Safari ins Glück

  1. Ø 0
   2004
Safari ins Glück Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Safari ins Glück: TV-Komödie um zwei Ehepaare in der Krise, die es jeweils getrennt nach Südafrika verschlägt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Offiziell ist die Fernseh-Sommerpause noch nicht angebrochen, aber die meisten Sender haben ihren Betrieb wegen der Fußball-Europameisterschaft bereits mehr oder weniger eingestellt. Wenn Sat.1 trotzdem die eine oder andere TV-Premiere ausstrahlt, ist das eigentlich ein netter Zug. Ein Schelm, wer sich nun denkt, hier werde womöglich versendet, was an anderen Tagen den Marktanteil versauen könnte! Bei „Safari ins Glück“ gibt es allerdings ein Indiz, das den Verdacht bestätigt: Als der Film produziert wurde, hieß er „Das wilde Leben“, und das ist schon so lange her (2003), dass sich einige der Beteiligten womöglich gar nicht mehr erinnern werden; aber vielleicht haben sie’s auch verdrängt.

    Dabei müssten die Dreharbeiten in und um Kapstadt interessant gewesen sein; zumindest die beiden Damen aus dem Figurenquartett dürfen Südafrika von seinen schönsten Seiten kennen lernen. Bei den Herren wird es allerdings rustikaler hergegangen sein, aber sie mussten ja auch mit dem Motorrad durch die Wüste brettern. Doch der Reihe nach: In den Beziehungen der beiden Schwestern Henriette (Carin C. Tietze) und Marie (Florentine Lahme) kriselt es gewaltig. Im Leben von Hennis Harry (Heio von Stetten) dreht sich alles nur noch um seine glücklichen Hühner, und Maries Leo (Simon Verhoeven) hat eine Affäre mit einer Praktikantin. Als die beiden Männer auch noch einen Abenteuerurlaub am Kap buchen, rasten die Frauen aus und fliegen spontan ebenfalls nach Südafrika, wo sich Marie so richtig austoben will. Zur Überraschung der beiden Schwestern aber ist es die daheim so sträflich vernachlässigte Henni, die gleich einen Kerl (Jonathan Price) aufgabelt – und sich auch noch in ihn verliebt. Derweil irren ihre beiden Jungs durch die Wüste, weil ihre Motorräder den Geist aufgegeben haben. Später werden sie zu allem Überfluss von zwei Russinnen ausgenommen.

    Interessant ist allein die Frage, ob am Ende doch die Moral siegt. Allerdings könnte dieser Film durchaus auch freitags in der ARD laufen; mit dem Unterschied vielleicht, dass Publikum und Redaktion dort zu konservativ wären, um einen Seitensprung zu sanktionieren. Das Tempo wiederum würde passen; da hat Peter Gersina, vor zehn Jahren durch sein Drehbuch zur turbulenten Komödie „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter“ erstmals aufgefallen, schon ganz andere Geschichten viel flotter und zeitgemäßer verfilmt („Meine Vater, seine Neue und ich“). Und das hat nichts damit zu tun, dass „Safari ins Glück“ (Buch: Denise Cheyresy, Hardi Sturm) fünf Jahre auf Eis lag. Vermutlich hat ohnehin niemand gehofft, die lange Lagerung werde dem Film gut tun: Die Gags zünden nicht, die Slapstickszenen sind nicht komisch, und das künstlich schlechte Englisch, dass die vier Hauptdarsteller sprechen müssen, ist bloß peinlich. tpg.

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