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TV-Familienfilm: Ein Bauernjunge lässt nichts unversucht um seine geliebte Gans Henriette vor einem Schicksal als Braten zu bewahren.

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Kritikerrezensionen

  • Rettet die Weihnachtsgans: TV-Familienfilm: Ein Bauernjunge lässt nichts unversucht um seine geliebte Gans Henriette vor einem Schicksal als Braten zu bewahren.

    Die zwar harmlose, aber hübsche Familienkomödie erzählt von der wundersamen Rettung eines Federviehs, dessen Schicksal eigentlich schon besiegelt scheint.

    Auf den ersten Blick erfüllt diese Geschichte alle Voraussetzungen für einen zünftigen Freitagsfilm der ARD. Eine entscheidende Zutat allerdings fehlt: Es gibt keine Happy-End-Garantie, ja nicht einmal eine richtige Romanze. Dafür aber wahre Liebe: Das Herz des kleinen Bauernbubs Rudi (Markus Krojer), den allerdings nur Kinder auf Anhieb als Jungen identifizieren, gehört seiner Gans Henriette. Kein Wunder: Vater Xaver (August Schmölzer) ist ständig schlechter Dinge, weil der Hof bankrott ist. Henriette aber erinnert Rudi an bessere Zeiten, als der Opa noch lebte. Sie folgt ihm wie ein Hund und hilft ihm sogar bei den Hausaufgaben. Entsprechend fassungslos ist der Junge, als die Eltern tatenlos mit ansehen, wie der depperte bayerische Landwirtschaftsminister Helfer (Christian Tramitz) die Gans kurz vor Weihnachten einfach einpackt. Und nun startet das Unternehmen „Rettet die Weihnachtsgans“, in dessen Verlauf Rudi mehrmals die Sicherheitsvorkehrungen im Heim der Helfers austrickst und schließlich in Helfers blasierter Tochter Sophia (Leslie-Vanessa Lill) eine unvermutete Komplizin findet.

    Die Geschichte (Buch: Tobias Stille, Regie: Jörg Grünler) ist also überschaubar, lebt aber von Rudis unerschütterlichem Willen, sein Haustier zu befreien, sowie von den Nebenfiguren. Fast schon Sitcom-Personal sind Helfers Bodyguards (Gesine Cukrowski, Götz Otto): sie Profi durch und durch, er in Wahrheit ein Ganove, der offenbar eine Entführung plant. Tramitz ist als Politiker ohnehin eine willenlose Witzfigur, deren Karriere allein auf dem Ehrgeiz der Gattin (Katharina Müller-Elmau) beruht. Weil also außer dem tapferen Rudi eigentlich alle handelnden Personen fast Karikaturen sind, wäre der Film ohnehin zu schräg für den ARD-Freitag; obwohl er zu Beginn wie ein Rückfall von Sat.1 in selige „Bergdoktor“-Zeiten wirkt. Aber dann treiben Rudi und Henriette die gemeinen Investoren, die seinem Vater den Hof wegnehmen wollen, auf den Mist, und schon ist klar: In dieser Geschichte sind die Erwachsenen der Feind. Trotzdem kommt man auch als Großer auf seine Kosten, selbst wenn das komische Drama bei Weitem nicht die Klasse von Grünlers großen Familienfilmen „Krücke“ und „Der zehnte Sommer“ hat. Schade nur, dass ein Großteil der Zielgruppe den Film verpassen wird, weil am nächsten Tag schließlich Schule ist. tpg.

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