: TV-Krimikomödie mit Corinna Harfouch und Michael Gwisdek in den Ermittlerrollen.

    Endlich wieder ein Film mit Michael Gwisdek und Corinna Harfouch: Das Ex-Ehepaar brilliert in einer großartig gespielten Krimikomödie.

    Gut ein Dutzend Mal haben Michael Gwisdek und Corinna Harfouch miteinander gearbeitet, das letzte Mal allerdings vor bereits 14 Jahren. Dabei führt „Schmidt & Schwarz“ nachdrücklich vor Augen, wie wunderbar diese Ausnahmeschauspieler einander ergänzen. Dass sie über zwanzig Jahre verheiratet waren, erweist sich gerade für diesen Film als Geschenk des Himmels: Obwohl sich Hauptkommissarin Carolin Schwarz und ihr Vorgänger als Leiter der Berliner Mordkommission, Paul Schmidt, erst zu Beginn der Geschichte kennen lernen, benehmen sie sich alsbald wie ein altes Ehepaar. Sieht man davon ab, dass sie sich als Ermittler beide auf ihr Bauchgefühl verlassen, haben sie nicht viel gemeinsam: Schmidt scheint all das zu verkörpern, was Schwarz verhasst ist. Das Titelpaar steht derart im Mittelpunkt der Handlung, dass es sich fast verbietet, von einer Krimikomödie zu sprechen. Es gibt zwar eine durchaus ernst zu nehmende Krimiebene, aber die ist immer wieder nur willkommener Vorwand für ein neues Verbalscharmützel zwischen Schmidt und Schwarz: Vor einigen Jahren ist ein keines Mädchen missbraucht und ermordet worden. Als zwei Männer ermordet werden, deuten alle Indizien darauf hin, dass die Mutter (Steffi Kühnert) Rache genommen hat. Allein Schwarz glaubt der Faktenlage nicht, und das sehr zum Unmut ihres Chefs (Michael Schweighöfer), für den der Fall ebenso klar ist wie für ihre unkooperativen Kollegen (Stephan Grossmann, Thomas Arnold). Schmidt geht derweil in allerlei skurrilen Verkleidungen einer ganz anderen Spur nach. Als Schwarz mit ihrem Latein am Ende ist, wendet sie sich hilfesuchend an ihren Vorgänger.

    Der Fall ist also durchaus interessant und mehr als bloß ein Alibi, um ein gemeinsames Vehikel für Gwisdek und Harfouch zu finden. Trotzdem lebt der Film von den Funken, die das Ex-Ehepaar versprüht. Die Dialogszenen wirken wie improvisiert, beruhen aber eins zu eins auf dem Skript, wie die Beteiligten versichern. Autorin ist Gabriela Gwisdek, die zweite Frau des Schauspielers; es ist ihr erstes Drehbuch, und angesichts der vielen überraschenden und gern skurrilen Einfälle folgen hoffentlich noch weitere. Umgesetzt hat es Jan Ruzicka („Die Frau des Frisörs„), ein Regisseur, der seine Darsteller immer wieder zu herausragenden Leistungen führt und Geschichten gern gegen den Genrestrich inszeniert; auch für diesen Film findet er eine ganz eigene Tonart. tpg.

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