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Return

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Regisseurin Liza Johnson, die auch das Drehbuch zu Return schrieb, hat hier einen sensiblen Film über eine Soldatin geschaffen, die aus dem Krieg heimkehrt. Eine Zeitstudie, die das Schicksal thematisiert, das die vielen Soldatinnen, die mittlerweile in Afghanistan und im Irak stationiert sind, ereilt.

      Kelli hat eigentlich alles, was sie sich wünschen könnte. Ihr Mann freut sich über ihre Heimkehr, ihre beiden Kinder empfangen sie mit offenen Armen. Auch die Freundinnen integrieren Kelli wieder im normalen Alltag. Ihr Job ist immer noch frei und sie wohnen in einem kleinen süßen Haus inmitten von Ohio.

      Doch irgendwas stimmt mit Kelli nicht - und niemand will ihr die Zeit geben, herauszufinden, was es ist. Das ist der Knackpunkt des Filmes - denn wenn etwas schief geht, dann gleich alles. Das wirkt ein wenig unglaubwürdig.

      Nichtsdestotrotz findet Johnson einen Weg auf subtile Art und Weise die Innenwelt der Protagonistin sichtbar zu machen. Während Ohio am Anfang noch in seinen schönsten Herbstfarben strahlt, wirkt nach und nach alles zunehmend grau. Viele Läden scheinen leer zu stehen und im Endeffekt macht sogar die Fabrik, in der sie gearbeitet hat, zu.

      Kellis Perspektive auf das Leben hat sich geändert, sie versucht sich etwas vorzumachen, muss aber im Endeffekt davor kapitulieren. Das ist depremierend, aber gleichzeitig auch erfrischend authentisch.

      Gleichzeitig gibt es einen tiefen Blick auf das Innenleben der Soldatin. Es geht nicht darum, was genau „da drüben“ eigentlich passiert ist. Viel schlimmer ist, dass ständig alle danach fragen. Und „sie“ - die unbekannten Berater ohne Gesicht - ganz genau Weisung gegeben haben, wie man mit Kriegsheimkehrern umzugehen hat. Als ob es dafür nur einen einzigen Weg gäbe.

      Return wirft einen interessanten Blick auf diese Situation, wird aber im Endeffekt durch die herausragende Leistung von Linda Cardellini als Kelli getragen. Diese zeigt mit einer erstaunlichen Leichtigkeit, wie der eigentliche Kampf mit sich selbst erst dann beginnt, wenn er eigentlich schon zu Ende scheint.

      Fazit: Sensibler Film über eine Kriegsheimkehrerin, die sich zu Hause nicht mehr zurecht zu finden weiß.
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