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Rang De Basanti

Kinostart: 29.06.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Gekonnter Mix aus Geschichtsstunde, Drama und modernem Bollywood.

Die junge Susan reist aus England nach Indien, um dort mit großen Ambitionen und wenig Geld ein Dokudrama über Bhagat Singh und Chandrashekhar Azad zu inszenieren, ihres Zeichens profilierte Widerstandskämpfer gegen die Briten viele Jahrzehnte zuvor. Um die Rollen zu besetzen, castet Susan eine Gruppe junger Inder von der Universität in Neu Dehli. Die sehen sich daraufhin gezwungen, sich näher mit der Vergangenheit zu beschäftigen und ihre modernen Ansichten neu zu überdenken.

Patriotismus ist mal wieder die Message eines kompetent nach Art des Bollywood-Hauses arrangierten Film-im-Film-Dramas.

Journalistin Sue macht sich wutentbrannt nach Delhi auf, um ihr Projekt über indische Unabhängigkeitskämpfer dennoch auf die Beine zu stellen, das ihr Sender ablehnte. Kaum hat die Filmemacherin Schauspieler gefunden, tut sich das nächste Problem auf: Diese sind moderne Söhne Indiens, die sich mit altmodischen Charakteren nicht anfreunden mögen und für die Party vor Patriotismus geht.

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Darsteller und Crew

  • Aamir Khan
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    Infos zum Star
  • Siddarth
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  • Sharman Joshi
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  • Kunnal Kapoor
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  • Atul Kulkarni
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  • Alice Patten
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  • Soha Ali Khan
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  • Madhavan
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  • Waheeda Rehman
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  • Anupam Kher
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  • Kirron Kher
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  • Om Puri
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  • Lekh Tandon
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  • Rakesh Omprakash Mehra
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  • Renzil D'Silva
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  • Ronnie Screwvala
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  • Binod Pradhan
    Binod Pradhan
  • A. R. Rahman
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  • Lucinda Syson
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Rang De Basanti: Gekonnter Mix aus Geschichtsstunde, Drama und modernem Bollywood.

    Nach seinem TV- und DVD-Siegeszug sollte der indische Film nun endlich auch vom deutschen Kinobesucher „entdeckt“ werden. Beispielsweise „Rang de Basanti“, ein gekonnter Mix aus Geschichtsstunde, Drama und modernem Bollywood.

    Im „exotischen“ London - statt wie bei aktuellen indischen Produktionen gerne in den Österreichischen oder Schweizer Alpen - nimmt „Rang de Basanti“, was in Anlehnung an die orange-gelbe Nationalfarbe sinngemäß übersetzt „Farbe des Patriotismus“ bedeutet, seinen Anfang. Und der Titel verrät: Neben Unterhaltung ist auch Reflektion angesagt, über den Vielvölkerstaat, seine Bewohner und deren Selbstverständnis. Regisseur Rakesh Omprakash Mehra bringt das so auf den Punkt: „Primär stehen einem im Leben zwei Entscheidungsmöglichkeiten offen: Entweder man akzeptiert die Dinge wie sie sind oder akzeptiert die Verantwortung, sie zu verändern.“

    Seine „Erzählerin“, die Journalistin Sue, entscheidet sich für letztere Möglichkeit, nachdem sie beim „Haussender“ eine Absage für ihre lang geplante Dokumentation über indische Unabhängigkeitskämpfer hinnehmen musste. Wutentbrannt macht sie sich nach Delhi auf, entschlossen das auf den Tagebüchern ihres Großvaters gründende Projekt dennoch auf die Beine zu stellen. Aber kaum hat die Filmemacherin Schauspieler gefunden, tut sich schon das nächste Problem auf: Ihre (Laien-)Darsteller sind moderne Söhne Indiens, die sich mit altmodischen Charakteren nicht anfreunden mögen, für die Party vor Patriotismus geht, Genuss allemal Gandhi’scher Askese vorzuziehen ist.

    Ein Schwellenland, gefangen zwischen Tradition und Moderne. Ein Jugendporträt im Bollywood-Stil: blauer Himmel, ziehende Wolken, wiegende Ähren, safran-farbige Felder. Dazu Drum’n’Bass und MTV statt Tempeltanz und Staatsfernsehen. Die „Helden“, angeführt vom Lebenskünstler DJ - der charismatische Aamir Khan aus „Lagaan“ - blicken optimistisch in die Zukunft bis ihr Kumpel bei einem Routineflug abstürzt, sein Tod von der Luftwaffe als Leichtsinn hingestellt wird. Da geht der Blick zurück in die Vergangenheit, zum Nationalhelden Bhagat Singh, der fortan in Parallelmontage die Jugendlichen „begleitet“. Das Gestern wird mit den Heute in Kontext gesetzt, in punkto Korruption, Militarismus, Nepotismus und dem schwelenden Streit zwischen den Volksgruppen.

    Was als Gefühlskino mit historischen Fußnoten beginnt, mutiert zur durchaus scharfen Polit-Parabel, die etwa den zeitgenössischen Verteidigungsminister offen mit dem britischen Oberbefehlshaber des Massakers von Jallianwala Bagh im Jahre 1919 gleichsetzt. Aus Spaß wird Ernst, wobei der Film freilich immer der Unterhaltung verpflichtet bleibt - mit Lust gespielt und sauber choreographiert, von Binod Pradhan wunderbar fotografiert und vom Bhangra-Virtuosen Daler Mehndi mit einer eingängigen Titelmusik versehen.geh.

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