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Filmhandlung und Hintergrund

Ronin: Thriller in siebziger Jahre-Optik, in dem John Frankenheimer mit Versatzstücken des Genres spielt.

Sam, ein ausgebrannter Ex-CIA-Mann, der taffe Franzose Vincent, der ehemalige KGB-Computer-Spezialist Gregor, der nervöse Waffenspezialist Spence und der erfahrene Fahrer Larry bilden ein vogelfreies Söldner-Team. Sie sollen im Auftrag der mysteriösen Irin Deirdre in Frankreich einer Verbrecherorganisation einen geheimnisvollen Koffer entwenden abjagen.

Der amerikanische Stratege Sam, der deutsche Überwachungsexperte Gregor, der britische Militärberater Spence, der harte Franzose Vincent, der erfahrene Fahrer Larry – diese fünf hochspezialisierten Männer bilden ein vogelfreies Söldner-Team. Im Auftrag der mysteriösen Irin Deirdre soll das Quintett einer Verbrecherorganisation in Frankreich einen dubiosen Koffer abjagen. Nach einer Verfolgungsjagd durch die Gassen von Nizza scheint ihre Mission beendet. Doch da stellt sich heraus, daß das eigentliche Intrigenspiel noch gar nicht begonnen hat…

Sam, ein ausgebrannter Ex-CIA-Mann, der taffe Franzose Vincent, der ehemalige KGB-Computer-Spezialist Gregor, der nervöse Waffenspezialist Spence und der erfahrene Fahrer Larry bilden ein vogelfreies Söldner-Team, das einem geheimnisvollen Koffer hinterherjagt. Furioser Thriller in siebziger Jahre-Optik, in dem John Frankenheimer mit Versatzstücken des Genres spielt.

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Kritikerrezensionen

  • Der Begriff "Ronin" stammt aus der japanischen Mythologie und beschreibt einen unehrenhaft gewordenen Samurai, der den Tod seines Herrn nicht verhindern konnte und deshalb bis zum Ende seines Lebens ziellos umherstreift. Dieser "Ronin" soll Robert DeNiro sein, man wartet nur den ganzen Film darauf, dass man erfährt, warum. Man erfährt es aber nicht.

    Und das sind die Probleme des inszenatorisch und technisch bemerkenswerten Thrillers. So ist auch das Geheimnis des Koffers, auf den sich der Film stützt, nichts anderes als ein typischer MacGuffin, ein völlig unwichtiger und austauschbarer Gegenstand, der die gesamte Filmhandlung vorantreibt. Auch Lücken und Längen im Skript können von den äußerst positiven Punkten nicht überdeckt werden.

    Der Film beinhaltet drei perfekt inszenierte Verfolgungsjagden, die sowohl mit ihrer Rasanz als auch mit der Anhäufung an Blechschäden wohl alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen dürften. Dies stört den Film jedoch schon wieder, denn gerade weil soviel kaputt geht und die Schnelligkeit aufs Maximum getrieben wird, wirken diese Szenen völlig übertrieben und die Ruhigen zu langsam.

    Im Endeffekt wird der recht spannende und atmosphärische Film nur von den Darstellungen Robert DeNiros und Jean Renos zusammengehalten, wobei jedoch auch gesagt werden muss, dass Reno neben DeNiro deutlich blass wirkt. DeNiro selbst hingegen spielt wie gewohnt: lässig, glaubwürdig, orginel, brilliant.

    Sein Charakter Sam ist bereits vom Drehbuch her nicht sehr vielschichtig. Dieses Problem löst DeNiro, indem er ihn als sehr wortkarg und in sich gekehrt präsentiert. Ohne ihn würde der Film wohl zusammenbrechen. Oberflächlich gesehen ist der Film brilliant, aber wenn man mal näher drüber nachdenkt, offenbart sich doch die Minimalistik der Story, die nur künstlich zu einem riesen Action-Thriller-Polit-Drama Mischmasch aufgeblasen wird, in der unheimlich viele Möglichkeiten, die von der Ausgangssituation gegeben sind, nicht ausgenutzt werden. In einer kleine Nebenrolle gibt übrigens Eisprinzessin Katharina Witt ihr Schauspieldebüt – und wird sehr schnell auf drastische Weise aus der Handlung wieder entfernt.

