Filmhandlung und Hintergrund

Ursprünglich war „Rohe Ostern“ als Beitrag zur TV-Movie-Serie „Wilde Herzen“ bei RTL 2 geplant. Als er im Herbst bei den Hofer Filmtagen aber zum Publikumsliebling avancierte, entschloß sich Concorde-Castle Rock/Turner, Michael Gutmanns skurrile Gruselkomödie ins aktuelle Verleihprogramm aufzunehmen. Ein sinnvoller Entschluß. Denn das Schelmenstück fällt vor allem durch das originelle Drehbuch (Mathias Dinter) und...

Im Jenseits ist der Teufel los, weil der schusselige Schulz anstatt des Architekturstudenten Sebastian dessen Freund Frieder getötet hat. Frieders Seele rebelliert so lange, bis man sich in der Unterwelt bereiterklärt, ihm eine zweite Chance zu geben. Doch dazu muß er Sebastian erst einmal überreden, Selbstmord zu begehen.

Frieder ist irrtümlich von einem schusseligen Killer getötet worden. Er bekommt noch eine zweite Chance, allerdings muß er das eigentliche Mordopfer überreden, Selbstmord zu begehen. Vom Klassiker „Der Himmel kann warten“ inspirierte, aberwitzige Komödie.

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  • Ursprünglich war „Rohe Ostern“ als Beitrag zur TV-Movie-Serie „Wilde Herzen“ bei RTL 2 geplant. Als er im Herbst bei den Hofer Filmtagen aber zum Publikumsliebling avancierte, entschloß sich Concorde-Castle Rock/Turner, Michael Gutmanns skurrile Gruselkomödie ins aktuelle Verleihprogramm aufzunehmen. Ein sinnvoller Entschluß. Denn das Schelmenstück fällt vor allem durch das originelle Drehbuch (Mathias Dinter) und die erfrischend unverbrauchten Hauptdarsteller wohltuend aus dem deutschen Brechstangen-Komödienraster heraus. Regisseur Michael Gutmann ist mit seinem ersten abendfüllenden Spielfilm ein amüsanter Beziehungskisten-Klamauk gelungen, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt und dadurch einen ganz eigentümlichen Kintopp-Charme entwickelt. Die Story: Der Tod (Axel Milberg) macht einen fatalen Fehler: Eigentlich sollte er den Architekturstudenten Sebastian ins Jenseits befördern, aber durch eine Unaufmerksamkeit holt er sich dessen Freund Frieder (Oliver Korittke). Eigentlich könnte der peinliche Faux pas im Totenreich unter den Teppich gekehrt werden, aber da spielt Frieder nicht mit. Er will um jeden Preis ins Leben zurück. Zum einen, um mit seiner Freundin Inge (Julia Jäger) weiterhin glücklich zu sein, zum anderen, um den in Kürze stattfindenden Architekturwettbewerb zu gewinnen. Also randaliert Frieder so lange, bis ihn der entnervte Tod wieder auf die Erde entläßt. Allerdings mit einer Auflage: Er soll seinen Freund Sebastian zum Selbstmord überreden, damit alles wieder seine Ordnung hat. Zu seiner Überraschung muß Frieder aber feststellen, daß Inge und Sebastian gerade dabei sind, Liebesbande zu knüpfen. Natürlich holpert und schlingert der Film manchmal durch das dramatische Konstrukt, und Karl Lieffen als Frieders wiederauferstandener Großvater war vielleicht nicht der größte Besetzungs-Coup aller Zeiten, aber trotzdem schafft es diese Variation des Klassikers „Der Himmel soll warten“ immer wieder, einen für sich einzunehmen. „Rohe Ostern“ genügt auch ohne weiteres den Ansprüchen, die eine Kinoprojektion stellt und ist nicht etwa nur ein zu Leinwandformat aufgeblasener Fernsehfilm. Bei entsprechender Vermarktung könnte ein Überraschungshit im Frühjahr ins Haus stehen. ull.

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