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Privatunterricht

Privatunterricht - Trailer

Élève libre: Drama auf dem schmalen Grat zwischen Aufklärung und Missbrauch um die sexuelle Reifung eines Jugendlichen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Drama auf dem schmalen Grat zwischen Aufklärung und Missbrauch um die sexuelle Reifung eines Jugendlichen.

So gut Jonas Tennis spielt, so schlecht ist er in der Schule. Zudem ist er mit seinen Gedanken sowieso ganz woanders, denn gerade hatte er zum ersten Mal Sex mit seiner Freundin. Da beschließt er, für ein schweres Examen die Hilfe der drei erwachsenen Freunde seiner Mutter anzunehmen. Was sich anfangs als großzügiger Freundschaftsakt angekündigt hat, erweist sich mehr und mehr als Schule des Lebens - vor allem in Sachen Sex. Jonas gerät in ein gefährliches Gefühlschaos.

So gut Jonas Tennis spielt, so schlecht ist er in der Schule. Zudem ist er mit seinen Gedanken sowieso ganz woanders, denn gerade hatte er zum ersten Mal Sex mit seiner Freundin. Da beschließt er, für ein schweres Examen die Hilfe der drei erwachsenen Freunde seiner Mutter anzunehmen. Was sich anfangs als großzügiger Freundschaftsakt angekündigt hat, erweist sich mehr und mehr als Schule des Lebens - vor allem in Sachen Sex. Jonas gerät in ein gefährliches Gefühlschaos.

Schüler Jonas gerät in ein gefährliches Gefühlschaos, als er die Hilfe der drei erwachsenen Freunde seiner Mutter annimmt. Verstörendes belgisches Coming-of-Age-Drama auf dem schmalen Grat zwischen Aufklärung und Missbrauch.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Privatunterricht: Drama auf dem schmalen Grat zwischen Aufklärung und Missbrauch um die sexuelle Reifung eines Jugendlichen.

    Auf dem schmalen Grad zwischen Aufklärung und Missbrauch laviert das verstörende Drama um einen Jugendlichen und seine sexuellen Reifeprüfungen.

    Der Belgier Joachim Lafosse, der zuletzt mit „Nue Propriété“ ein starkes Psychodrama inszenierte, widmet seinen neuen, wieder nach eigenem Drehbuch entstandenen Film „unseren Grenzen“. Diese werden auch überschritten, klammheimlich, mitunter lange bevor man es merkt. Zunächst wirkt „Pivatunterricht“ wie eine Anleitung zur sexuellen Freiheit, die ein unbedarfter Teenager auch gerne annimmt, bis die Verführung in Missbrauch umschlägt.

    Jonas trainiert hart für eine Tenniskarriere. Für die Schule hat er dafür so lange keinen Finger gekrümmt bis ihm der Rauswurf droht. Weil er wegen seines Alters nicht mehr wiederholen darf, muss er für die Kommission büffeln. Die Eltern leben getrennt, die Mutter kümmert sich nicht um ihn und lädt ihn lieber bei ihren Freunden Pierre, Didier und Nathalie ab. Nun paukt Jonas Mathe, Philosophie und Sex. Denn er entdeckt nicht nur mit seiner Freundin Delphine die Lust, auch seine doppelt so alten Gastgeber fragen ihn tabulos über sein Intimleben aus und geben, nicht ganz uneigennützig, wertvolle Tipps, bis hin zu Anschauungs- und Praxismaterial.

    Das ist pikant und lange wähnt man sich in einem Aufklärungsfilm, in dem bei Tisch so selbstverständlich über Beischlaftechniken geplaudert wird wie es nur Franzosen können. Das unaufgeregte Werk über einen Schulversager, der ein paar wichtige - und ziemlich verstörende - Lektionen übers Leben lernt, verzichtet auf eindeutige Bewertungen, was sich als moralisch gewagt herausstellt, denn Jonas wird von seinem schwulen väterlichen Mentor Pierre sexuell genötigt. Statt einer vernichtenden Anklage wie etwa in „The War Zone“ kommt dabei eine stilistisch famose, irritierende Geschichte heraus, die seine permanent im Bild befindliche Hauptfigur in langen Einstellungen studiert, die Erlebnisse von naivem Erkunden, ausgenutztem Vertrauen und jugendlichem Opportunismus aber nicht wertet und auf dramaturgische Geschlossenheit verzichtet. Das Coming-of-Age-Drama ist ein Konglomerat aus anregenden und verstörenden Momenten, die jeder selbst einordnen muss. Die natürliche Wirkung der Darsteller, allen voran Jonas Bloquet als hübscher Jüngling im Gefühlschaos, hat einen großen Anteil am Gelingen dieser überzeugenden Reifeprüfung.

    tk.
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