Fakten und Hintergründe zum Film "Ruinen"

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Hintergrund: Die Maya-Kultur

Faszination Maya – geheime Inschriften, Schätze in Gräbern und versteckte Städte im Dschungel. Doch wer waren die Maya eigentlich? Wo lebten sie und was machte sie aus? Bekannt sind die Maya vor allem für ihre hoch entwickelte Kultur. Die Halbinsel Yucatán, die zwischen Nord- und Südamerika liegt, gilt als das Zentrum der Geschichte der Maya-Kultur. Das gesamte Gebiet verteilt sich heute auf fünf Länder. Neben México sind es Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador. Die Fläche des einstigen Maya-Reiches, das aus rund 50 Kleinstaaten bestand, ist in etwa vergleichbar mit der Größe Deutschlands. In diesen Stadtstaaten lebten verschiedene Maya-Volksgruppen, die die meiste Zeit unter dem Einfluss eines vorherrschenden Stadtstaates standen. Besonders anhand der geografischen Umstände unterscheidet man zwischen den Hochland-Maya (in Chiapas und Guatemala) und den Tiefland-Maya (in Yucatán, im Petén und Belize). Im Lauf der Geschichte vollzog sich eine Verschiebung der hochkulturellen Zentren vom Hochland in den tiefer gelegenen Norden von Yucatán. Als die Spanier Ende des 15. Jahrhunderts die „Neue Welt“ erreichten, lagen die Zentren der Maya bereits im äußersten Norden von Yucatán, während das zentrale Tiefland nur noch dünn besiedelt war.

Die Ruinen der Maya

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Die Maya-Kultur hat eine bedeutende Architektur hervorgebracht, die noch heute in den zahlreichen, oft sehr gut erhaltenen Ruinen mit klangvollen Namen wie Mayapán, Copán oder Uaxactún zu besichtigen ist. Bei diesen Orten handelte es sich um große religiöse Zentren, die vor allem für Zeremonien genutzt wurden und deren Anlagen meist aus einer Reihe von Pyramidenhügeln bestanden. Auffällig ist, dass alle erhaltenen Ruinen fast ausschließlich religiöse Bauten aus Stein sind, was darauf deutet, dass die Religion im Leben der Maya eine herausragende Rolle gespielt hat. Gewöhnliche Wohngebäude waren meist Bauwerke aus Holz oder Lehm und sind aufgrund der Witterung längst verrottet. Die typischen ovalen Fundamentspuren zeugen davon.

Zeit, Kosmos und Religion

Die Rituale und Zeremonien der Maya waren eng mit den astronomischen und irdischen Zyklen der Natur verbunden – denn die Maya glaubten an einen zyklischen Charakter der Zeit. Die Maya-Priester beobachteten immer wiederkehrende Vorgänge systematisch, dokumentierten diese und entwickelten im Laufe der Zeit ein hoch entwickeltes Kalendersystem. Nach diesem begann das Jahr, wenn die Sonne am 16. Juni den Zenit überschritt und bestand aus 365 Tagen. Eine weitere Aufgabe der Maya-Priester lag darin, Natur-Zyklen zu interpretieren. Laut ihren Voraussagen sollte die Zeit der fünften Sonne, dem letzten Zyklus in dem wir heute leben, am 21. Dezember 2012 durch eine riesige alles verschlingende Überschwemmung enden. Eine Wiedergeburt des Kosmos sollte diesem Untergang folgen. Die Maya verehrten eine Vielzahl von Naturgottheiten. In Ritualen huldigten sie insbesondere dem Regengott Chac, dem Schöpfergott Kukulkan und Itzamna, dem Himmelsgott. Ein Kennzeichen des Glaubens der Maya war ihr völliges Vertrauen in die Allmacht der Götter: Nach den Vorstellungen der Maya steuerten sie sämtliche Handlungen der Menschen.

Krieg unter Stadtstaaten

Die Maya-Kultur setze sich stets aus einer Vielzahl von Stadtstaaten zusammen, die meist unter der Herrschaft eines einzelnen Oberkönigs standen. Durch diese Konstellation waren regelmäßige Umwälzungen durch kriegerische Auseinandersetzungen vorprogrammiert. So trugen Kriege zu gesellschaftlichem Fortschritt bei: Wurde ein Herrscher in seiner Macht durch Krankheit oder Alter geschwächt, begehrten Adlige aus anderen Stadtstaaten auf und versuchten durch Kriege die Macht an sich zu reißen und die anderen Stadtstaaten dauerhaft abhängig zu machen. Bei einem Erfolg übernahmen sie die Kontrolle über den Fernhandel und versklavten Kriegsgefangene, die sowohl als Arbeitskräfte als auch als religiöse Opfer dienten.

Die Waffen

Die Maya-Krieger benutzten Speerschleudern (Maya: „atlatl“), Blasrohre sowie mit Obsidian-Klingen ausgestattete Schlagwaffen wie Keulen, Speere, Äxte und Messer. Ebenfalls verwendet wurden Pfeil und Bogen. Während Helme wenig benutzt wurden, gebrauchten die Maya Schilde aus Holz, Tierhaut und gewebten Matten um sich gegen angreifende Truppen zu verteidigen.

Biografie Scott B. Smith (Autor, Drehbuch)

Scott B. Smith wurde 1965 in New Jersey geboren. Er studierte zunächst am Dartmouth College sowie an der Columbia University in New York City und widmete sich dann dem Schreiben von Büchern. 1993 erschien sein erster Roman „A Simple Plan“ (dt.: „Ein einfacher Plan“), für den er später den renommierten Schwedischen Krimipreis - International erhielt. Nach der Adaption des Stoffes zu einem Drehbuch entstand 1998 unter der Regie von Sam Raimi der gleichnamige Spielfilm.

Smith‘s herausragende Arbeit wurde 1999 mit einer Oscar-Nominierung in der Kategorie „Adaptiertes Drehbuch“ gewürdigt. Im gleichen Jahr wurde Smith von der Broadcast Film Critics Association mit dem Critics Choice Award ausgezeichnet.

2006 veröffentlichte er unter dem Titel „The Ruins“ (dt.: „Dickicht“) seinen zweiten Roman, der sich ebenfalls zu einem internationalen Bestseller entwickelte. Auch „The Ruins“ wurde adaptiert zu einem Drehbuch und unter der Regie von Carter Smith verfilmt.

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