Sábado - Das Hochzeitstape

Kinostart: 18.08.2005
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Filmhandlung und Hintergrund

In Echtzeit gedrehte Dramödie, in der eine Braut ihren Bräutigam kurz vor der Hochzeit wegen eines Seitensprungs zur Rede stellt.

Wutentbrannt steht die Nachbarin Antonia (Antonia Zegers) vor Gabriels (Gabriel Diaz) Tür. Schwanger hat sie der untreue Victor (Victor Montero) zurück gelassen, und jetzt gibt das Schwein gleich ein paar Häuserblöcke weiter der nichts ahnenden Blanca (Blanca Lewin) das Ja-Wort. Doch da schmiedet Antonia einen Plan: Kameramann Gabriel soll für die Nachwelt festhalten, wie sie die feine Hochzeitsgesellschaft stürmt und alle Welt mit der Wahrheit konfrontiert.

Gerade einmal 65 Minuten dauert diese angeblich für zweifellos sensationelle 1000 Dollar Budget realisierte und in einem einzigen langen Take durchgedrehte Romantikkomödie aus Südamerika.

Kurz vor ihrer Hochzeit mit Victor bekommt Blanca Besuch von Antonia, die ihren Nachbarn Gabriel als Kameramann dabei hat. Antonia erzählt ihr, dass sie in der vergangenen Nacht mit Blancas Bräutigam zusammen war und jener Blanca bereits mehrfach betrogen hat. Blanca schnappt sich den Kameramann und macht sich sofort auf den Weg zu Victor, um ihn zur Rede zu stellen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Sábado - Das Hochzeitstape: In Echtzeit gedrehte Dramödie, in der eine Braut ihren Bräutigam kurz vor der Hochzeit wegen eines Seitensprungs zur Rede stellt.

    Ein originelles Experiment mit filmischer Echtzeit und eine gerasselte Satire über romantische Vorstellungen vom schönsten Tag im Leben kommen mit der Digitalvideoarbeit „Sábado“ aus Chile, das in den letzten Jahren mehr durch Dokumentarfilme über Salvador Allende präsent war. Ein Filmstudent begleitet am Hochzeitstag die wütende Braut, die ihren künftigen Ehemann wegen seines Seitensprungs am Polterabend zur Rede stellen will, mit der Videokamera.

    Schnappschüsse vom Standesamt stehen am Anfang: Blanca (Blanca Lewin) hat Victor geheiratet, aber sie schaut schon da irgendwie skeptisch aus. Als Victors Ex Antonia Blanca am Hochzeitsmorgen mit der Nachricht überrascht, sie sei von Victor schwanger, hält die Braut nichts mehr: Im weißen Festkleid rast sie im Auto los, nimmt Filmstudent Gabriel, der eigentlich in Antonias Auftrag alles filmen sollte, mit. Unterwegs telefoniert sie, trifft unterwegs ein befreundetes Paar, mit dem sie die Flasche kreisen lässt, reißt den untreuen Victor unter der Dusche hervor, fährt weiter, erlebt im Apartment von Lover Diego, mit dem sie Spontansex will, noch ein Desaster, läuft durch die Straßen und überlässt das Band dem verdutzten Filmer („Vielleicht hilft es dir ja.“).

    Während der rund 70 Minuten des in Echtzeit (wie der Untertitel verspricht: „una película en tiempo real“) in einer ungeschnittenen Einstellung aufgenommenen Films reden erst Antonia, dann Blanca beinahe pausenlos über ihre Vorstellungen von Männern, Jungfräulichkeit, Sex, Liebe, Ehe, Erwartungen und Entäuschungen, bevor die Sache mit der Paarbindung überhaupt angefangen hat. Sehr komisch, pointiert und realsatirisch. Filmisch eine lateinamerikanische Parodie auf „Dogma“-Arbeiten, wenn immer wieder das Bild verrissen wird, die Schärfe nicht stimmt, der Mann hinter der Objektiv nicht weiß, wohin er gerade die Kamera halten soll, oder während der Autofahrt sinnlos Schlaglöcher filmt. Die Credits sind entsprechend auf eine Mauer geritzt. Klein, fein und was für Programmkinos, die Filme wie „Muxmäuschenstill“ oder „Weltverbesserungsmaßnahmen“ fördern. ger.

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