Sahara - Abenteuer in der Wüste

  1. Ø 3
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Sahara - Abenteuer in der Wüste: Unterhaltsame, actiongeladene Schatzsuche in der Sahara, nach den Romanen von Clive Cussler.

Auf der Suche nach einem am Niger verschollenen US-Unterseeboot aus Bürgerkriegstagen müssen der Abenteurer Dirk Pitt (Matthew McConaughey) und seine unerschrockene rechte Hand Al (Steve Zahn) zunächst die Urwaldärztin Dr. Eva Rojas (Penelope Cruz) vor den Häschern des regierenden Diktators General Kazim (Lennie James) retten. Und weil Kazim und sein Kompagnon, der kriminelle Industrielle Massarde (Lambert Wilson), soeben einen Anschlag auf die Menschheit planen, beschließen Pitt und seine Begleiter, das Einträgliche mit dem Ehrenwerten zu verbinden.

Eine kräftige Portion Selbstironie verleiht diesem von Hauptdarsteller McConaughey selbst produzierten Actionabenteuer in bester „Indiana Jones“-Manier den nötigen Schliff.

Während Abenteurer Dirk Pitt mit seinem Buddy Al im Auftrag der National Underwater Marine Agency in Mali auf der Suche nach einem im 19. Jahrhundert gestrandeten U-Boot ist, rettet er einer schönen Ärztin der Weltgesundheitsbehörde das Leben, die nach den Ursachen einer Seuche forscht. Gemeinsam nehmen sie es in den Bürgerkriegswirren mit dem Anführer der Milizen und einem französischen Industriellen auf.

Glücksritter Dirk Pitt reist zusammen mit seinem Partner Al nach Afrika, um einen vor der dortigen Küste im Jahr 1865 versenkten Goldschatz zu bergen. In Mali trifft er auf die attraktive Ärztin Eva Rojas, die die Ursache einer geheimnisvollen Seuche aufzuspüren versucht. Schnell entwickelt sich die Suche zu einer mörderischen Mission, denn sowohl der ruchlose Tycoon Massarde als auch General Kazim hetzen ihre Schergen auf sie. Und gerade als die Situation Spitz auf Knopf steht, macht Pitt eine verheißungsvolle Entdeckung.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In „Sahara“ wird dem totgeglaubten Abenteuerfilm wieder Leben ein gehaucht. Regisseur Breck Eisner hatte zuvor nur Werbespots und einige TV-Filme gemacht, trotzdem wurde ihm die Aufgabe übertragen diesen aufwendigen und technisch anspruchsvollen Film zu machen. Gedreht wurde er überwiegend in Marokko.

    Matthew McConaughey als Dirk Pitt erschafft einen sehr individuellen starken Charakter, der eigentlich fast zu schade nur für einen Film ist. Er stattet seine Figur mit viel Charme aus, der manchmal aber zu dick aufgetragen ist.

    Was im Vordergrund des Films steht, ist die Freundschaft zwischen Dirk und Al. Beide kennen sich seit dem Kindergarten und die Vertrautheit wird immer klar, wenn beide ohne viele Worte wissen, was in einer schwierigen Situation zu tun ist.
    Als Eva dazu kommt, ergänzen sich die Drei gut, ergeben ein Team. Sie wird nicht ausgeschlossen von den Männern, noch ist einer der Beiden auf den anderen eifersüchtig.

    Dirk ist ein getriebener, einer der nur Entspannung bei einem oder auch zwei Gläschen Tequilla findet. Er ist eine Mischung aus ruhelosem Abenteurer und Genussmenschen. Eva kontrastiert ihn wiederum, indem sie sich als engagierte Ärztin für das Wohl schwächerer Menschen einsetzt. Sie arbeitet viel, aber sie scheint sich auch mehr mit den ernsten Seiten des Lebens zu beschäftigen als Dirk es tut. Beide ergänzen sich dadurch gut.

    Al ist eine Figur, die ständig Witze reißt, was manchmal ein wenig zu viel ist. So wirkt sein Humor manchmal zu amerikanisch kalauernd. Trotzdem ist er eine sympathische Figur, die im Kontrast zu dem charmanten Dirk steht, der wohl so einige Frauen umhauen kann.

    So wie es den beiden Helden Dirk und Al immer wieder eine riesige Freude zu machen scheint, den Explosionen und gefährlichen Manövern zuzusehen oder sie selber auszuführen, so macht es auch Spaß ihnen dabei zuzuschauen. Die afrikanische Wüste bietet einen beeindruckenden Hintergrund dazu.

    Die historischen Bezüge, die der Film aufgreift, sind etwas zu verwirrend angelegt, so dass man manchmal Schwierigkeiten hat, die Zusammenhänge zu erfassen.
    Trotzdem macht es einfach Spaß diesen Film anzusehen, aber mehr auch nicht.
    Sehr zufällige Wendungen machen den Film „very-much-bigger-than-life“. Dirk ist immer zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort, auch mitten in einer riesigen Wüste, scheint er in Not geratende Menschen wie ein Spürhund zu finden.

