Filmhandlung und Hintergrund

Schwarze TV-Komödie mit Devid Striesow und Martin Feifel in den Hauptrollen.

In der Praxis von Heilpraktiker Jan taucht Rudger, Ex-Freund von Jans Freundin Milene und leiblicher Vater von deren Sohn auf. Zehn Jahre saß er im Knast. Jetzt will er Frau und Kind zurück. Jan ist klar: Dem Mann ist mit homöopathischen Dosen nicht beizukommen. Schwere Geschütze müssen aufgefahren werden. Steve, ein ehemaliger, auf die schiefe Bahn geratener Kollege, verspricht Abhilfe. Die Aktion geht schief, Rudger tobt. Und ausgerechnet jetzt bereitet Jans langjährige, erneut an Krebs erkrankte und ziemlich beratungsresistente Patientin Dorothee dem Heilpraktiker einiges Kopfzerbrechen.

Alle Bilder und Videos zu Riskante Patienten

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User ø 0,0
5
 
Stimmen
4
 
Stimmen
3
 
Stimmen
2
 
Stimmen
1
 
Stimmen
So werten die Kritiker (1 Stimme)
5
 
0 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
0 Stimmen
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

    Kritikerrezensionen

    • Riskante Patienten: Schwarze TV-Komödie mit Devid Striesow und Martin Feifel in den Hauptrollen.

      Die zwölfte Zusammenarbeit des bestens eingespielten Teams Stefan Krohmer und Daniel Nocke gefällt als tiefschwarze Komödie mit handfesten Krimielementen.

      Bereits vor der Fernsehausstrahlung steht ein großer Erfolg: „Riskante Patienten“, eine Auftragsarbeit von WDR und ARD Degeto, produziert von Claussen+Woebke+Putz, wurde dieses Jahr auf dem Filmfest München mit dem mit 25.000 Euro dotierten Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet. „So ist das manchmal. Ein bis eben noch geordnetes Leben gerät von einem Moment auf den anderen komplett aus den Fugen“, lautet die Begründung der Jury. Ein treffender Satz. In ihrer inzwischen zwölften Zusammenarbeit, darunter „Dutschke“ und „Sommer ’04“, wagen sich Stefan Krohmer (Regie) und Daniel Nocke (Drehbuch) an eine tiefschwarze, manchmal sehr britisch anmutende Komödie.

      Die heile Welt des Heilpraktikers Jan (gewohnt stark: Devid Striesow) bricht von einem Tag auf den anderen auseinander, als Rudger (gut böse: Martin Feifel), der gerade aus dem Gefängnis entlassene Ex seiner Lebensgefährtin, in Jans Praxis auftaucht und sie nebst dem gemeinsamen Kind überaus nachhaltig zurückfordert. Rund drei Minuten dauert die fulminante Auftaktszene nur, was folgt ist Chaos pur. Ein Schlägertrupp soll die Situation bereinigen, der Plan misslingt, Jan flüchtet mit der Familie in die idyllisch gelegene Mühle seiner überaus willensstarken, an Krebs erkrankten Patientin Dorothee (Corinna Kirchhoff).

      Temporeich und flüssig entspinnt sich der Plot, immer wenn man zu wissen meint, was als nächstes passiert, schlägt die Story einen überraschenden Haken. Stehen zunächst die Zeichen auf Humor, werden plötzlich die Krimielemente betont: Kampfhunde und eine Harpune spielen da zentrale Rollen. Die pointierten Dialoge hören sich „echt“ an, das Ensemble ist mit sichtbarer Lust bei der Sache. Bestechend die Musik, die hier nicht als bloße Untermalung dient, sondern den Film „kommentiert“ – mit Janis Ians „At Seventeen“ als zentrales Motiv. Gewohnt souverän ist die elegante Kameraarbeit von Benedict Neuenfels, der ruhige, stimmungsvoll flirrende Sommerbilder komponiert, die im harten Kontrast zur streckenweise überaus handfesten Handlung stehen. Action, Humor, Spannung und Momente zum Durchatmen – alles drin. Ein TV-Highlight erster Güte. geh.

    Kommentare