Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Als die angesehene Hamburger Autorin Ruth Toma zu uns kam mit der Idee, die Geschichte eines schwer angeschlagenen Schlagerstars zu erzählen, dem das Gedächtnis abhanden gekommen ist und ebenso die Fähigkeit, sich ans gerade Vergangene zu erinnern, waren wir aus mehreren Gründen angetan. Zunächst einmal, weil uns mit Ruth Toma bereits eine freundschaftliche Zusammenarbeit über mehrere Filme hinweg verbindet – SOLINO, EMMAS GLÜCK, KEBAB CONNECTION – zum anderen, weil wir die Aussicht, eine Heils- und Heilungsgeschichte mit Musik zu erzählen, sehr verlockend fanden.

Im Verlauf der Stoffentwicklung entstand eine Tragikomödie über die unverhoffte Chance eines eitlen Mannes, noch einmal etwas Menschenwürdiges aus sich zu machen. Dabei lässt Ruth Toma ihren Figuren jederzeit die Würde und die Möglichkeit, uns zu überraschen. Mit unmerklicher dramaturgischer Raffinesse entwickelt sie ihr Personal zielsicher aus den Klischeefallen heraus. Der Zuschauer empfindet zunehmend Sympathie für die Figuren und steuert seine unermüdliche Hoffnung bei, es möge auch für die Gierigen und Dummen noch einen Ausweg zum Besseren geben.

Bilderstrecke starten(7 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Schenk mir dein Herz

Der Film entstand als Auftragsproduktion für den NDR, vertreten durch Jeanette Würl, mit der wir bereits bei GEGEN DIE WAND und UNDERDOGS vertrauensvoll zusammen gearbeitet haben. Dafür bedanken wir uns. Hinzu kam Andreas Schreitmüller von Arte, auch er ein Freund de Hauses, der außer bei den oben genannten noch EINE ANDERE LIGA und KEBAB CONNECTION mit zu verantworten hat.

Nicole Weegmann ist bekannt geworden durch ihre TV-Filme: WOLFSHEIM (2000, SWR), der Tatort ROMEO UND JULIA (SWR 2002/03) RABENKINDER (2004/05, SWR mit WDR), sowie den vielfach preisgekrönten IHR KÖNNT EUCH NIEMALS SICHER SEIN (WDR). An Nicole Weegmann gefiel uns ihr starkes Interesse für die Gefühlslagen ihrer Protagonisten. Und nicht zuletzt ihre Musikalität. Casting In einem frühen Stadium der Entwicklung gelang es, den Erzmusiker und glänzenden Bühnenunterhalter Paul Kuhn für unsere Zwecke zu gewinnen. Für Paul Kuhn ist der Film nach seinem Auftritt 1959 in dem Heinz Erhardt Film DRILLINGE AN BORD sein Leinwanddebüt als Hauptdarsteller, wozu er im Film sagt: „Und am Ende starten wir noch mal durch, obwohl wir keine Achtzig mehr sind.“

In der Band des Films ist das Musikalische – in Gestalt Paul Kuhns und des gleichaltrigen Bassisten Joe Sydow – präsent ist, während der Burgschauspieler Bernd Birkhahn an den Drums und Peter Lohmeyer (DAS WUNDER VON BERN, ZUGVÖGEL) als Schlagersänger für das Schauspielerische stehen. Die gegenseitige Unterstützung der Mitspieler – die Schauspieler halfen den Musikern beim Spiel, die Musiker den Schauspielern bei der Musik – schweißte die Gang so zusammen, dass auch ihr Zusammenspiel in Dialog und Musik davon profitierte. Ergänzt werden die Vier durch die ebenfalls mehr als respektabel singende Mina Tander (MARIA, IHM SCHMECKT´S NICHT), Catrin Striebeck (GEGEN DIE WAND), Hannes Hellmann (SPEER UND ER), sowie Louis Klammroth (DAS WUNDER VON BERN), der seit langem zum ersten Mal wieder mit seinem Vater zusammen spielt.

Die Herausforderung bestand einerseits darin, Alexander Ludwig, dem Megastar am Schlagerhimmel, glaubwürdige Hits auf den Leib zu schreiben, andererseits für seine Übergänge in die Welt von Heinrich Mutesius (Jazz & Swing) Brücken zu legen, die aus seinem eigenen musikalischen Hintergrund stammen und im vielschichtigen neuen Gewand glänzen sollen.

Hierbei hat Paul Kuhn Hand angelegt und uns mit frischen Kompositionen überrascht, die mit den Texten von BERND BEGEMANN ihre Songqualitäten zeigen konnten. Letzterer hat auch den Nummer-Eins-Hit SCHENK MIR DEIN HERZ von Alexander Ludwig beigesteuert, der zu Beginn des Films zu hören ist.

Von diesem Titel abgesehen, haben wir es im Film mit Swing Jazz zu tun, hochqualifizierter Easy Listening Musik, die weder den Zuschauer verstört, noch sich arrogant über das andere, Populäre, Schlagerhafte erhebt. Diese Nummern – im Wesentlichen ein Blues und ein Bossa Nova – hören wir In etlichen Szenen des Films, und beinahe immer „in echt“. Wir sind stolz darauf, dass die Darsteller nicht „zum Schein“ an Instrumenten hantieren, von denen sie noch nie gehört haben, sondern dass beinahe alle Töne, die zu hören sein werden, auch beim Drehen gespielt wurden. Dass die musikalische Authentizität erhöht wird, und dass dies besonders auf der Leinwand dem Filmerlebnis sehr zugute kommt, versteht sich von selbst.

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Fakten und Hintergründe zum Film "Schenk mir dein Herz"

    Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

    Kino.de Redaktion  

Kommentare