Ritter aus Leidenschaft

  1. Ø 4.7
   2001
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Ritter aus Leidenschaft Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Ritter aus Leidenschaft: Rock'n'Ritterfilm um den Aufstieg eines Junkers zum erfolgreichen Ritter. Mit etlichen Rockklassikern.

Als sein Herr überraschend stirbt, sieht Junker William (Heath Ledger) seine Chance gekommen, sich den Traum vom Rittersein zu erfüllen. Er nimmt dessen Stelle ein, gewinnt Lanzenturnier um Lanzenturnier und kann beim schönen Edelfräulein Jocelyn (Shannyn Sossamon) landen – bis ihm der verschlagene Count Adhemar (Rufus Sewell) auf die Schliche kommt.

Der erste Rock’n’Ritterfilm der Geschichte: Munter vermischt Brian Helgeland wilde Ritteraction mit Rockklassikern und bringt beides in einer pfiffig und geradlinig erzählten Erfolgsgeschichte unter, die für Spaß beim Publikum sorgt. Für Heath Ledger eine wunderbare Gelegenheit, seine Jungstarqualitäten auszuspielen.

Junker William sieht seine Chance gekommen, sich den Traum vom Rittersein zu erfüllen, als sein Herr überraschend stirbt. Er nimmt dessen Stelle ein, gewinnt Lanzenturnier um Lanzenturnier und kann beim schönen Edelfräulein Jocelyn landen bis ihm der verschlagene Count Adhemar auf die Schliche kommt.

Der wackere Junker William, Sohn eines armen Dachdeckers, würde zu gern ein stolzer Ritter sein. Der Traum erfüllt sich tatsächlich, als sein nobler Herr und Meister überraschend aus dem Leben scheidet. Mit Hilfe seiner Freunde Roland und Wat schlüpft William in die Rüstung des Edelmanns, gewinnt als Sir Ulrich von Lichtenstein nicht nur ein Lanzenturnier nach dem anderen, sondern auch das Herz des schönen Edelfräuleins Jocelyn. Doch da kommt der verschlagene Count Adhemar dem scheinbar unbesiegbaren Konkurrenten auf die Schliche.

Durch das überraschende Ableben seines Herrn und Meisters erfüllt sich der Traum des wackeren Junkers William, ein stolzer Ritter zu sein. Er schlüpft in die Rüstung des Edelmanns und gewinnt das Herz des schönen Edelfräuleins Jocelyn. Originell und temporeich erzählte Erfolgsgeschichte mit atemberaubenden Stunts, witzigen Anachronismen und Heath Ledger („Der Patriot“) als idealer jugendlicher Held.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • He will rock you: Der traditionelle Ritterfilm dürfte sich beim Anblick von Brian Helgelands Rock’n’Ritter-Abenteuerfilm im modrigen Grabe umdrehen. Denn obwohl seine Geschichte vom kometenhaften Aufstieg eines einfachen Dachdeckersohnes zum gefeierten Ritter und Edelmann alle Zutaten eines anständigen Mantel-und-Degen-Abenteuers enthält, ist die Einhaltung von Traditionen das Letzte, was der Autor und Regisseur im Sinn hat. Vielmehr bricht Helgeland respektlos zahlreichen Anachronismen eine Lanze: Seine Ritterturniere sind von Rockmusik begleitete Sportevents, und sein Held William erinnert an den Anführer einer Boygroup, was nicht nur den augenzwinkernden Film gut aussehen lässt, sondern auch seinen Star Heath Ledger („Der Patriot“), der den endgültigen Durchbruch geschafft haben dürfte.

