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Rosannas Tochter (2010) Film merken

Rosannas Tochter Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Rosannas Tochter: TV-Drama nach dem gleichnamigen Bestseller von Amelie Fried.

Rosanna, die Exfreundin des Anwalts Josch, stirbt bei einem Autounfall, ihre 14-jährige Tochter Aimée überlebt schwer traumatisiert. Josch und dessen neue Partnerin, die Wissenschaftlerin Nela, nehmen das pubertierende Mädchen bei sich auf. Obwohl sich Karrierefrau Nela klar gegen Kinder entschieden hat, versucht sie alles, um Rosannas Tochter zu helfen. Kaum bei Kräften beginnt Aimée jedoch einen gnadenlosen Krieg gegen die vermeintliche Rivalin. Bei ihrem Kampf um die Zuneigung ihres Ziehvaters lässt sie nichts unversucht, um einen Keil zwischen Josch und Nela zu treiben.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein mutiger Film: Das ausgezeichnet gespielte Familiendrama kommt ohne echte Sympathieträger aus; jede der Figuren hat ihre Ecken und Kanten.

    Schon die erste Einstellung dieses Films ist von unangenehmer Intensität: Ein Mädchen liegt auf einer Wiese. Man spürt, dass die Ruhe trügerisch ist. Plötzlich quillt Blut aus ihrem Mundwinkel. Dann kippt die Kamera, der Blick öffnet sich, und man sieht ein völlig demoliertes Auto, das gegen einen Baum gerast ist. Gegen Ende wird der Film das Eingangsbild zitieren; erneut ist das Mädchen dem Tod nahe. Zwischen diesen beiden Momenten liegt ein Drama, das eine unbequeme Geschichte erzählt. Dass man ihr dennoch bereitwillig folgt, ist den herausragenden Leistungen der drei Hauptdarsteller zu verdanken. Sie verkörpern ausnahmslos Charaktere mit Schattenseiten: Anwalt Josch (Fritz Karl) opfert sich zwar für seine asylsuchenden Klienten auf, ist im privaten Umfeld dafür um so rücksichtsloser. Als seine frühere Lebensgefährtin Rosanna bei einem Autounfall stirbt, will er die 14jährige Tochter Aimée zu sich nehmen. Die Begeisterung von Gattin Nela (Veronica Ferres) hält sich in Grenzen: Gerade sind die Gelder für ihr Forschungsprojekt bewilligt worden. Sie wollte ohnehin nie Kinder; erst recht kein fremdes. Die schwierigste Rolle in dieser Konstellation hat jedoch Mathilde Bundschuh. Ihrem Namen zum Trotz ist Aimée alles andere als liebenswert; sie wirkt wie ein Wesen aus einem Horrorfilm. Mit tiefgründigem Lächeln treibt das Mädchen konsequent einen Keil zwischen Josch und Nela, weil sie den Ziehvater für sich allein haben will. Der jungen Schauspielerin gelingt der Balanceakt zwischen Provokation und Mitgefühl beängstigend gut. Da die Geschichte bevorzugt aus Nelas Perspektive erzählt wird, vergisst man bald, dass das zunächst stumme Mädchen innerlich zerbrochen ist und ihr Verhalten selbst dann ein Hilferuf ist, als sie sich Josch wie eine Lolita an den Hals wirft. Am Ende sollen Drogen helfen, über den schmerzlichen Verlust hinwegzukommen. Erneut beweist die kürzlich für “Die Drachen besiegen” mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnete Franziska Buch, Regisseurin diverser Kinder- und Familienfilme (“Emil und die Detektive”, “Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen”), ihr herausragendes Talent bei der Führung junger Schauspieler. Das auf dem gleichnamigen Roman von Amelie Fried basierende Drehbuch stammt von Grimme- und Fernsehpreisträger Christian Jeltsch (“Einer geht noch”); ein größerer Kontrast zu seinem Krimi “Kreutzer kommt” ist kaum denkbar. tpg.

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