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Filmhandlung und Hintergrund

Road to Perdition: Starbesetztes Gangster-Epos von "American Beauty" -Regisseur Sam Mendes nach dem Comic von Max Allan Collins und Richard Piers Rayner.

Chicago in der Prohibitionsära. Der irische Mobster und Clan-Patriarch Rooney (Paul Newman) herrscht mit eiserner Hand über das organisierte Verbrechen in seinem Revier. Gefühle erlaubt er sich nur für seinen Sohn Connor (Daniel Craig) und Adoptivsohn Michael (Tom Hanks), beide längst Väter eigener Kinder. Als Michaels kleiner Sohn versehentlich Zeuge eines Mordes wird, gerät die Ordnung aus den Fugen und eine blutige Tragödie nimmt ihren unvermeidlichen Lauf.

Sam Mendes

Michael O\’Sullivan führt im Chicago der dreißiger Jahre ein Doppelleben als kompromissloser Berufskiller und liebevoller, treu sorgender Familienvater. Als beide Welten kollidieren, seine Ehefrau und sein jüngster Sohn ermordet werden, bricht O\’Sullivan zusammen mit seinem nun einzigen Sohn Michael Jr. zu einem vernichtenden Rachefeldzug auf.

Der Auftragskiller Michael Sullivan wird Zeuge wie Connor, der Sohn des von ihm verehrten Mafiabosses John Rooney, seine Frau und seinen jüngeren Sohn tötet. Um seine Rachepläne ungestört umsetzen zu können, will Sullivan zunächst seinen zwölfjährigen Sohn Michael zu Verwandten ins Küstenstädtchen Perdition in Sicherheit bringen. Auf dem Weg dorthin kommen sich Vater und Sohn, nicht zuletzt wegen gemeinsam verübter Banküberfälle, näher. Gleichzeitig hat aber auch Rooneys Killer Maguire schon ihre Spur aufgenommen…

Um seine Rachepläne für den Mord an seiner Frau und dem jüngeren Sohn ungestört umsetzen zu können, will der Auftragskiller Sullivan seinen zwölfjährigen Sohn Michael zu Verwandten in Sicherheit bringen. Auf dem Weg dorthin kommen sich Vater und Sohn näher. Wunderbar ausgestattetes, exzellent geschriebenes und brillant bebildertes Gangsterepos von Sam Mendes mit Tom Hanks als Bösewicht mit weichem Herzen.

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Kritikerrezensionen

  • Da es sich bei Sam Mendes‘ erstem Film seit seinem Oscar-Gewinn „American Beauty“ um ein ästhetisch-atmosphärisches Gangsterdrama mit kaum zu überteffendem Staraufgebot handelt, sind Vergleiche zum definitiven Genreklassiker „Der Pate“ nicht ohne Grundlage. In der Tradition von Marlon Brando und Al Pacino werden mit Tom Hanks und Paul Newman vor der Kamera zwei Oscar prämierte Meisterschauspieler vereint, denen man mit großer Spannung zusieht. Atemberaubende visuelle Exzellenz wird dabei vom ebenfalls Oscar ausgezeichneten Kamera-Ass Conrad L. Hall garantiert.

    Das Drehbuch von David Self („Thirteen Days“) basiert auf dem Comicroman von Max Adam Collins, der auch für die Pulp Fiction der Dick-Tracy-Comics verantwortlich ist. Das thematisch komplexe Mafiamelo mit biblischen Untertönen ist in der Prohibitionsära angesiedelt und beschäftigt sich mit tiefgreifenden Emotionen wie Loyalität, (Vater/Sohn-)Liebe und Rache. Die zentrale Figur ist der von Hanks gespielte Hitman Michael Sullivan, der dem irischen Mobster John Rooney (Newman) – seinerseits ein Unterboss von Al Capone – treu ergeben ist. Rooney liebt Sullivan mehr als seinen eigenen missratenen Sohn Connor, der von Daniel Craig ähnlich ambivalent und explosiv wie James Caans Sonny Corleone angelegt wird. Fatale Komplikationen ergeben sich, als Sullivans zwölfjähriger Sohn Michael (beachtlich solide: Tyler Hoechlin) Zeuge wird, wie Connor in Überreaktion einen Rivalen erschießt und Vater Sullivan mehrere Männer mit dem Maschinengewehr niedermäht. Psychopath Connor beschließt daraufhin, den Zeugen ihres Verbrechens samt seiner Mutter (Jennifer Jason Leigh absolviert lediglich einen Kurzauftritt) auszuschalten. Doch er erschießt Sullivans jüngeren Sohn und so ist es Michael Jr., der sich mit seinem Vater auf den Weg nach Perdition (veralteter Ausdruck für Verderben, Hölle) zu den Ahnen begibt. Sullivan wird fortan von brennenden Rachegefühlen angetrieben, doch gleichzeitig gerät der Roadtrip zu einer Annäherung zwischen Vater und Sohn, die bislang ein distanziert-unpersönliches Verhältnis hatten.

    Amerikas beliebtester Filmstar Hanks übernimmt erstmals eine negative Rolle als Berufskiller, der laut Mendes‘ Zusammenfassung ein „schlechter Mann und schlechter Vater ist, der sich zum guten Vater wandelt, aber ein schlechter Mann bleibt“. Da dieser von Mr. „Forrest Gump“ porträtiert wird, ist der Zuschauer geneigt, einen guten Kern in Sullivan zu suchen. Eine gewisse Ambivalenz wird also allein durch das Casting heraufbeschworen, ohne dass Hanks diesem durch sein Spiel entgegen kommt. Newman brilliert als alternder Patriach, für den Blut letztlich dicker ist als Wasser, selbst wenn dies mit verheerenden Konsequenzen verbunden ist. Jude Law („A.I. – Künstliche Intelligenz“) ist erinnernswert als abstoßend degenerierter Verbrechensfotograf, der nebenher als Killer arbeitet und beauftragt wird, Sullivan unschädlich zu machen. Diese schräge Type wird von Law mit verkrümmter Haltung gespielt und ist nur eines von vielen Beispielen, die die minuziös durchdachte Detailgenauigkeit von Sam Mendes‘ Metaphern reichen Regiestil demonstrieren. Dem passt sich auch die düster-dunkle Kameraarbeit von Kameraveteran Hall (filmte Newman bereits in den Klassikern „Der Unbeugsame“ und „Zwei Banditen“) an. Die Unterwelt der Gangster wird als symbolische Schattenwelt kreiert, in der deprimierende Grau- und Brauntöne dominieren, die von grellem Blutrot (das durch die zumeist im Off ausgetragene Gewalt hervorgerufen wird) kontrastiert werden. Selbst die Kostüme, in denen der Heavy Sullivan stets in schwere Stoffe gehüllt ist, unterstreicht das methodische Kalkül des Films. Diese durchexerzierte Strenge erschwert bisweilen den emotionalen Zugang zum Gangsterepos, weswegen das Klassenziel „Der Pate“ letztlich unerreicht bleibt – einer der bislang besten Filme des Jahres ist dieser Highway to Hell dennoch. ara.

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