Riddick - Chroniken eines Kriegers

  1. Ø 3.5
   2004
Riddick - Chroniken eines Kriegers Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Riddick - Chroniken eines Kriegers: Sequel zum Science-Fiction-Thriller "Pitch Black - Planet der Finsternis", in dem Antiheld Riddick alias Vin Diesel in einen galaktischen Krieg verwickelt wird.

Im Jahre 2500 stehen sich im Universum die kriegerische Rasse der Necromongers unter Leitung ihres größenwahnsinnigen Kriegerpriesters Lord Marshal (Colm Feore) und die grundsätzlich friedlichen und darum akut existenzbedrohten Menschen unversöhnlich gegenüber. Helfen kann nur noch ein Held wie der Outlaw Riddick (Vin Diesel), doch der ist auf Staat und Gesetz nach längerem Knastaufenthalt nicht gut zu sprechen. Die Botschafterin Aereon (Judi Dench) und die hüsche Kyra (Alexa Davalos) schaffen es jedoch, ihn umzustimmen.

Der rund 100 Millionen Dollar schwere Nachfolger des Alien-Horrors „Pitch Black“ verzichtet auf klaustrophobischen Tentakelhorror zugunsten eines komplexen Schlachtengetümmels in bester „Star Wars„-Tradition.

Fünf Jahre lang konnte sich Riddick vor den auf ihn angesetzten Kopfgeldjägern verstecken, bis er jetzt auf dem Planeten Helion hinter Gittern landet. In Gefangenschaft findet er mit Hilfe von Botschafterin Aeron endlich etwas über seine Vergangenheit heraus und kann schließlich gemeinsam mit der jungen Kyra fliehen. Alsbald findet er sich jedoch zwischen den Fronten eines galaktischen Krieges wieder, dessen Schlüsselfigur, Sektenführer Lord Marshal, mit seinen „Necromongers“ die Weltmacht an sich reißen will.

Riddick, Bösewicht mit goldenem Herzen, landet nach fünf Jahren Flucht schließlich doch im Gefängnis. Nicht ganz unfreiwillig, denn auf dem Hochsicherheitsplaneten Crematoria hofft er, etwas über seine Vergangenheit zu erfahren – und die junge Kyra, der er einst das Leben gerettet hat, zu treffen. Er, der letzte Furyaner, ist Hoffnungsträger im schier aussichtslosen Kampf gegen die Necromonger. Unter der Führung vom brutalen Lord Marshal streben die pangalaktischen Invasoren rücksichtslos nach Universalherrschaft.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Eine Fortsetzung für Riddick-Fans: Düsteres und spannungsgeladenes Sci-Fi-Actiongemetzel, das sich jedoch zu sehr wie Pitch Black anfühlt.
  • Der atmosphärische SciFi-Thriller „Pitch Black“ erlangte Kultstatus und war Vin Diesels Sprungbrett zur Actionkarriere in Filmen wie „The Fast and the Furious“ and „XXX“. Vier Jahre später ist der eine Weile als Hollywoods große neue Actionhoffnung gehandelte Muskelprotz in dem ambitionierten Sequel wieder in seinem Element. Regie und Drehbuch übernahmen erneut David Twohy, dem diesmal mit über 100 Mio. Dollar ein eher bombastisches Budget zu Verfügung stand. Dies spiegelt sich in den teils spektakulären visuellen Effekten und imposantem Produktionsdesign wider.