    Fazit: Ein künstlich aufgeblasenes Genre-Mischmasch, dessen Möglichkeiten bei Weitem nicht genutzt werden.
  • Stets ein Garant für ebenso solide wie spannende Kinounterhaltung ist John Frankenheimer in den letzten Jahren zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und hat vornehmlich fürs Fernsehen gearbeitet. Mit “Ronin” begibt er sich jetzt wieder auf ihm bestens vertrautes Terrain. Ähnlich wie schon bei “Schwarzer Sonntag” (1978), “Powerplay” (1990) oder “Verliebt in die Gefahr” (1991) dreht sich hier alles um politische Machenschaften, wobei diese im Prinzip nur als Mantel für einen spannenden Thriller herhalten müssen. Mit Robert De Niro, Jean Reno und Jonathan Pryce hochkarätig besetzt, dürfte diese packende Reminiszenz an alte Spy-Movie-Tage auf entsprechendes Interesse beim breiten Publikum stoßen.

    Im Zentrum der Geschichte stehen fünf hochspezialisierte Männer, darunter der amerikanische Stratege Sam, der deutsche Überwachungsspezialist Gregor und der britische Militärberater Spence, die im Auftrag der mysteriösen Irin Deirdre in Frankreich einer Verbrecherorganisation einen geheimnisvollen Koffer entwenden sollen.Wer diese Verbrecher sind, wer an dem Inhalt des Koffers interessiert ist und was dieser eigentlich beinhaltet, wird im Verlauf des Films nie geklärt. Der ganze Plot ist somit nichts anderes als ein klassischer McGuffin in der Tradition Alfred Hitchcocks, der zu nichts anderem dient, als Frankenheimer die Gelegenheit zu geben, höchst virtuos mit den Versatzstücken des Genres zu spielen. Obwohl “Ronin” – der Titel bezieht sich auf die japanische Legende jener 47 Samurai, die es nicht geschafft hatten, ihre Herren zu beschützen und so als Ausgestoßene ihrer Kaste zu einem Leben als Gesetzlose verurteilt waren – eindeutig im hier und heute angesiedelt ist, sieht der von Robert Fraisse vorzüglich schmutzig fotografierte Film wie ein klassischer Kalter-Krieg-Thriller der siebziger Jahre aus. Schon die erste Szene, in der sich die müden, stets qualmenden, welterfahrenen hired guns in einer verruchten Spelunke am Pariser Montmartre treffen, erinnert eher an Frankenheimers “French Connection II” aus dem Jahr 1975 als an glattes, zeitgenössisches High-Tech-Kino.

    Genau diese Wiederbelebung alter Stilmittel gepaart mit modernstem Kino-Know-How macht den Reiz von “Ronin” aus. Unter Ausnützung seiner wunderbaren Schauplätze zieht John Frankenheimer alle Register seines Könnens. Ob die wüste Schießerei an der nächtlichen Seine, die Beschattungsaktion im Majestic Hotel von Cannes, die Autoverfolgungsjagden in Nizza und Paris, der Hinterhalt im Kolosseum von Arles oder das furiose Finale bei einer Eisrevue, Katarina Witt inklusive – hier kommt einem Frankenheimers “Botschafter der Angst” (1962) in den Sinn -, alles ist perfekt getimt, geschnitten und inszeniert. Gibt es bei diesem im besten Sinne des Wortes altmodischen Werk eine Schwachstelle, so ist dies das Fehlen von tiefergehenden Charakterzeichnungen. Robert De Niro und Jean Reno, Stellan Skarsgard und Sean Bean, Jonathan Pryce oder Natascha McElhone, alle Beteiligten meistern ihre Parts vorzüglich, sind im Prinzip jedoch nichts anderes als eindimensionale Typen, deren Motivation – außer, daß die Gangster schnell zu Geld kommen wollen – im Unklaren bleibt. Dieses Manko muß auch für die Produzenten offensichtlich gewesen sein, verpflichteten sie doch David Mamet, unter dem Pseudonym Richard Weisz, das Drehbuch von J.D. Zeik zu überarbeiten. Dennoch kann die UIP, dank der prominenten Besetzung, des verzwickten Plots, in dem sich die Fronten laufend ändern, und der handfesten Action im Januar 1999 mit einem soliden Einspiel rechnen. geh.

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