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Ringmaster

Filmhandlung und Hintergrund

Ermüdende Filmversion der kontroversen Talkshow, die Jerry Springer als Ringrichter der TV-Arena von amoralischen Abnormalitäten zeigt.

Die Jerry-Show bietet Jedermann die Möglichkeit seine Sex- und Drogenprobleme zur Schau zu stellen. Für das Segment „Ich habe mit meinem Stiefvater geschlafen“ treten das Mutter/Tochter-Wohnwagenschlampen-Team Connie und Angel mitsamt Ehemann und Freund an. Gleichzeitig sind die schwarzen Ghetto-Leute Starletta und ihr untreuer Freund Desmond angereist. Ein erotisches Strohfeuer zwischen der nymphomanischen Angel und dem sexhungrigen Desmond entbrennt.

Die amerikanische TV-Talkshow „Jerry“ hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne der Gleichberechtigung auch die Sex- und Gesellschaftsskandale der unteren Bürgerschichten zur besten Primetime in den Scheinwerferkegel der Öffentlichkeit zu zerren. Um sich an ihrem treulosen Ehemann zu rächen, der es mit der Stieftochter hinter ihrem Rücken treibt, meldet die Trailerpark-Bewohnerin Connie ihren kaputten Clan zur Sendung an. Vor Ort kommt es zur heilsamen Begegnung mit einer schwarzen Familie ähnlicher Fasson.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ringmaster: Ermüdende Filmversion der kontroversen Talkshow, die Jerry Springer als Ringrichter der TV-Arena von amoralischen Abnormalitäten zeigt.

    Die seriöse Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey brachte jüngst ihr ambitioniertes Projekt „Beloved“ um Sklaverei und Schuldkomplex in die Kinos. Ihr konkurrierender Kollege Jerry Springer, der ihr mit seiner kontroversen Trash-Talkshow in punkto Einschaltquoten bereits manchesmal den Rang abgelaufen hat, folgt nun in ihre Fußstapfen. Allerdings verfolgt Springer in seinem semibiografischen Leinwanddebüt keine hehren Ideale, sondern beackert das weitgehend tabulose Terrain seiner werktäglich ausgestrahlten TV-Schlammschlacht. Dabei fällt der sündige Genuß hier in Ermangelung von restriktiven Fersehauflagen mit nackter Haut, ungepleepten Schimpfwortkanonaden und den obligatorischen Handgreiflichkeiten zwar unzensiert, jedoch nicht übermäßig unterhaltsam aus.

    Der Quoten-King mit Biedermann-Aura, dem von konservativen Stimmen gerne der schwarze Peter zugeschoben wird, entscheidend für den fortschreitenden Sittenverfall in den USA mitverantwortlich zu sein, gewährt dem geneigten Publikum einen fiktionalisierten Blick hinter die Kulissen seiner Show. Darin wird Amerikas kleinen Leuten - die vom Stripper zum Spießer reichen - ein Forum geboten, öffentlich ihre schmutzige Wäsche zu waschen, die sich in erster Linie um pikante Sexskandale zu drehen scheint. An einer Stelle im Film verteidigt Springer vehement das Recht des Proletariats genau wie Stars und Berühmtheiten ihre Sex- und Drogenprobleme öffentlich zu exhibitionieren. Die Story kreist um zwei Gruppen von Showgästen - die einen, inzüchtige „Rednecks“ (O-Ton), die anderen „schwarze Ghetto-Leute“ (O-Ton) -, die nach Los Angeles geflogen werden und dort in der Arena der amoralischen Abnormalitäten unter Regie des Ringrichters Jerry Farrelly (Springer) aufeinander treffen. Für das Segment „Ich habe mit meinem Stiefvater geschlafen“ treten das Mutter/Tochter-Wohnwagenschlampen-Team Connie (Molly Hagan) und Angel (Jamie Pressly) mitsamt Ehemann („American Ninja“ Michael Dudikoff) und Freund (Michael Holbrook) an. Starletta (Wendy Raquel Robinson), ihr untreuer Freund Desmond (Michael Jai White aus „Spawn“) und zwei Freundinnen sind für „Meine betrügerische Freudin“ angereist. Als auf den ersten Blick ein erotisches Strohfeuer zwischen der nymphomanischen Angel und dem sexhungrigen Desmond entbrennt, sind weitere Probleme vorprogrammiert. Springer ist sich in diesem Kabarett der Geschmacklosigkeiten ähnlich wie Howard Stern in seinem Biopic „Private Parts“ für nichts zu schade und ist somit beim Sex mit seiner Ehefrau zu sehen, läßt sich selbst vom peinlichen Vortragen eines Countrysongs nicht abhalten. Selbst mit einer Portion Pathos wird nicht gespart. Das Ergebnis im Filmformat ist extrem ermüdend und konnte lediglich Springers Hardcore-Fans in die Kinos locken. ara.
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