Scharfe Täuschung

Kinostart: 06.08.1998

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Filmhandlung und Hintergrund

Psychologischer, ein wenig unglaubwürdiger Krimi, inszeniert mit Sinn für stilistisches Flair und endlose Handlungswendungen.

Der zynische Millionenerbe Wayland wird von den Cops Kennesaw und Braxton mittels eines Lügentdetektortests zum Mord an einer Prostituierten befragt. Ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem kompulsiven Lügner, der sich rühmt, den Detektor täuschen zu können, und den beiden Cops beginnt, als Wayland Informationen über die dunkle Vergangenheit der Befrager auszupacken anfängt.

Der zynische, ebenso arrogante wie intelligente Millionenerbe Wayland wird des Mordes an einer Prostituierten verdächtigt. Deshalb muß er sich einem Lügendetektortest unterziehen. Doch im Verlauf des Verhörs stellt sich heraus, daß die beiden mit dem Interview beauftragten Polizisten ihrem Gegenüber hoffnungslos unterlegen sind. Wayland rühmt sich nicht nur, den Detektor täuschen zu können, er beginnt mit dem Duo ein teuflisches Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende er mehr über das Privatleben der Cops erfährt als ihnen lieb sein kann…

Psychologischer, ein wenig unglaubwürdiger Krimi, inszeniert mit Sinn für stilistisches Flair und endlose Handlungswendungen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Scharfe Täuschung: Psychologischer, ein wenig unglaubwürdiger Krimi, inszeniert mit Sinn für stilistisches Flair und endlose Handlungswendungen.

    Wie gelang es zwei Newcomern im Filmgeschäft, die sich nur auf ihr 1996 in Sundance positiv aufgenommenes Debüt „The Grave“ berufen konnten, renommierte Charaktermimen (etwa Ellen Burstyn als beinharte Gangsterchefin) für ihr Nachfolgeprojekt zu gewinnen? Mit einem wohl bereits im Erstling ausgewiesenen formalen Qualitätsanspruch und einem Krimistoff, der die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit diffus werden läßt und nicht nur Protagonisten, sondern auch Nebendarstellern Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Ohne die Vorab-Euphorie jedoch, die etwa das denkbare Vorbild „Die üblichen Verdächtigen“ seit der Vorführung in Cannes begleitete, steht das kommerzielle Schicksal des 1997 in Venedig weitgehend ignorierten Genrestücks nicht unter einem vergleichbar guten Stern.

    Handwerklich verrät „Scharfe Täuschung“ die beachtliche Reife der Zwillingsbrüder Jonas und Joshua Pate, die Drehbuch und Regie gemeinsam verantworteten. Trotz einer Zeitebenen und Perspektiven wechselnden Geschichte behält der Schnitt den Überblick, wirkt keine Kameraeinstellung beliebig, reflektieren elegante Bildübergänge die formale Ambition der Filmemacher. Größere Probleme bereitet die Story, die mit zunehmender Laufzeit gegen Unglaubwürdigkeit tendiert. Aber auch das Casting, das durch Zweifel an der Schuld der zentralen Figur ermöglichte Überraschungsmomente in Grenzen hält. Der auf Psychos abonnierte Tim Roth spielt den intelligenten und arroganten Millionärssohn Wayland, der des Mordes an einer Prostituierten verdächtigt wird und von zwei Cops (Michael Rooker, Chris Penn) mit einem Lügendetektortest aus der Reserve gelockt werden soll. Es entwickelt sich ein psychologisch und darstellerisch intensives, durch weitgehende Konzentration auf einen Schauplatz klaustrophobisch wirkendes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Manipulator Wayland die Machtverhältnisse umkehrt, die Integrität der Cops perforiert wird, die auf dramaturgischer Ebene erwünschte Spannung sich letztlich aber nicht einstellt. kob.

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