    Einige Genres werden zitiert: die Szene in einer Schlucht, erinnert stark an Western, nur sind es keine Indianer, sondern Tuareg, die hinter den Felsen lauern und dann in Scharen auf die kleine Gruppe zuströmen.
    Nicht zu vergessen sind natürlich die Filme, die wohl am meisten Pate gestanden haben: die „Indiana Jones-Trilogie“ ist dabei ganz vorne zu nennen. Auch James Bond scheint manchmal nicht fern in den Szenen, wo ein geldgieriger Militär seine Energiekraftanlage vor den unfreiwilligen Eindringlingen verteidigen will.

    Fazit: "Sahara" ist ein schön aufwendiger, technisch perfekter Actionfilm, der ein längst vergessenes Genre, den Abenteuerfilm, wieder ausgegraben hat. Streckenweise mit etwas zu unrealistischen Wendungen und etwas plattem Humor.
  • Als großer Fan von Cusslers Romanen war Hauptdarsteller und Produzent Matthew McConaughey treibende Kraft bei der zwischen 80 und 100 Mio. Dollar teuren Produktion. Der Einsatz hat sich gelohnt. Nicht nur, dass McConaughey mit gefärbten Haaren, grünen Kontaktlinsen und beeindruckend durchtrainiert im Film das Kommando gibt und mit Begeisterung in die Fußstapfen von Errol Flynn tritt; „Sahara“ ist ein stimmiges Vergnügen, bei dem Ton und Tempo auf den Punkt getroffen sind. Nicht zuletzt dank der blendend guten Chemie zwischen McConaughey und Penelope Cruz, die anders als Monica Belluccis Ärztin in „Tränen der Sonne“ auf Lippenstift verzichtet, wobei deren Leinwandromanze bis zur letzten Einstellung warten darf.

    Vor den clever inszenierten Anfangscredits – zu klassischem Soulfunk streift die Kamera durch die vier Wände und über Erinnerungsstücke der Protagonisten und lässt sich genüsslich Zeit, sie auf diese Weise vorzustellen – geht der Prolog gleich mal mit einer explosiven Rückblende an: 1865 wird ein amerikanisches U-Boot namens „Texas“ vor der afrikanischen Küste versenkt, mitsamt einer Unmenge an Goldmünzen, die nunmehr Dirk Pitt (McConaughey) & Co. (Steve Zahn als Al Giordino) im Auftrag der National Underwater Marine Agency unter Leitung von William H. Macys „Admiral“ aufspüren wollen. Unterwegs rettet Pitt erst einmal einer schönen Ärztin (Cruz) der Weltgesundheitsbehörde das Leben, die nach den Ursachen einer Seuche forscht. Gemeinsam nehmen sie es dann in den Bürgerkriegswirren Malis mit einem afrikanischen Despoten und einem französischen Industriellen (Lambert Wilson wieder einmal als europäischer Bösewicht) auf.

    Für die komischen Momente sorgt dabei die Tatsache, dass Pitt – wie Cussler-Fans wissen dürften – permanent die Ausrüstung seines „Admirals“ riskiert und seinen Sidekick und Buddy seit dem Kindergarten stets die Rechnung bezahlen lässt. Gespielt von Steve Zahn, ist Letzterer der beste Freund, den ein Held haben kann: witzig, ironisch, mutig und unermüdlich. Mit ihm erlebt Pitt jede erwartbare Verfolgungsjagd zu See, zu Lande, auf Zügen, in Hubschraubern und auf Kamelen, jeden Zweikampf, jede Explosion und einen fabelhaften Showdown in einem gestrandeten U-Boot. Die bisweilen fehlende Logik (Wie ist zum Beispiel das U-Boot in den Niger geraten? Wie nimmt der Held nur mit einer Goldmünze gleich ein ganzes Auto auseinander, um sich zu befreien?) ist nicht störend – so enthusiastisch und mit stetem Augenzwinkern sind Regisseur und Cast bei der Sache, dass man ihnen gerne abnimmt, was immer sie da anstellen, und sei es lediglich um eines Running-Gags zwischen den Jungs und ihrem Admiral willen.

    Für die amüsanten Dialoge haben gleich vier Skripter Sorge getragen, was in diesem Fall ein erfreuliches Ergebnis und fabelhafte Oneliner zur Folge hatte, wie Steve Zahns „I’ll go for the bomb. You get the girl!“ in einer Szene, in der McConaughey mit einer Hand an einem Fabrikdach hängt. Dem Zuschauer gefällt, dass die Macher offensichtlich mit ebensoviel Spaß bei der Sache waren, wie ihn das Publikum hat – „Sahara“ ist purer Eskapismus, „Indiana Jones“ ohne Spießigkeit und Kalkulation, mit angenehm schmutizg-staubigen und sexy Schauwerten, und da es sich in erster Linie um eine britisch-spanische Koproduktion handelt, darf Pitt die Hilfe muslimischer Freunde entgegennehmen, was dem Film wohlklingende Zwischentöne verleiht. Auf die nächsten Filme dieses Teams darf man sich jetzt schon freuen. deg.

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