    Doch auch wenn Diesel im Prolog, bei dem Riddick von intergalaktischen Kopfgeldjägern gejagt wird, lange zottelige Dreadlocks wie John Travolta in „Battlefield Earth“ trägt, sind weitere Vergleiche zu dem legendären Flop kaum angebracht. Allerdings finden sich auch zum Original nur bedingt Parallelen. Sorgten im Erstling kaum gezeigte „Alien“-ähnliche Killerkreaturen für beklemmenden Horror, schlägt Twohy jetzt ambitioniert die Weltraumoper-Route von aufwändigen Zukunftsepen wie „Krieg der Sterne“ und „Dune“ ein. Als Feindbild dient die kriegerische Rasse der Necromongers, die einen Planeten nach dem anderen überfallen und die Bewohner versklaven. Ihre Architektur, Kampfrüstung und Waffen sind mittelalterlich dem „Herr der Ringe“-Kosmos mit einem Hauch von H.R. Giger angelehnt, während Riddick und Konsorten die lebensvernichtende Brut mit guten alten Maschinengewehren bekämpfen. Laut der Prophezeiung der Feen ähnlichen Botschafterin Aereon (Judi Dench ließ sich angeblich durch Diesels Charme für ihre kleine Rolle überzeugen) kann nur ein Furyon wie Riddick den größenwahnsinnigen Lord Marshal (Colm Feore als kantiger futuristischer Führer) zu Fall bringen. Und genau dazu schreitet Riddick, inzwischen wieder im Meister-Proper-Look mit glattpolierter Glatze, mit viel Action, die mit den von ihm inbrünstig vorgetragenen Onelinern oft erheiternd aufgelockert wird. Man fühlt sich an die guten alten Tage des Actionfilms erinnert, als Sly und Arnie noch fulminant ans Eingemachte gingen. Witzigerweise findet sich manche Verwandtschaft in der mit Mystik und Mini-Mythologie angereicherten Story zu „Conan der Barbar“, und die Schluss-Szene, bei der Riddick fortsetzungsverdächtig auf den Thron sinkt, ist pure Hommage an John Milius‘ Schlachtplatte. Viele der Actionszenen sind allerdings etwas holprig geschnitten. Vor allem bei ihrer Inszenierung wird nicht das Optimum an visuellem Punch herausgeholt. Uneingeschränkt beeindruckend sind hingegen die CGI-kreierten Weltall- und Planetenaufnahmen, sowie die elegant-majestätischen Sets von Holger Grass. Bei den schauspielerischen Leistungen sticht niemand besonders positiv noch negativ hervor: Thandie Newton ist akzeptabel als intrigante Necromongers-Gattin. die ihren Mann (Karl Urban aus „Herr der Ringe“) zum Königsmord anstiften möchte. Ex-Model Alexa Davalos als mittlerweile erwachsene Figur aus dem Original fungiert dezent als Riddicks Love Interest und darf des weiteren auf den Actionputz hauen. Überhaupt dürften Actionfans, die es mit so einigen Ungereimtheiten des Plots nicht so genau nehmen, sich blendend von dem Zwei-Stunden-Epos unterhalten fühlen. ara.
  • Wer „Pitch Black – Planet der Finsternis“ (2000, David Twohy) gesehen hat, wird sich noch gut an Riddick erinnern. Schon damals wurde er von Vin Diesel verkörpert, der durch die Rolle erstmals ins internationale Rampenlicht rückte. Der Charme des wortkargen und aggressiven Außenseiters machte „Pitch Black“ zu einem innovativen und frischen Horror-Action-Film, der sich binnen kurzer Zeit eine Fangemeinde sicherte. Riddick, der Einzelgänger, der sich seine Augen operieren ließ, um im Dunkeln besser sehen zu können, wurde zum Kult. So mag es nicht verwundern, dass sich die Fortsetzung nunmehr auf Riddick konzentriert.

    Während sich im ersten Teil das Heldentum Riddicks an seiner besonderen Fähigkeit festmachte, gerät diese im zweiten Teil zeitweilig fast zur Nebensache.

    Und dies ist symptomatisch für den Film. Eine Fortsetzung, die alles anders machen will und somit die Falle der bloßen Wiederholung umgehen möchte. So wechselt David Twohy das Genre, aus einem Horrorfilm wird ein Science Fiction Streifen, der vor allen Dingen mit seinen Special Effects wirbt. Aber das Problem ist, dass die Effekte es nicht vermögen den Zuschauer zu fesseln, hat man doch schon viel bessere und technisch überzeugendere Bilder gesehen. So erinnert die erste Einstellung fatal an die Kamerafahrt in „Herr der Ringe – Die Gefährten“ (2001, Peter Jackson), wenn sie über die Gesichter der überlebensgroßen Necromonger Statuen genauso wie über die Antlitze der Argonath fährt. Riddick selbst verkommt zu einer bloßen Actionfigur, die mit der kontroversen Charakterzeichnung des ersten Teils, nur noch das gleiche Äußere verbindet.

    Auch von der visuellen Gestaltung bietet der Film nichts Neues. Der freundliche Planet Helios, den Riddick retten soll, ist in warme orange und gelbfarbene Töne getaucht. Die Kämpfer dort tragen Rüstungen, die römisch inspiriert sind. Dahingehend sind die Necromonger in stählernes Grau gehüllt, das sich auch in den organisch anmutenden Raumschiffen wiederfindet, die nicht zufällig an H.R. Giger erinnern. Ihre Architektur erinnert an die Bauweise des Nationalsozialismus, sie ist pompös, imperialistisch anmutend und gleichzeitig vom Schrecken besetzt. Überall finden sich Plastiken wieder, die Figuren darstellen, die sich in Schmerzen krümmen.

    Judi Dench, die die Wahrsagerin Aereon spielt, vergeudet hier ihr Talent. Obwohl ihr Name ganz oben auf den Plakaten steht, nehmen ihre Szene in dem Film noch nicht einmal zehn Minuten ein. Wer also auf eine Dench-like Darstellung hofft, wird hier enttäuscht.

    Es ist bedauerlich, dass Twohy es nicht vermocht hat, eine ausgereiftere Fortsetzung zu kreieren. Zumal er auf zwei seiner spannendsten Charaktere des ersten Teiles zurückzugreifen konnte. Aber anstatt auf die Charakterisierung von Riddick und Kyra alias Jack näher einzugehen, versteckt sich der Film hinter den Effekten. Damit macht er es sich zu einfach, als dass es viele Fans von Pitch Black begeistern könnte.

    Fazit: Schade um das verschwendete Potential – Riddick hätte einen besseren Film verdient.
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