    Es ist ein prächtiger Anblick, wenn die Kontrahenten der Lanzenduelle mit vollem Tempo aufeinander zu reiten, zu allem entschlossen, den Gegner im Visier. Wenn sich der Fokus nur noch auf den zu erwartenden Aufprall verengt. Alles eine Frage der Taktik, der Balance: Wer zu genau zielt und sich nur auf den eigenen Lanzenhieb konzentriert, gibt selbst eine gute Zielscheibe ab. Wer nur auf den Gegner taxiert und auf die eigene Deckung bedacht ist, wird selbst keinen Treffer landen können. Wenn die Lanzen in „Ritter aus Leidenschaft“ ihr Ziel finden, die Rüstung treffen und durch die schiere Wucht zersplittern, dann kommt das einer Explosion in einem Michael-Bay-Film gleich. Die Lanzenduelle in all ihrer Urgewalt sind der ganze Stolz von Brian Helgelands Mittelaltermärchen.

    Mit gleicher Unbändigkeit prallt die Gegenwart auf die in der Tschechischen Republik mühsam und detailgenau, aber nicht zu authentisch errichtete Welt des Mittelalters. Der Effekt ist faszinierend, vor allem, wenn es Helgeland gelingt, die zwei Universen harmonisch zu verbinden. Wie beim ersten Turnier, wenn das Publikum zu den Klängen von „We Will Rock You“ klatscht und singt. Oder, am allerbesten, wenn bei einem Bankett nach dem ersten Sieg des jungen Helden, die antiquierte Lautenmusik allmählich in David Bowies „Golden Years“ übergeht und die Tänzer auf dem Parkett in Disco-Schritte verfallen. In diesem Zusammenhang kommt es auch zum vermutlich originellsten (und dreistesten) Product Placement der Geschichte: Um einer von ihr aus Leichtmetall geschmiedeten Rüstung mit extra viel Bewegungsfreiheit eine persönliche Note zu verleihen, fügt eine junge Schmiedin den Nike-Swoosh hinzu.

    Dann wiederum gibt sich Brian Helgeland in seiner zweiten Regiearbeit (nach „Payback – Zahltag“) damit zufrieden, Klassik-Rock-Standards („The Boys Are Back In Town“, „Get Ready“, „Low Rider“ etc.) wenig inspiriert über die Szenen zu legen. Ähnlich konventionell ist die Geschichte selbst, die selbst den geringsten Ansatz von Nebenhandlungen und Subplots ausspart, um so geradewegs wie nur möglich die Success Story des Junkers William zu erzählen, der den Tod seines Meisters als Chance sieht, sich unter dem Pseudonym Sir Ulrich von Lichtenstein den Traum zu erfüllen, ein Ritter zu werden. Der Erfolg ist größer als erwartet: Unterstützt von zwei Kumpels (Mark Addy, Paul Tudyk), dem unkonventionellen Dichter Geoff Chaucer (!!!), hinreißend gespielt von Paul Bettany als Mick Jagger der Pestilenz-Ära, und besagter Schmiedin, überzeugt William auf dem Turnierfeld, gewinnt das Herz des unwirklich schönen Edelfräuleins Jocelyn und zieht sich damit den Hass des bösen Count Adhemar (Rufus Sewell mit einer genussvollen Kopie von Joaquin Phoenix‘ Performance in „Gladiator“) zu. Der Rest ist eine Aneinanderreihung von Turnieren und Lanzengefechten, bis beim World Cup in London alle auf dem Weg angesammelten Konflikte kulminieren und gelöst werden müssen.

    Auch wenn insgesamt 27 Lanzenduelle etwas exzessiv anmuten und auf Dauer Monotonie einkehrt, der Ton eher pubertär denn dramatisch ist und launigen Gags jederzeit Vorzug vor Authentizität gegeben wird, macht „Ritter aus Leidenschaft“ Spaß, weil der Film Lust am eigenen Konzept hat und Heath Ledger ein famoser Sympathieträger ist, der in jeder Situation eine gute Figur macht: Prinz Eisenherz als Backstreet Boy – yummy! Nicht undenkbar also, dass der Film am Boxoffice einen ähnlichen Siegeswillen aufweist wie sein Mittelalter-Posterboy beim Wettkampf. Dass ein Videoclip, in dem Robbie Williams mit Queen „We Are the Champions“ zum besten gibt, ausgekoppelt wird, dürfte die Boxoffice-Aussichten nicht mindern. ts.

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