Safecrackers oder Diebe haben's schwer

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   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Safecrackers oder Diebe haben's schwer: Schrullige Tragikomödie über eine glücklose Gang von Safeknackern.

Nach einem stümperhaft ausgeführten Autodiebstahl landet Gauner Cosimo (Luis Guzman) hinter schwedischen Gardinen. Dort macht er die Bekanntschaft eines Lebenslänglichen, der ihm einen scheinbar todsicheren Tip gibt: Ein geheimer Gang führt von einem leerstehenden Haus in Cleveland geradewegs in die lokale Pfandleihe, in der unglaubliche Schätze lagern sollen. Leider entspricht das Team von Panzerknackern, das Cosimo nach der Entlassung um sich schart, keineswegs Profianforderungen.

Steven Soderbergh

Fünf Kumpels aus der Arbeiterklasse wollen in Cleveland ein Pfandleihhaus ausrauben. Panzerknacker-Profi Jerzy bringt ihnen das notwendige Handwerk bei. Und obwohl ihre Pläne bei ihrem Coup aufgrund einer Verkettung absurder Zufälle zu scheitern drohen, gewinnen die schrägen Exzentriker letztendlich doch mehr als sie verlieren.

Weil der einsitzende Autodieb Cosimo den ultimativen Coup plant, der ihn endgültig aus Clevelands Ghetto Collinwood befreien soll, muss Freundin Rosalind einen Lückenbüßer auftun, der an seiner Stelle die Reststrafe absitzt. Die engagiert stattdessen einige undurchsichtige Loser, die alle am todsicheren Einbruch teilnehmen wollen. Da aber weder Slacker Toto, der debile Leon, Weiberheld Basil noch der alleinerziehende Riley für den Job wirklich geeignet sind, sieht’s mit Cosimos geruhsamer Zukunft recht düster aus.

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Kritikerrezensionen

  • Die Hollywood-Neulinge Anthony und Joe Russo entfachen in der ersten Produktion von Section 8, der gemeinsamen Produktionsfirma von Steven Soderbergh und George Clooney, ein wahres Feuerwerk von aberwitzigen Zu- und Unglücksfällen, die einer skurrilen Safeknacker-Gang das Gangsterleben so richtig zur Hölle machen. Eine schwungvolle Hommage an Monicellis „Diebe haben’s schwer“ und Louis Malles Remake „Crackers“.

    Rauskommen! Das ist alles, worum es in der rasanten Gaunerkomödie der Brüder Anthony und Joe Russo geht. Raus aus Collinwood, dem wohl heruntergekommensten Stadtteil von Cleveland. Für Autodieb Cosimo (Luis Guzman, bärbeißiger den je) heißt es dazu aber erst einmal rauskommen aus dem Knast, denn er plant einen Bellini, ein todsicheres Ding, das ihm samt Freundin Rosalind (Patricia Clarkson) eine bessere Zukunft bescheren soll. Ein „Mullinski“, ein käuflicher Lückenbüßer, der an Cosimos Stelle die Strafe absitzen soll, muss her.

    Doch statt einen Ersatzknacki zu finden, wirbt Rosalind fünf weiter halbseidene Gestalten an, die an dem Coup teilhaben wollen: der abgerissene Toto (Michael Jeter), der etwas tumbe Leon (Isaaiah Washington), der Aufreißer Basil (Andrew Davoli) und Riley (William H. Macy), momentan alleinerziehender Vater, weil seine Frau ebenfalls im Kittchen sitzt. Und da wäre da noch der an Selbstüberschätzung leidende Kirmesboxer Pero (Sam Rockwell), der Cosimo den Plan entlockt.

    Den Figuren und ihrer lakonischen Grundhaltung zu zu sehen, macht einfach Spaß. William H. Macy – permanent mit Baby im Arm – und Michael Jeter, zumeist nur spärlich bekleidet, sind die skurrilsten Auftritte vorbehalten. Und wie der Cast schon vermuten lässt, haben sich die Russos beim Schreiben der Dialoge und dem dramaturgischen Aufbau Anleihen bei David Mamet genommen. Auffällig ist die Zeitlosigkeit von „Safecrackers“. Die Autos aus den Fünfzigern, die Musik aus den Sechzigern und Sam Rockwells Hemden wären John Travolta wohl auch in den Siebzigern zu eng gewesen. Alles fügt sich nahtlos ins Bild einer erbarmungswürdigen Gegend, der die Protagonisten mit aller Macht entkommen wollen. Die fünf Aushilfsgauner machen sich ergo selbst an den Bellini. Und von nun an geht alles schief, was nur schief gehen kann: eine leerstehende Wohnung, der Übergang zum Saferaum, wird plötzlich bezogen. Pero verliebt sich in die Bewohnerin Carmela (Jennifer Esposito). Cosimo flieht aus dem Gefängnis, ein aggressiver Polizist nimmt die Bande wegen ihrer Kontakte zu Safeknacker Jerzy (uneitel in einer Nebenrolle: George Clooney) aufs Korn. Und auch innerhalb der Gruppe rumort es kräftig, Basil verliebt sich in Leons Schwester, und der entwickelt sich darob zum Messer schwingenden Berserker. Doch die größte Überraschung steht noch bevor.

    Jennifer Esposito und Sam Rockwell liefern mit ihrer zarten Romanze die schauspielerischen Höhepunkte eines gut aufgelegten Ensembles. Die Entwicklung der Charaktere bleibt jedoch in 86 Minuten ein wenig auf der Strecke und reicht nicht an das Original, „Diebe haben’s schwer“ heran. Zudem wirkt die Coolness einiger Szenen allzu bemüht, zu sehr stand wohl Produzent Soderbergh als Vorbild im Raum. Für ein Erstlingswerk jedoch – vom No Budget-Drama „Pieces“ einmal abgesehen – gelang den Russos mit „Safecrackers“ eine stimmige Genre-Komödie, die nicht umsonst auf den Festivals in Cannes und Toronto großen Anklang fand. tw.

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