Filmhandlung und Hintergrund

Erster Film einer TV-Reihe mit Alexandra Neldel als einsame Großstädterin, die das Glück anderer Leute plant.

Ihr eigenes Glück kriegt Rosa nicht auf die Reihe: Gleich dreimal ist sie ihrem Verlobten vor dem Altar weggelaufen. Aber für das Glück der Anderen hat sie ein gutes Händchen. Schon ihr erster „Fall“ entpuppt sich allerdings als Herausforderung: Eine Frau will einen geschiedenen Mann heiraten, weil sie überzeugt ist, seine Tochter sei das Mädchen, dass sie einst zur Adoption freigeben musste. Rosa ist empört: Ihre Kunden sollen aus Liebe heiraten.

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Kritikerrezensionen

  • Einfach Rosa: Die Hochzeitsplanerin: Erster Film einer TV-Reihe mit Alexandra Neldel als einsame Großstädterin, die das Glück anderer Leute plant.

    Der Auftakt zur neuen Degeto-Reihe über die Hochzeitsplanerin Rosa könnte schon allein personell auch ein Sat.1-Film sein: Holger Haase hat einige sehenswerte Produktionen für den Sender gedreht, Alexandra Neldel gilt wegen „Verliebt in Berlin“ und der Trilogie „Die Wanderhure“ ohnehin als Sat.1-Gesicht, und von Wiedemann & Berg stammt unter anderem die Serie „Frauenherzen“.

    Ähnlich wie eine Zeitlang die Dienstagsfilme des Senders folgt die Geschichte von Rosa einem beliebten Schema: Eine Frau arrangiert das Glück anderer Leute, hat ihr eigenes aber noch nicht gefunden. Oder richtiger gesagt: Sie ist ihm davon gelaufen, und zwar gleich dreimal. So oft hat sie ihren Verlobten Sam (Pierre Kiwitt) schon vor dem Altar stehen gelassen.

    Bis hierher erinnert „Rosa“ an Garry Marshalls Komödie „Die Braut, die sich nicht traut„, aber nun kreuzt Autorin Conny Lubek die Handlung ihres ersten verfilmten Drehbuchs mit jenem Sujet, das man in Anlehnung an einen ZDF-Film mit Veronica Ferres „Das Glück der Anderen“ (2014) nennen könnte: Grafikerin Rosa hat von einer Tante ein Brautmodengeschäft geerbt und möchte den Laden um eine Hochzeitsagentur ergänzen; exakt die gleiche Handlungsbasis gab es schon in der Degeto-Komödie „Hochzeitskönig“ (April 2015). Wie dort die von Aglaia Szyszkowitz als chaotische, aber liebenswerte Mutter verkörperte Sozialarbeiterin, so betrachtet auch Rosa ihre Arbeit als Engagement, das weit über das Arrangement von Hochzeitsfeiern hinaus gehen soll. Schon ihr erster „Fall“ entpuppt sich als Herausforderung: Michelle (Alissa Jung) will einen geschiedenen Mann (Oliver Bootz) heiraten, weil sie überzeugt ist, seine Tochter sei das Mädchen, dass sie als Teenager auf Druck ihrer Eltern zur Adoption freigeben musste. Als Rosa das rausfindet, gibt sie den Auftrag zurück: Ihre Kunden sollen die Ehe aus Liebe eingehen, nicht aus Berechnung. Aber natürlich geht ihr die Frau nicht mehr aus dem Kopf.

    Haase hat die Geschichten angemessen temporeich inszeniert, ohne dabei allzu sehr auf Comedy zu setzen. Es gibt zwar eine Vielzahl heiterer Momente, für die vor allem Rosas neue Freundin und Mitarbeiterin Meral (Sara Fazilat) sorgt, aber eine reine Komödie ist der Film nicht. Mehrfach zeigen stimmungsvoll umgesetzte Schnittfolgen die Protagonisten als einsame Großstädter; gleichfalls nicht neu, aber immer wieder wirkungsvoll. Auch die Szenen mit Rosas Mutter (Petra Kelling) sind nur vordergründig witzig: Sie hat ihre Tochter nach Rosa Luxemburg benannt und hält von Hochzeitsagenturen überhaupt nichts. Dement, wie Rosa vermutet, als sie Schuhe im Kühlschrank entdeckt, wird sie allerdings nicht: Die alte Dame findet kühle Schuhe im Sommer schlicht erfrischend. Es gibt eine Vielzahl solcher Ideen am Rande; dazu zählt auch der Konditor, der in seinen Hochzeitstorten die ersten Begegnungen der Paare verarbeitet. Diese treffend besetzten kleinen Szenen sind gewissermaßen das Gegengewicht zu den rund zwei Dutzend jeweils meist nur kurz angespielten Popsongs, die den Film wie eine Folge der Sat.1-vorabendserie „Mila“ wirken lassen. tpg.

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